Deutschland und die 45.000 Bitcoin: Kurzfristiger Verkauf oder Weichenstellung für die Zukunft?

von | 17. Sep. 2025

Viele erinnern sich an 2024, als Deutschland eine große Anzahl beschlagnahmter Bitcoin verkauft hat. Der Zeitpunkt war sehr interessant und hat den Kurs von Bitcoin mit beeinflusst. Die Beiträge zu diesem Thema finden sich in den Artikelbeschreibungen. Nun hat die Analysefirma Arkham weitere 45.000 Bitcoin entdeckt, die übersehen wurden – oder wie auch immer. Bei diesen Größenordnungen ist es selten, dass im Hintergrund nichts passiert, um Einfluss zu nehmen – und von einem Kurswechsel sind wir wahrscheinlich weit entfernt.

Wie Deutschlands verpasster Bitcoin-Schatz die nächste große BTC-Bewegung bestimmen kann

Wenn Deutschland erneut verkauft, könnte der Preis von Bitcoin (BTC) kurzfristig gedeckelt sein.

Benjamin Njiri – 07. September 2025

Zentrale Erkenntnisse

  • Die deutschen Behörden haben rund 45.000 Bitcoin aus der Piraterie-Plattform Movie2K verpasst. Sollte es zu einer Beschlagnahmung und anschließenden Veräußerung kommen, könnten etwa 5 Milliarden US-Dollar an zusätzlichem Angebot auf den Markt treffen.
  • Deutschland hat bereits 2024 seine beschlagnahmten Bitcoin-Bestände verkauft – kurz bevor sich der Preis verdoppelte.
  • Nun stellt sich die Frage: Wird Deutschland denselben Fehler wiederholen und damit den Markt beeinflussen?

Deutschlands verpasste Bitcoin-Chance

Laut der Blockchain-Analysefirma Arkham verpassten die deutschen Behörden den Zugriff auf 45.000 Bitcoin im Wert von etwa 5 Milliarden US-Dollar. Diese Bitcoin sollen mit illegalen Film-Piraterie-Aktivitäten der Plattform Movie2K in Verbindung stehen.

Die Analysefirma fügte hinzu, dass die Vermögenswerte auf über 100 Wallets verteilt seien und sich „höchstwahrscheinlich noch immer unter der Kontrolle der Movie2K-Betreiber“ befinden.

Wir haben einen weiteren Cluster von Bitcoin gefunden, der mit früheren Bewegungen und Adressen von Movie2K in Verbindung steht und sich auf insgesamt etwa 45.000 BTC (derzeit im Wert von 4,99 Milliarden US-Dollar) beläuft.
Dieser steht höchstwahrscheinlich noch immer unter der Kontrolle der Movie2K-Betreiber. Er wurde seit 2019 nicht bewegt und ist auf über 100 Bitcoin-Wallets verteilt.
In der Stellungnahme der deutschen Regierung wurde dieser zusätzliche Bitcoin-Bestand nicht erwähnt, und er war nicht Teil des „Notverkaufs“.

Über 2 Milliarden US-Dollar liegen gelassen

Bereits 2024 verkauften die deutschen Behörden 49.858 Bitcoin, die zuvor von den Movie2K-Betreibern „freiwillig“ abgegeben wurden. Damals lag der Preis von Bitcoin unter 60.000 US-Dollar – und der Verkauf drückte den Marktpreis für eine gewisse Zeit.

Fast ein Jahr später stieg der Bitcoin-Kurs jedoch um das Doppelte auf 124.000 US-Dollar. Damit hätten die Behörden den Gewinn von 2,89 Milliarden US-Dollar verdoppeln können, stattdessen entgingen ihnen über 2 Milliarden US-Dollar.

Einige deutsche Abgeordnete hatten die Regierung damals aufgefordert, mit den beschlagnahmten Vermögenswerten eine strategische Bitcoin-Reserve aufzubauen. Doch die Bitten verhallten ungehört.

Werden sie diesmal zuhören? Oder wird der gesamte Bestand von 45.000 BTC, den Arkham gefunden hat, sofort nach der Beschlagnahmung verkauft?

Quelle: Arkham

Zur Einordnung: Der Ausverkauf in Deutschland Mitte 2024 fiel mit einer fünfmonatigen Konsolidierungsphase von Bitcoin (BTC) zusammen. Im Juni 2024 fiel BTC sogar um rund 25 %, unter anderem aufgrund des Verkaufsdrucks aus Deutschland.

Es bleibt abzuwarten, ob die deutschen Behörden den Erkenntnissen von Arkham folgen und die Vermögenswerte beschlagnahmen werden.

BTC/USD, TradingView

Quelle: AMBCrypto

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