BlackRock & Co. beklagen Politisierung – nachdem sie selbst die Agenda vorangetrieben haben

von | 6. Sep. 2025

Bisher haben BlackRock & Co. die gesamte Agenda aktiv mitgetragen und wie ein verlängerter Arm des WEFs agiert. Nun kommt der Kurs aber ins Wanken – und plötzlich ist von „Politisierung“ die Rede. Vielleicht liegt das Problem aber weniger in der Politik, sondern vielmehr darin, dass BlackRock in die „falschen“ Firmen investiert hat, die nicht mehr in die neue Richtung passen – oder ganz einfach, dass ihnen Einflussmöglichkeiten abhanden kommen.

Und 40 Politikern, die sich laut dem folgenden Artikel mit Forderungen an die Vermögensverwalter gewandt haben, sollte wohl hoch klingen und Eindruck machen. Allerdings wird kein Zeitraum genannt, wir wissen also gar nicht, wie aktuell und konzentriert dieser scheinbare Druck wirklich ist.

Zum Thema Klimawandel gab es zudem gerade erst eine interessante Meldung auf tkp, die die ganzen Klima-Studien wieder einmal mehr ins Schwanken bringen: Am Dachstein in Österreich ist eine Liftanlage nach 50 Jahren aus dem angeblich „ewigen“ Eis wieder aufgetaucht. (Vgl. TKP)

BlackRock warnt: Öffentliche Rentenfonds durch „Politisierung“ in Gefahr

Alex Richardson – 1. September 2025

Die weltweit größte Vermögensverwaltungsgesellschaft warnt, dass Politisierung ein neues Risiko für öffentliche Rentenfonds darstellt.

In einem Schreiben, das Bloomberg vorliegt, erklärte S. Jane Moffat, Leiterin für staatliche und kommunale Angelegenheiten sowie öffentliche Politik bei BlackRock, dass Sparer und Rentner mit einem „besorgniserregenden“ neuen Trend konfrontiert sind. (Vgl. Bloomberg)

Die BlackRock-Managerin sagt, dass sowohl Demokraten als auch Republikaner von Vermögensverwaltern verlangen, ihre politischen Forderungen zu berücksichtigen und damit die Verwaltung öffentlicher Rentenfonds zu politisieren.

„Die Politisierung der Verwaltung von Rentenfonds kommt letztlich die Sparer und Rentner teuer zu stehen.“

Moffats Aussagen folgen auf Schreiben von mindestens 40 verschiedenen Politikern beider Parteien, die die Unternehmen drängen, ihre politischen Ansichten in den Anlagestrategien zu berücksichtigen. Während sich die Demokraten auf Themen wie den Klimawandel konzentrieren, forderten die Republikaner die Fonds auf, keine „spekulativen Vorhersagen“ über die Umwelt zu treffen.

Anfang dieses Jahres erklärte der niederländische Rentenfonds PME [großer niederländischer Pensionsfonds für die Metall- und Elektroindustrie] mit einem Volumen von 65 Milliarden US-Dollar, dass amerikanische Vermögensverwalter angeblich erhebliche Geschäfte riskieren, indem sie „dem Druck“ der Regierung von Präsident Donald Trump nachgeben und grundlegende Prinzipien verantwortungsvollen Investierens aufgeben. (Vgl. Bloomberg)

Daan Spaargaren, leitender Stratege für verantwortungsvolles Investieren bei PME, sagte:

[Amerikanische Vermögensverwalter] verurteilen nicht, was Trump tut, wie er agiert und wie er Themen wie den Klimawandel und die Demontage der Justiz behandelt. Wir sind darüber besorgt.“

Der PME warnte die amerikanische Investmentbranche, dass ein Einknicken vor Trump ihn dazu bringe, US-Investitionen noch einmal zu überdenken.

Spaargaren sagte, Trumps Handlungen, die Anlass zur Sorge geben, seien unter anderem Angriffe auf Richter, die Bekämpfung des Übergangs Amerikas zu saubereren Energien sowie die Abschaffung von Diversity-, Equity- und Inclusion-Politiken.

[Wenn Vermögensverwalter] ihre Interessen und ihre Strategien mit der aktuellen US-Regierung in Einklang bringen, dann legitimieren wir auch diese Schritte und Praktiken, indem wir ihnen unsere Gelder anvertrauen.“

Quelle: Dailyhodl

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