Am Tag vor Donald Trumps Parade zum 250-jährigen Jubiläum der US-Armee vereidigte die Armee vier Führungskräfte aus dem Silicon Valley als Oberstleutnants der Army Reserve als Teil ihrer neuen „Detachment 201: The Army’s Executive Innovation Corps”. (Vgl. U. S. Army) Die Armee erklärte, das Programm sei „darauf ausgelegt, modernstes technisches Fachwissen mit militärischer Innovation zu verbinden”.
Die neuen Oberstleutnants der Army Reserve sind Shyam Sankar, Chief Technology Officer bei Palantir, Andrew Bosworth, Chief Technology Officer bei Meta, Kevin Weil, Chief Product Officer bei OpenAI, und Bob McGrew, Berater bei Thinking Machines Lab und ehemaliger Chief Research Officer bei OpenAI.
Der Rang eines Oberstleutnants wird normalerweise an Offiziere verliehen, die seit zehn Jahren im Militärdienst sind. In dieser Position hat man in der Regel mehrere hundert Soldaten unter sich, aber von den Tech-Führungskräften wird nicht erwartet, dass sie traditionelle Formationen befehligen.
Die Armee hat erklärt, dass Detachment 201 sich darauf konzentriert, Führungskräfte aus dem Bereich Big Tech für eine Teilzeitbeschäftigung in der Army Reserve als Berater für „gezielte Projekte“ zu rekrutieren, um „schnelle und skalierbare technische Lösungen für komplexe Probleme zu entwickeln“. Detachment 201 ist Teil einer umfassenderen Initiative namens Army Transformation Initiative, deren Ziel es ist, die Armee „schlanker, intelligenter und schlagkräftiger“ zu machen. (Vgl. U. S. Army)
Oberst Dave Butler sagte, die vier Führungskräfte würden zwei Wochen lang eine Online- und Präsenzschulung in Fort Benning, Georgia, absolvieren. Der Schwerpunkt der Ausbildung liege auf körperlicher Fitness, Schießübungen und grundlegenden soldatischen Aufgaben. Sie würden nicht am traditionellen sechswöchigen Direct Commissioning Course der Armee in Fort Benning teilnehmen. (Vgl. Task & Purpose)
Andrew Bosworth behauptete zwar, dass 201 ein Verweis auf einen HTTP-Codierungsbefehl sei, der die Erstellung einer neuen Programmierressource anzeigt, doch erinnert der Name an „Event 201“, die Übung vom Oktober 2019, bei der simuliert wurde, wie die Welt reagieren würde, wenn eine Coronavirus-Pandemie den Planeten heimsuchen würde. Diese Simulation wurde von der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung, dem Johns Hopkins Center for Health Security und dem Weltwirtschaftsforum organisiert. (Vgl. The Last American Vagabond)
Die Ankündigung der Detachment 201 und die Vereidigung der vier Führungskräfte erfolgte während des 2025er Treffens der geheimnisumwitterten Bilderberg-Gruppe in Stockholm, Schweden. (Vgl. Bilderberg Meetings) Interessanterweise wurde das jährliche Treffen von Staatschefs, Führungskräften der Big Tech, Leitern von Unternehmen des militärisch-industriellen Komplexes und Handlangern der Bankenkaste von einem Lenkungsausschuss geleitet, dem Peter Thiel und Alex Karp, beide Mitbegründer von Palantir, angehörten. (Vgl. Bilderberg Meetings)
An der diesjährigen Konferenz nahm auch Michael Kratsios teil, (vgl. Bilderberg Meetings) Direktor des Büros für Wissenschafts- und Technologiepolitik im Weißen Haus und ein Vertrauter von Peter Thiel. (Vgl. Conscious Resistance) Weitere Führungskräfte aus dem Bereich Big Tech, die an der Konferenz in Stockholm teilnahmen, waren Satya Nadella, CEO von Microsoft, und Mustafa Suleyman, CEO von Microsoft AI.
Brian Schimpf, Mitbegründer und CEO von Anduril Industries – einem weiteren von Peter Thiel finanzierten Projekt – war ebenfalls in Stockholm anwesend. Anduril und Meta haben kürzlich eine Partnerschaft mit dem US-Militär im Bereich Augmented und Virtual Reality bekannt gegeben. (Vgl. Anduril) Andrew Bosworth, einer der frischgebackenen Oberstleutnants der Army Reserve, sagte, die nationale Sicherheit der USA würde „enorm davon profitieren, wenn die amerikanische Industrie diese Technologien zum Leben erweckt“.
Zusammengenommen stellen die Ankündigung von Detachment 201, die Partnerschaft zwischen dem US-Militär, Meta und Anduril im Bereich Augmented und Virtual Reality sowie die Präsenz dieser Unternehmen bei den Bilderberg-Gesprächen den jüngsten Schritt in der Verschmelzung von Big Tech und Militär dar. Dies ist ein weiterer Schritt in Richtung eines technokratischen Staates, in dem Ingenieure die Zukunft der Nationalstaaten und ihrer weitgehend unwissenden Bevölkerung lenken.
Wenn wir noch Hoffnung haben wollen, frei außerhalb dieser techno-feudalistischen Sklavensysteme zu leben, müssen wir Schritte unternehmen, um uns aus dem digitalen Gulag zu befreien und auszusteigen, bevor es zu spät ist. (Vgl. Conscious Resistance)
Quelle: The Free Thought Project
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