Deutschlands industrieller Kern bricht unter dem US-Handelsabkommen und der grünen Agenda zusammen

von | 16. Aug. 2025

Das asymmetrische Handelsabkommen zwischen der EU und den USA wird die Rezession in Deutschland weiter verschärfen. Dennoch zeigen weder Politiker noch Unternehmensführer Bereitschaft, die für eine Trendwende erforderlichen politischen Kursänderungen vorzunehmen.

Die Wirtschaftsdaten Deutschlands lassen keinen Raum für Illusionen. Nach einem Rückgang um 0,9 % im Jahr 2023 und weiteren 0,5 % im vergangenen Jahr wird sich der Abschwung in diesem Jahr fortsetzen.

Der Maschinenraum ist gesprengt

Gerade die Branchen, die den deutschen Wohlstand jahrzehntelang getragen haben – Automobil, Bau, Maschinenbau –, stehen unter massivem Druck. Ohne die künstliche Stützung durch staatliche Ausgaben, die mittlerweile die Hälfte des BIP ausmachen, dürfte die Privatwirtschaft in diesem Jahr um 4 bis 5 % schrumpfen.

Seit 2018 ist die Gesamtproduktivität stetig zurückgegangen. Dies ist auch ein soziales Problem: Deutschland nimmt Hunderttausende von Sozialmigranten in seine Sozialsysteme auf, doch die Wirtschaft müsste boomen, um den Pro-Kopf-Wohlstand nicht sinken zu lassen.

Eine neue Umfrage der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) bestätigt, was bereits offensichtlich war: Das Handelsabkommen zwischen der EU und den USA wird insbesondere die exportorientierte Wirtschaft Deutschlands beeinträchtigen.

Der Umfrage zufolge rechnen 58 % der Unternehmen mit zusätzlichen Belastungen, bei Unternehmen mit direkten Geschäftsbeziehungen zu den USA sind es sogar 74 %. Nur 5 % erwarten Vorteile.

„Dieses Abkommen mag politisch notwendig gewesen sein, aber für viele deutsche Unternehmen ist es eine bittere Pille“, sagte DIHK-Chefin Helena Melnikov. „Höhere Zölle, mehr Bürokratie, sinkende Wettbewerbsfähigkeit“ – das ist der Preis für den diplomatischen Waffenstillstand zwischen Washington und Brüssel.

Seit Donnerstag gilt ein allgemeiner Zollsatz von 15 % auf Exporte in die USA, von dem Automobil- und Maschinenbauunternehmen am stärksten betroffen sind. 89 % der US-orientierten Unternehmen melden unmittelbare Nachteile, 72 % befürchten weitere Zollerhöhungen, 80 % sorgen sich um politische Willkür im transatlantischen Handel und mehr als die Hälfte plant, ihre Aktivitäten in den USA zurückzufahren.

Die Konjunktur war bereits schwach

In ihrer Umfrage vom Mai unter mehr als 21.000 Unternehmen gaben nur 23 % positive Konjunkturerwartungen an – ein Rückgang um fünf Prozentpunkte –, während 30 % mit einer Verschlechterung rechnen. In der Industrie rechnet jeder Dritte mit weniger Aufträgen.

Nur 19 % planen, ihre Investitionen zu erhöhen, während etwa ein Drittel Kürzungen plant. Hohe Energiepreise, Arbeitskräftemangel und politische Unsicherheit werden als Hauptbremsen angesehen. Der DIHK prognostiziert für 2025 eine Rezession von 0,3 %, aber bereinigt um die Staatsausgaben liegt der reale Rückgang eher bei 4–5 %.

Tägliche Umfragen bestätigen das gleiche Bild: Deutschland wird deindustrialisiert und verliert Hunderttausende von Arbeitsplätzen in Kernbranchen. Die bereits abzeichnenden Defizite der Sozialversicherung sind nur der Anfang. Dennoch weigern sich sowohl Politik als auch Wirtschaft, eine ehrliche Diagnose zu stellen.

Die grüne Agenda bleibt unantastbar. Die Energiekosten für die deutsche Industrie sind bis zu dreimal so hoch wie für US-Konkurrenten und doppelt so hoch wie für französische Unternehmen, was energieintensive Branchen aus dem Land drängt. (Vgl. Prognos)

Tanz um das goldene Kalb

Niemand wagt es, die Klimapolitik Brüssels offen in Frage zu stellen. Eine seltene Ausnahme bildete der Juni, als eine Gruppe von Betriebsratsvertretern einen offenen Brief an die Bundeskanzlerin schrieb und darin die grüne Agenda als Hauptursache für den Niedergang nannte. (Vgl. Welt)

Die meisten CEOs weichen jedoch der Frage aus. Mercedes-Benz-Chef Ola Källenius führt „schwache Nachfrage, hohe Produktionskosten und Unsicherheit hinsichtlich der US-Zölle” als Gründe für sinkende Margen an – ignoriert jedoch die Rolle der grünen Agenda.

VW-Chef Oliver Blume fordert niedrigere Energiepreise und Steueranreize für Elektroautos – im Wesentlichen also mehr Subventionen, um den Übergang am Leben zu erhalten.

Die Unternehmensführung ist mittlerweile ideologisch mit der grünen Agenda verschmolzen. Die Energiewende hat die industrielle Basis Deutschlands erschüttert: Branchen wie das Baugewerbe und die Automobilindustrie sind völlig aus der Bahn geworfen worden.

Eine gespaltene Wirtschaft

Veranstaltungen wie der „Made for Germany”-Kaffeeklatsch zwischen 61 CEOs und der Bundeskanzlerin sind symbolisch für eine korporatistische Denkweise. (Vgl. EuroNews) Große Unternehmen können ihre Produktion anpassen oder verlagern, um Vorschriften zu umgehen, aber kleine und mittlere Unternehmen – der Mittelstand – werden erdrückt.

Der bürokratische Aufwand der grünen Agenda räumt letztlich den Weg für große Unternehmen frei, indem kleinere Wettbewerber ausgeschaltet werden.

Der Mittelstand hat keine politische Rückendeckung, und viele kämpfen täglich ums Überleben – oft mit dem Konkurs als Folge. Im ersten Halbjahr 2025 stiegen die Insolvenzen gegenüber dem Vorjahr um 9,4 % auf 11.900 Unternehmen.

Von einem Kurswechsel in der Klimapolitik ist noch nichts zu sehen. Die deutsche Wirtschaftselite hat es versäumt, die Initiative zu ergreifen, um einen politischen Wandel zu erzwingen. Deutschland steuert auf einen heißen Herbst zu – wirtschaftlich und gesellschaftlich.

Quelle: ZeroHedge

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