6.000 Milliarden US Dollar Angst – Bank of America CEO fürchtet Stablecoin Konkurrenz, obwohl Banken bevorzugt werden

von | 17. Jan. 2026

Stablecoins als Blockchainalternative zu Fiat Währungen sind inzwischen seit längerer Zeit auf dem Vormarsch. Sie werden sowohl von Unternehmen als auch von Banken ausgegeben, bieten einige Vorteile, können jedoch auch blockiert werden, teilweise direkt auf Grundlage der Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Bei der Nutzung von Stablecoins sollte diese Abhängigkeit von Unternehmen stets im Hinterkopf behalten werden.

Im folgenden Artikel geht es darum, dass der CEO der Bank of America einen Abfluss von 6.000 Milliarden US Dollar aufgrund der Vorteile von Stablecoins befürchtet. Was dabei nicht erwähnt wird, findet sich in einer Aussage gegen Ende des Artikels: „So kündigte die Federal Reserve (Fed) im vergangenen April an, dass Stablecoins keine Zinsen zahlen dürfen, zumindest solange sie nicht von Banken ausgegeben werden.“ Banken haben damit als einzige die Möglichkeit, auf Stablecoins Zinsen zu zahlen. Ein Vorteil, der wohl wegen seiner Einfachheit für viele Anleger attraktiver ist, als ihr Geld in DeFi Protokollen anzulegen.

Ein weiteres Thema ist eine Aussage des CEO von Coinbase, die die Diskussionen rund um den CLARITY ACT betrifft. Dabei positioniert er sich klar gegen das Gesetz und schreibt auf X: „Wir werden weiter für alle Amerikaner und für wirtschaftliche Freiheit kämpfen.“ Dabei sollte im Blick behalten werden, dass die Definition von wirtschaftlicher Freiheit sehr unterschiedlich ausfallen kann und dass Coinbase große Teile der Bitcoin für die ETFs von BlackRock verwahrt.

Stablecoins – Bank of America fürchtet den Abfluss von 6.000 Milliarden US-Dollar durch Krypto-Konkurrenz

Ben Canton – 15. Januar 2026

Die Phantom-Bedrohung. Der traditionelle Bankensektor sieht den Aufstieg der Stablecoins mit äußerst kritischem Blick. Diese stabilen Kryptowährungen, die an Fiatwährungen wie den US-Dollar gekoppelt sind, stellen eine direkte Alternative zu klassischen Bankdienstleistungen dar. Der Geschäftsführer (Chief Executive Officer, CEO) der Bank of America befürchtet sogar, dass Bankeinlagen in großem Stil von Stablecoins abgesaugt werden könnten. Entsprechend setzt er alles daran, genau das zu verhindern.

Die wichtigsten Punkte dieses Artikels:

  • Der CEO der Bank of America hat erhebliche Sorgen hinsichtlich Stablecoins geäußert, da diese bis zu 6.000 Milliarden US-Dollar an Einlagen aus dem traditionellen Bankensystem abziehen könnten.
  • Stablecoins bieten über die dezentrale Finanzwirtschaft (Decentralized Finance, DeFi) potenziell deutlich höhere Renditen als klassische Sparkonten und setzen die traditionellen Banken dadurch massiv unter Druck.

Direkte Konkurrenz für traditionelle Banken

Bei einer jüngsten Anhörung vor dem US-Senatsausschuss für Banken, Wohnungswesen und städtische Angelegenheiten äußerte Brian Moynihan, CEO der Bank of America, seine Bedenken gegenüber Stablecoins. (Vgl. Chorus Call)

Der Banker erklärte unter anderem, dass diese stabilen Kryptowährungen bis zu 6.000 Milliarden US-Dollar an Einlagen von traditionellen Banken abziehen könnten.

Diese Sorge hängt insbesondere mit der Möglichkeit zusammen, dass Stablecoins Zinsen auf Einlagen zahlen könnten, eine Funktion, die sie für Verbraucher noch attraktiver machen würde:

„Wenn Sie diesen Stablecoins erlauben, Zinsen zu zahlen, werden Sie erleben, dass 6.000 Milliarden US-Dollar an Einlagen dieses [Bank-]System verlassen und in dieses [Stablecoin-]System abwandern.“

Brian Moynihan, CEO der Bank of America (Vgl. The Block)

Brian Armstrong [CEO) von Coinbase] führt die Rebellion des US-amerikanischen Kryptosektors gegen die Banken und die Politik an:

Nach Durchsicht des Entwurfs des Senatsausschusses für Banken in den letzten 48 Stunden kann Coinbase den Gesetzentwurf in seiner jetzigen Form leider nicht unterstützen.

Es gibt zu viele Probleme, darunter:

  • Ein faktisches Verbot tokenisierter Aktien.
  • Verbote im Bereich der dezentralen Finanzwirtschaft, die der Regierung unbegrenzten Zugriff auf Ihre Finanzdaten geben und Ihr Recht auf Privatsphäre aufheben.
  • Eine Aushöhlung der Befugnisse der Rohstoff Terminhandelsaufsicht, was Innovation erstickt und sie der Börsenaufsichtsbehörde unterordnet.
  • Entwurfsänderungen, die Belohnungen auf Stablecoins beenden würden und es Banken erlauben, ihre Konkurrenz zu verbieten.

Wir schätzen die harte Arbeit aller Mitglieder des Senats, ein überparteiliches Ergebnis zu erzielen, doch diese Version wäre wesentlich schlechter als der derzeitige Zustand. Wir hätten lieber gar kein Gesetz als ein schlechtes Gesetz. Hoffentlich können wir gemeinsam zu einem besseren Entwurf kommen.

Wir werden weiter für alle Amerikaner und für wirtschaftliche Freiheit kämpfen. Krypto muss unter den gleichen Bedingungen wie andere Finanzdienstleistungen behandelt werden, damit wir diese Branche in den Vereinigten Staaten auf sichere und vertrauenswürdige Weise aufbauen können.

Sind Stablecoins leistungsfähiger als Banken?

Die Aussage von Brian Moynihan verdeutlicht eine Realität, die vielen Beobachtern des Kryptosektors bereits bekannt ist: Stablecoins bieten häufig attraktivere Renditen als klassische Sparkonten.

Dank Mechanismen wie Staking [das zeitweise Hinterlegen von Kryptowerten zur Sicherung eines Netzwerks gegen Zinszahlungen] oder Yield Farming [strategisches Einsetzen von Kryptowerten in DeFi-Protokollen zur Renditeerzielung] innerhalb der dezentralen Finanzwirtschaft (DeFi) können Inhaber von Stablecoins beträchtliche Zinsen auf ihre Bestände erzielen.

So können Stablecoins wie USD Coin (USDC) oder Tether (USDT) je nach Plattform und eingesetzter Strategie jährliche Renditen von 5 bis 10 Prozent oder sogar mehr bieten. Im Vergleich dazu liegen die Zinssätze klassischer Sparkonten in den USA in der Regel unter 1 Prozent.

Doch selbst wenn Banken ihre Zinssätze erhöhen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, stehen sie vor einem weiteren Problem, nämlich der Geschwindigkeit und der Benutzerfreundlichkeit von Stablecoins. Diese Kryptowährungen ermöglichen nahezu sofortige und kostengünstige Übertragungen, ohne die administrativen Hürden und Verzögerungen traditioneller Banktransaktionen.

Die Angst der Banken vor Stablecoins ist inzwischen so groß, dass sie erfolgreich Druck auf die Regulierungsbehörden ausgeübt haben. So kündigte die Federal Reserve (Fed) im vergangenen April an, dass Stablecoins keine Zinsen zahlen dürfen, zumindest solange sie nicht von Banken ausgegeben werden. Diese Entscheidung hat im US-amerikanischen Kryptosektor große Empörung ausgelöst, wobei Brian Armstrong von Coinbase an vorderster Front dieses Konflikts steht.

Quelle: Journal du Coin

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