Das unerklärliche Versagen des westlichen Feminismus, wenn er am meisten gebraucht wird

von | 4. Dez 2023

Am 25. November starteten die Vereinten Nationen ihre jährliche Aktion „Sechzehn Tage gegen geschlechtsspezifische Gewalt an Frauen und Mädchen“. Diese Aktion wird bis zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, fortgesetzt. (Vgl. UN Women)

Die Teilnehmer sind die Feministinnen bei der UNO. Sie leiten auch Nicht-Regierungsorganisationen, besetzen Lehrstühle bei Stiftungen, Menschenrechtsorganisationen, nationalen Frauenorganisationen und Lehrstühlen für Frauen- und Geschlechterstudien. Und sie sind prominente Sprecher in den Medien. Acht Wochen lang haben sie zu den völkermörderischen Vergewaltigungen von israelischen Frauen am 7. Oktober geschwiegen.

Einige dieser Frauen führten einst mutige und entschlossene Kämpfe gegen Vergewaltigung, Inzest und häusliche Gewalt, unterstützten die „#MeToo“-Bewegung. Sie verurteilten die Vergewaltigungen von Frauen in Bosnien, Ruanda, im Sudan und die von der ISIS entführten Jesidinnen. Zudem unterstützten sie die Idee, dass Vergewaltigung ein Kriegsverbrechen ist, zumindest in einem Kampfgebiet. (Vgl. WWC)

Diese einst visionären Feministinnen haben jedoch nicht nur israelische Frauen verraten – sie haben auch farbige Frauen verraten, die unter der Scharia leben.

Die meisten von ihnen haben über die normalisierte Misshandlung von muslimischen Frauen in muslimischen Ländern und Gemeinschaften einfach geschwiegen. Sie haben keine Kampagnen zur Beendigung der Zwangsverschleierung, der Polygamie, der Kinderheirat, des routinemäßigen Mädchen- und Frauenmordes oder der Ehrenmorde (Femizide) organisiert, weder im Ausland noch im Westen.

Und warum? Obwohl es sich bei den Opfern solcher Ungerechtigkeiten in erster Linie um farbige Frauen handelt, sind westliche Feministinnen sehr vorsichtig. Sie klagen farbige Männer, vor allem Männer, deren Länder einst kolonisiert wurden, nicht an. Sie befürchten, dass dies als „rassistisch“ angesehen werden könnte, oder „islamophob“.

Schlimmer noch, einige Feministinnen im Westen haben das erzwungene Tragen des islamischen Schleiers sogar als eine Form des antikolonialen Widerstands verherrlicht. (vgl. Academia) Während des „Women’s March“ in Washington haben einige Frauen Hijab aus amerikanischen Flaggen gebastelt. Bei vielen Anti-Israel-Kundgebungen und -Märschen tragen sowohl Frauen als auch Männer, Linke und Muslime, palästinensische Keffiyehs (Kopftücher), um ihre Unterstützung für die Unterdrückung der Frauen zu signalisieren. (Vgl. The Guardian)

Sie tun dies, obwohl die mutigen Mädchen und Frauen in Afghanistan und im Iran den Tod riskieren. (vgl. Womens Art) Sie kämpfen für das Recht, vom Staat, den Mullahs oder ihren Familien nicht gezwungen zu werden, Hijab, Niqab oder Burka zu tragen. Diese Frauen und ihre männlichen Verbündeten haben Demonstrationen angeführt, für die sie verprügelt, verhaftet, vergewaltigt und ermordet wurden. (Vgl. The Iran Primer)

Ich habe vier wissenschaftliche (vgl. Middle East Forum) Studien (vgl. Middle East Forum) über Ehrenmorde durchgeführt (vgl. Middle East Forum) und veröffentlicht. (vgl. Middle East Forum) Die meisten akademischen Feministinnen im Westen, einschließlich unserer Ikonen, haben diese Arbeit über Femizid nie anerkannt. Einige meiner ersten Erkenntnisse habe ich 2008 auf einer G8-Konferenz in Rom und 2010 vor dem Obersten Gerichtshof in New York vorgetragen. Diese Arbeit qualifizierte mich auch als Sachverständige in Fällen, in denen Frauen auf der Flucht vor der Bedrohung durch Ehrenmorde in Amerika politisches Asyl beantragen.

Meine stärksten Unterstützer und diejenigen, die diese Arbeit tatsächlich lesen, zitieren und verwenden, sind natürlich farbige Frauen und Männer, die im arabischen Nahen Osten und in Zentralasien (Pakistan, Türkei, Afghanistan, Indien usw.) leben. Vor langer Zeit wurde ich einmal in Kabul gefangen gehalten. Ich war freiwillig, aber unklugerweise als Braut dorthin gegangen, und ich fand mich im 10. Jahrhundert gefangen, ohne einen Pass zurück in die Zukunft. (Vgl. An American Bride in Kabul)

Als meine Freundin und Kollegin Mandy Sanghera – die britisch-indische Menschenrechtsaktivistin – anrief und mich fragte, ob ich ein Basisteam zur Rettung von Frauen aus Afghanistan mitanführen wolle, sagte ich:

Auf diese Gelegenheit warte ich schon seit Jahrzehnten.

Gemeinsam hat unser Team im Jahr 2021 400 afghanische Frauen gerettet. Ich habe persönlich die Verantwortung für eine brilliante junge afghanische Frau übernommen, die jetzt an einer amerikanischen Hochschule erfolgreich studiert. (Vgl. The English Review)

Das nennt man Schwesternschaft! Als Mandy erfuhr, dass mein Vortrag über meine Studien zum Thema Ehrenmord von einer amerikanischen juristischen Fakultät abgesagt worden war, berief sie kurzerhand eine Diskussionsrunde zu diesem Thema am „University College“ London ein. Sie wollte, dass ich meine Ergebnisse präsentiere.

Damals sagte sie:

Ich kann nicht akzeptieren, dass eine so wichtige Arbeit so entehrt wird.

Die gute Nachricht ist: Feminismus gibt es auch unter farbigen Gemeinschaften, einschließlich muslimischer, hinduistischer und Sikh-Antiislamisten im Westen und im Ausland. Tatsächlich sind es vor allem antiislamistische muslimische Feministinnen und Feministen, sowohl Frauen als auch Männer, die im Namen der muslimischen Frauen Alarm schlagen. Wie die israelischen Frauen sind auch sie frustriert und verwundert über das westliche feministische Schweigen zur islamischen Geschlechterapartheid. Ich hatte das Privileg, viele dieser Helden zu kennen und mit ihnen zu arbeiten.

2008 stellte ich in Rom auf einer G8-Konferenz meine vorläufigen Ergebnisse vor. Ich hatte die Ehre, mich mit einer Gruppe muslimischer Feministinnen, sowohl religiöser als auch säkularer, über unsere vielen gemeinsamen Anliegen auszutauschen. Sie erzählten mir, dass sie sich von westlichen Feministinnen „im Stich gelassen“ fühlten. Sie weigerten sich, zu Themen wie Ehrenmord, Zwangsverschleierung und der Unterordnung von Frauen Stellung zu beziehen, damit sie nicht als „Rassisten“ oder „Islamophobe“ gelten würden. Viele dieser Frauen trugen einen Hidschab (Kopftuch), und sie alle waren furchtlos, energiegeladen und fabelhaft feministisch.

Dort traf ich zum ersten Mal die türkisch-deutsche feministische Anwältin und heutige Imamin, Seyran Ates, (Vgl. Integral Film)

Seyrans Einsatz für muslimische Frauen hat ihr den Hass der männlichen (und weiblichen) Islamisten eingebracht. Im Jahr 1984 wurde sie dreimal angeschossen, weil sie misshandelten muslimischen Mädchen Rechtsbeistand leistete. Ihre Klientin, eine 15-Jährige, wurde ermordet. Seyran zeigte sich bestürzt darüber, dass ihre Arbeit nicht nur von muslimischen Fundamentalisten verfolgt, sondern auch von westlichen Linken und Feministinnen diskreditiert wurde.

Sie sagte:

Sie bezeichnen mich auch als Rassistin und Islamhasserin, dabei bin ich eine gläubige Muslimin.

Seyran ist nicht allein. Ich spreche auch von Qanta Ahmed (vgl. In the Land of Invisible Women), Dalia Al-Aquidi (vgl. daliaforcongress), Ayaan Hirsi Ali, Soraya Deen (vgl. muslimwomenspeakers), Manda Ervin (vgl. The Ladies‘ Secret Society), Yasmine Mohammed (vgl. Unveiled), Asra Nomani (vgl. Standing Alone) und Raheel Raza. Es gibt auch muslimische und ehemalige muslimische Männer, die sich für die Rechte der Frauen in der muslimischen Welt einsetzen, wie Ali Alyami (vgl. CDHR), Bassem Eid, Zhudi Jasser (vgl. A battle for the Soul of Islam), Khaled Abu Tomeh (vgl. The Jerusalem Post) und Ibn Warraq. (Vgl. Why I am not A Muslim)

Sie alle schreiben Artikel, sie veröffentlichen Bücher, sie treten in den Medien auf. Bitte verfolgen Sie sie. Ich fühle mich geehrt, als eines der Gründungsmitglieder der „Clarity Coalition – Champions for Liberty Against The Reality of Islamist Tyranny“ zu ihnen zu gehören.

Diese Koalition hat sowohl den Dschihad als auch den Terroranschlag der Hamas gegen Israel öffentlich verurteilt. Sie alle verteidigen die westliche Zivilisation und die universellen, post-aufklärerischen Werte. Ich stehe an ihrer Seite. Dies sind die Feministinnen, die ich als solche anerkenne. Die Welt von heute braucht einen echten Feminismus wie nie zuvor. Eine politisch korrekte, identitätsbesessene Version des Marxismus wird nicht ausreichen.

Quelle: RealClear Wire

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