BRISANT – Professorin für Nanotechnologie widerlegt Mainstream-Wissenschaft: „Das Bewusstsein kam zuerst, Strukturen wie Zeit, Raum und Materie erst danach“

von | 14. März 2026

Eine Physikerin vertritt die Ansicht, dass das Bewusstsein die grundlegende Basis der Realität ist, aus der Materie und Raumzeit hervorgehen.

Was wäre, wenn die physische Welt nicht der Ausgangspunkt der Existenz wäre, sondern etwas, das aus einer tieferen Ebene der Realität hervorgeht? Ein neues theoretisches Modell geht davon aus, dass das Bewusstsein mehr sein könnte als nur ein Produkt des Gehirns – es könnte die Grundlage sein, aus der Raum, Zeit und Materie hervorgehen.
Bildquelle: Shutterstock

Was wäre, wenn das Bewusstsein nicht vom Gehirn erzeugt würde, sondern vielmehr die Grundlage der Realität selbst bildet? Das ist die Prämisse eines neuen theoretischen Modells, das Maria Strømme, Professorin für Materialwissenschaften an der Universität Uppsala, in der Fachzeitschrift AIP Advances vorgestellt hat. In ihrem Modell existiert das Bewusstsein zuerst, und Zeit, Raum und Materie entstehen daraus.

Strømme ist vor allem für ihre Arbeit in der Nanotechnologie bekannt, wo sie Materialien im extrem kleinen Maßstab untersucht. In dieser neuen Arbeit verlagert sie ihren Fokus auf die größtmöglichen Fragen, darunter den Ursprung und die Struktur des Universums. Anstatt das Bewusstsein als Nebeneffekt neuronaler Aktivität zu betrachten, beschreibt sie es als ein grundlegendes Feld, das allem zugrunde liegt, was wir beobachten, einschließlich physikalischer Materie und des Zeitflusses.

Ist dies eine völlig neue Theorie darüber, wie die Realität und das Universum aufgebaut sind?

Ja, das könnte man so sagen. Vor allem aber ist es eine Theorie, in der das Bewusstsein an erster Stelle steht und Strukturen wie Zeit, Raum und Materie erst danach entstehen. Es ist ein sehr ehrgeiziger Versuch, zu beschreiben, wie unsere erlebte Realität funktioniert. Physiker wie Einstein, Schrödinger, Heisenberg und Planck haben ähnliche Ideen erforscht, und ich baue auf mehreren der Wege auf, die sie eröffnet haben“, sagt Strømme.

Maria Strømme, Professorin für Materialwissenschaften.
Bildquelle: Universität Uppsala

Die Vereinigung von Quantenphysik und Philosophie

Über viele Jahre hinweg hat Strømme ein quantenmechanisches Modell entwickelt, das die moderne Physik mit nicht-dualen philosophischen Traditionen verbindet. Die Kernidee besteht darin, dass das Bewusstsein die grundlegendste Komponente der Existenz ist und dass individuelle Bewusstseinszustände Ausdruck eines größeren, gemeinsamen Feldes sind.

In diesem Rahmen werden Erfahrungen, die oft als unerklärlich oder ungewöhnlich bezeichnet werden – darunter Telepathie oder Nahtoderfahrungen –, nicht als übernatürliche Ereignisse interpretiert, sondern als mögliche Ausprägungen dieses miteinander verbundenen Feldes.

Mein Ziel war es, dies mit der Sprache der Physik und mathematischen Werkzeugen zu beschreiben. Sind diese Phänomene wirklich mystisch? Oder gibt es einfach eine Entdeckung, die wir noch nicht gemacht haben, und wenn wir sie machen, wird dies zu einem Paradigmenwechsel führen?

Strømme vergleicht ihren Vorschlag mit früheren Wendepunkten in der Wissenschaftsgeschichte. Die Menschheit glaubte einst, die Erde sei flach, und ging später davon aus, dass sich die Sonne um die Erde drehe. Beide Ansichten wurden schließlich durch Modelle ersetzt, die das Verständnis der Menschen von ihrem Platz im Kosmos neu prägten.

Maria Strømme stellt eine Theorie vor, nach der das Bewusstsein an erster Stelle steht und Strukturen wie Zeit, Raum und Materie erst danach entstehen. Quelle: AIP Advances

Ein neues Bild vom Wesen der Realität

Sie vermutet, dass ihre Theorie einen ähnlichen Wandel darstellen könnte. Die Arbeit skizziert mehrere Vorhersagen, die grundsätzlich in der Physik, den Neurowissenschaften und der Kosmologie überprüft werden könnten. Damit geht sie weit über ihr traditionelles Fachgebiet der Materialwissenschaften hinaus und wendet sich Fragen zum Bewusstsein und zur Struktur des Universums zu.

Das Modell geht zudem davon aus, dass das individuelle Bewusstsein nicht mit dem Tod endet, sondern in das umfassendere Feld zurückkehrt, aus dem es hervorgegangen ist. Strømme drückt diese Idee eher mit quantenmechanischen Konzepten als mit religiöser Sprache aus.

Ich bin Materialwissenschaftlerin und Ingenieurin, daher bin ich es gewohnt, Materie als etwas Grundlegendes zu betrachten. Doch nach diesem Modell ist Materie zweitrangig – vieles, was wir erleben, ist Repräsentation oder Illusion“, sagt Strømme.

Eine Theorie, die Wissenschaft und altes Wissen miteinander in Einklang bringt

Obwohl die Arbeit ausschließlich auf mathematischen Überlegungen basiert, erkennt Strømme Ähnlichkeiten mit Themen, die in den großen religiösen und philosophischen Traditionen zu finden sind.

Die Texte der großen Religionen – wie die Bibel, der Koran und die Veden – beschreiben oft ein miteinander verbundenes Bewusstsein. Diejenigen, die sie verfassten, nutzten metaphorische Sprache, um Erkenntnisse über das Wesen der Realität auszudrücken. Frühe Quantenphysiker gelangten ihrerseits mit wissenschaftlichen Methoden zu ähnlichen Ideen. Nun ist es an der Zeit, dass die Hardcore-Wissenschaft – also die moderne Naturwissenschaft – ernsthaft beginnt, dies zu erforschen“, sagt sie.

Referenz: “Universal consciousness as foundational field: A theoretical bridge between quantum physics and non-dual philosophy” by Maria Strømme, 13 November 2025, AIP Advances.

Quelle: SciTechDaily

Telegram zensiert nicht! Wenn du diese Information wichtig findest, kannst du Legitim auf Telegram kostenlos abonnieren: hier anmelden (Telegram herunterladen)

Legitim-Newsletter

 

Abonniere den Newsletter,


um die wichtigsten Updates per E-Mail zu erhalten!

Du hast dich erfolgreich angemeldet - danke!