Manchmal fühlt es sich an wie David gegen Goliath, wenn man an El Salvador und den IWF denkt. Und diesmal hat El Salvador mit seinem Vorgehen bei den Bitcoin-Käufen alles bisher Dagewesene übertroffen. Neben den täglichen Käufen von einem Bitcoin hat das Land nun zusätzlich 1.090 Bitcoin erworben. Umgerechnet auf die täglichen 1-Bitcoin-Käufe entspricht diese Menge nahezu drei Jahren des Ansparens.
Diese Aktion zeigt, dass El Salvador seiner Linie treu bleibt und bereit ist, sich mit dem IWF anzulegen. Zudem unterstreicht sie die weiterhin positive Haltung des Landes gegenüber Bitcoin.
Bitcoin: El Salvador kauft auf einen Schlag mehr als 1.000 Bitcoin für 100 Millionen Dollar
Ben Canton – 18. November 2025
Ein Einkauf der Superlative. Im September 2021 wurde El Salvador das erste Land, das den Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel einführte, und seitdem hat das Land ununterbrochen Bitcoin angesammelt. Im November 2022 kündigte Präsident Nayib Bukele sogar an, dass das Land täglich 1 Bitcoin kaufen werde. Doch nun hat das Land offiziell den Erwerb von 1.090 zusätzlichen Bitcoin bestätigt. Damit hält El Salvador nun 7.474 Bitcoin, sehr zum Missfallen der Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF).
Die wichtigsten Punkte dieses Artikels:
- El Salvador hat einen historischen Kauf von 1.090 Bitcoin getätigt und seine Reserven damit auf 7.474 Bitcoin erhöht.
- Diese mutige Herausforderung gegenüber dem Internationalen Währungsfonds (IWF) sorgt weltweit für Fragen und Aufmerksamkeit.
El Salvador kauft auf einen Schlag Bitcoin im Wert von 100 Millionen Dollar
Am 17. November kündigte Präsident Nayib Bukele erneut einen massiven Neuzugang an Bitcoin an. (Vgl. Gobierno de El Salvador – Bitcoin) Das Land fügte seiner Reserve 1.090 Bitcoin hinzu, etwa 100 Millionen Dollar. Damit steigt der Gesamtbestand des Landes auf 7.474 Bitcoin, was rund 676 Millionen Dollar entspricht. [aktueller Wert in Euro]
Dieser Kauf stellt den größten Einzelkauf dar, den das Land seit der Einführung des Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel getätigt hat. Laut den vom Präsidenten geteilten Daten erfolgte dieser Kauf zu einem Bitcoin-Preis von ungefähr 91.000 Dollar. Die Strategie dahinter: Kursrückgänge nutzen, um mehr Bitcoin zu akkumulieren.

Seit November 2022 kauft El Salvador täglich 1 Bitcoin. Diese konsequente Akkumulationsstrategie hat dem Land ermöglicht, eine beeindruckende Bitcoin-Reserve aufzubauen. Der Präsident stellte zudem klar, dass diese Käufe nicht so bald enden würden. Bereits im März ließ er auf X wissen, dass El Salvador nicht damit aufhören werde, Bitcoin zu kaufen.
“This all stops in April.” “This all stops in June.” “This all stops in December.”
— Nayib Bukele (@nayibbukele) March 4, 2025
No, it’s not stopping.
If it didn’t stop when the world ostracized us and most “bitcoiners” abandoned us, it won’t stop now, and it won’t stop in the future.
Proof of work > proof of whining https://t.co/9pC0PoY3YQ
„Das alles hört im April auf.“ „Das alles hört im Juni auf.“ „Das alles hört im Dezember auf.“
Nein, es hört nicht auf.
Wenn es nicht aufgehört hat, als die Welt uns ausgegrenzt hat und die meisten „Bitcoiner“ uns verlassen haben, dann hört es jetzt nicht auf und wird auch in Zukunft nicht aufhören.
Arbeitsnachweis ist größer als Jammern.
Eine kontinuierliche Akkumulationsstrategie gegen alle Widerstände (vor allem gegen den IWF)
Dennoch werfen diese massiven Bitcoin-Käufe Fragen auf. Im Rahmen eines Kreditabkommens über 1,4 Milliarden Dollar mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) hatte sich El Salvador eigentlich verpflichtet, keine Bitcoin zu kaufen.
Die öffentlichen Erklärungen von Präsident Bukele und die auf der Blockchain ersichtlichen Transaktionen scheinen jedoch das Gegenteil zu belegen. El Salvador kauft weiterhin Bitcoin und widersetzt sich damit klar den vom Internationalen Währungsfonds auferlegten Bedingungen.
Diese Situation hat zu einiger Verwirrung geführt. Im Juli erklärten zwei hohe Finanzverantwortliche des Landes sogar, dass El Salvador seit Februar keinen Bitcoin mehr gekauft habe, eine Aussage, die direkt im Widerspruch zu Bukeles Ankündigungen steht.
Der Internationale Währungsfonds erklärte seinerseits, die steigenden Bitcoin-Bestände El Salvadors seien lediglich das Ergebnis einer Konsolidierung der Bestände aus verschiedenen staatlichen Wallets, nicht neuer Käufe. Doch diesmal dürfte diese Argumentation angesichts der offiziellen Aussagen des Landes schwer haltbar sein.
Quelle: Journal du coin
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