Es gibt eine Veröffentlichung des RKI (Robert-Koch-Institut) zum Thema „Hitze und Übersterblichkeit in Deutschland“.
Darin wird auch die Methodik erläutert: Kalenderwochen mit einer Durchschnittstemperatur über 20 °C werden herausgefiltert, und anschließend werden die vom Statistischen Bundesamt für diese Zeiträume bereitgestellten Zahlen zur Übersterblichkeit als „Hitzetote“ ausgewiesen.
Das „Modell“ ist einfach und liefert die gewünschten Ergebnisse: In diesem Jahr wurden bis zur Kalenderwoche 29 bereits fast 10.000 hitzebedingte Todesfälle verzeichnet. Eine Unterscheidung zwischen „an der Hitze“ oder „mit der Hitze“ wird nicht einmal versucht (genau wie bei den Covid-19-Todesfällen), obwohl dies für die Beurteilung der tatsächlichen Todesursache von großer Bedeutung sein könnte. Die Schlagzeile steht fest und wird eifrig zitiert.
Die dritte Abbildung des RKI zeigt die Todesfälle pro Jahr ab 2016. Sie treten in den Sommermonaten auf. Was könnte naheliegender sein, als ein (ebenso) einfaches Modell zu erstellen, das die jährlichen Todesfallzahlen direkt mit den durchschnittlichen Sommertemperaturen verknüpft? Auch dieses „Modell“ berücksichtigt weder die tatsächliche Physiologie noch die realen Auswirkungen von Hitze auf den Menschen.
Wann ist Hitze tatsächlich lebensbedrohlich?
Hierfür gibt es die „Feuchtkugeltemperatur“. Sie können diese selbst ermitteln: Wickeln Sie ein feuchtes Tuch um ein Thermometer. Es kommt zu Verdunstung, die eine Abkühlung bewirkt. Wie stark die Abkühlung ausfällt, hängt von der Luftfeuchtigkeit der Umgebungsluft ab. Dieser Messwert erfasst beides, und ab etwa 30 °C auf einem so vorbereiteten Thermometer wird es für den Menschen kritisch, da die Thermoregulation (das Schwitzen) nicht mehr ausreichend funktionieren kann.
Was sind realistische Werte? Am 30. Juli 2026 um 16:00 Uhr wurden in Berlin 37 °C bei einem Taupunkt von 12 °C gemessen. Die Feuchtkugeltemperatur betrug 21 °C. Das lag etwa 9 °C unterhalb der kritischen Schwelle. Die Hitze war NICHT lebensbedrohlich, da die Luft zu trocken war, sodass die Thermoregulation effektiv funktionieren konnte. Das RKI berücksichtigt all dies nicht; es verwendet ausschließlich die „mittlere Lufttemperatur“.
Nun gut, das RKI-„Modell“ für die Jahreszahlen lässt sich in nur wenigen Minuten nachbilden.
Die vom RKI zugrunde gelegten Daten zu den Todesfällen können hier heruntergeladen werden. Interessant sind dabei nur die Zahlen für Deutschland. Nun benötigt man lediglich die „durchschnittlichen Sommertemperaturen“ des DWD (Deutscher Wetterdienst).
Anhand der Daten für den Zeitraum 2016–2025 lässt sich im Handumdrehen ein Streudiagramm erstellen:

Tatsächlich hängt die Zahl der Todesfälle zu 81 % von den Durchschnittstemperaturen ab (R-Quadrat). Aus der Geradengleichung im Diagramm lässt sich ein Instrument ableiten, mit dem sich die RKI-Zahlen nachbilden lassen:

Die Korrelation ist ausreichend; der mittlere Fehler beträgt lediglich 21 %.
Nun lässt sich dieses „Modell“ ab dem Jahr 1950 anwenden. Demnach stirbt niemand „an“ der Hitze bei einer mittleren Sommertemperatur unter 17,4 °C. Oberhalb dieses Wertes ist dies jedoch der Fall! Allerdings sagen Durchschnittstemperaturen so gut wie nichts über die tatsächliche „Hitze“ an einzelnen Tagen aus.

Bis zum Jahr 2025 liegt das Jahr 2003 mit fast 8.700 hitzebedingten Todesfällen an der Spitze – nur hat das RKI dies bislang noch nicht bemerkt. Nach dieser Logik wurden seit 1950 insgesamt rund 72.000 Menschen zu „Hitzetoten“.
So viel zu dem „Modell“, das auf einer einfachen linearen Regression basiert. Es verknüpft lediglich Durchschnittstemperaturen mit „Hitzetoten“ und stimmt sehr gut mit dem Modell des RKI sowie dessen angegebenen Unsicherheiten überein.
Reines statistisches Artefakt
Beiden ist gemeinsam, dass sie nichts – absolut nichts – mit Physiologie oder tatsächlichen Gesundheitsrisiken durch Hitze zu tun haben. Die „Hitzetoten“ sind ein reines statistisches Artefakt. Es wird schlichtweg „angenommen“, dass die überhöhte Sterblichkeit während einer warmen Woche durch die Hitze verursacht wird. Das abschließende Bild erzielt die gewünschte Wirkung: „Sehen Sie nur, wie viele Todesfälle uns der Klimawandel kostet!“
All dies stammt aus einem „Modell“ eines Instituts, dessen eigentliche Aufgabe darin besteht, fundierte Risikoanalysen für die menschliche Gesundheit zu liefern. Sein „Hitzetodesmodell“ ist ein Witz ohne jeglichen physiologischen Hintergrund! Dient das Institut erneut rein politischen Interessen? Das wäre wahrlich tragisch!
Quelle: Watts Up With That?
Telegram zensiert nicht! Wenn du diese Information wichtig findest, kannst du Legitim auf Telegram kostenlos abonnieren: hier anmelden (Telegram herunterladen)




