Der „Preisschock“ beginnt gerade erst: Die deutsche Industrie zahlt 40 % mehr für Energie als vor der Krise

von | 1. Feb 2023

Im August 2022 veröffentlichte der Repo-Guru Zoltan Pozsar ein faszinierendes Diagramm, das zeigt, wie „2 Billionen Dollar des deutschen Wertes von 20 Milliarden Dollar russischen Gases abhängen“, oder genauer gesagt, wie Deutschland eine etwa 100-fache Hebelwirkung – viel mehr als Lehman – auf billige Rohstoffe, vor allem russisches Gas, angewandt hat, um sein exportgetriebenes Wirtschaftswunder jahrzehntelang billig zu betreiben.

Deutschlands „Hebelwirkung“ bei Rohstoffen (Klick auf das Bild für grössere Ansicht):

Und mit dem Wegfall von Russlands billigem Gas für die absehbare Zukunft ist auch Deutschlands enormer operativer Einfluss dahin. Das bedeutet, dass die Gewinnspannen in den kommenden Jahren unter Druck geraten werden.

Ein Beweis dafür ist eine am Montag von Allianz Trade veröffentlichte Studie, die sich auf auslaufende Verträge und verzögerte Auswirkungen auf die Grosshandelspreise beruft und laut Reuters zu dem Ergebnis kommt, dass die deutsche Industrie im Jahr 2023 etwa 40 % mehr für Energie zahlen wird als im Jahr 2021, also vor der durch den Einmarsch Russlands in der Ukraine ausgelösten Energiekrise.

„Der grosse Energiepreisschock steht den europäischen Unternehmen noch bevor“, so Allianz Trade, der Kreditversicherer, der letztes Jahr seinen Namen von Euler Hermes geändert hat.

Zur Erinnerung: Im Jahr 2022 konnten die höheren Stromrechnungen der Unternehmen eingedämmt werden, da lange Durchlaufzeiten auf den Grosshandelsmärkten und staatliche Interventionen die unmittelbaren Auswirkungen des Preisanstiegs abfederten, als Russland die Brennstoffexporte in den Westen einschränkte. Die sich daraus ergebenden Haushaltsdefizite wurden umgehend von der EZB finanziert, was bedeutete, dass Christine Lagarde trotz aller Beteuerungen Putins Bargeldaufstockung direkt finanzierte.

Das bedeutet, dass die Preiserhöhungen bald die Unternehmensgewinne in ganz Europa um 1-1,5 % drücken und zu geringeren Investitionen führen werden, die sich im Falle Deutschlands auf 25 Milliarden Euro (27 Milliarden Dollar) belaufen würden, schätzt Allianz Trade.

Der Silberstreifen am Horizont ist, dass die deutschen Unternehmen finanziell solide dastehen, wobei eine staatlich verordnete Gaspreisobergrenze helfen würde (sofern sie die Lage nicht noch viel schlimmer macht).

Gleichzeitig seien die Befürchtungen, die Krise könne zu einer De-Industrialisierung und einem Verlust der Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den Vereinigten Staaten führen, übertrieben, da sich Arbeitskosten und Wechselkurse stärker auf das verarbeitende Gewerbe auswirken als die Energiepreise, heisst es in der Studie. Auch wenn die Exporteure in Bereichen wie Agrar- und Ernährungswirtschaft, Maschinen, Elektrogeräte, Metalle und Verkehr Marktanteile verloren haben, waren die relativen Nutzniesser eher die Asiaten, die Länder des Nahen Ostens und die Afrikaner und nicht die Amerikaner, so die Studie weiter.

Unterdessen teilte das Wirtschaftsministerium am Samstag mit, dass die Einmalzahlung der deutschen Regierung zur Unterstützung von Privathaushalten und kleinen Unternehmen bei den Gaspreisen – die erste Stufe eines Pakets, das durch rückwirkende Preisobergrenzen ab März ergänzt wird – bisher 4,3 Milliarden Euro gekostet hat.

Berlin hat 12 Milliarden Euro für die Zahlung vorgesehen, aber das Ministerium sagte, dass 4,3 Milliarden Euro nicht die endgültigen Kosten seien, da viele in Frage kommende Unternehmen die Hilfe noch nicht beantragt hätten. Sie haben bis Ende Februar Zeit, einen Antrag zu stellen, und angesichts der enormen Verluste, die ihnen noch bevorstehen, werden sie das auch tun.

Der Originalartikel von Tyler Durden wurde am 31. Januar 2023 auf ZeroHedge veröffentlicht.

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