Ein brandaktuelles Fallbeispiel – TERRORISMUS GEHT VOM STAAT AUS

von | 12. Jun 2023

Was für viele fantastisch klingen mag, könnte sehr wohl die blanke Wahrheit sein. Das folgende Fallbeispiel des berüchtigten „Unabombers“ zeigt nämlich, dass Staatsterrorismus eine Realität ist, die von sämtlichen staatlichen und staatsnahen Institutionen bis heute geleugnet wird.

Theodore J. Kaczynski, besser bekannt als der Unabomber, wurde 1996 von Bundesagenten begleitet, als er aus dem Bundesgericht in Helena, Montana, geführt wurde. Quelle: Associated Press


So berichtete die Tageschau am 10. Juni über den Tod des „Unabombers“:

Er tötete drei Menschen und verletzte mit seinen Anschlägen mehr als 20 weitere – jetzt ist der als „Unabomber“ in den USA bekannt gewordene Ted Kaczynski Medienberichten zufolge im Alter von 81 Jahren gestorben. Kaczynski sei in einem Gefängnis im US-Bundesstaat North Carolina tot in seiner Zelle aufgefunden worden, berichtete der Sender ABC News unter Berufung auf die US-Gefängnisbehörde. Die Todesursache sei bisher unbekannt.

Der frühere Mathematikprofessor hatte zwischen 1978 und 1995 mit mysteriösen Bombenanschlägen in den USA für Angst und Schrecken gesorgt. Die Anschläge richteten sich meist gegen Universitäten (Englisch: „universities“) und Fluggesellschaften („airlines“), was ihm nach den Anfangsbuchstaben dieser Ziele den Namen Unabomber einbrachte.

1996 war der in einer Einsiedlerhütte in den Bergen lebende Kaczynski nach einem Hinweis seiner Bruders festgenommen und 1998 zu lebenslanger Haft verurteilt worden – trotz einer bei ihm diagnostizierten paranoider Schizophrenie. Kaczynski hatte selbst auf schuldig plädiert.

Laut der Staatsanwaltschaft war er bei seinen Taten vom Hass auf Technologie getrieben. Im September 1995 hatten die „New York Times“ und die „Washington Post“ ein langes Manifest Kaczynskis veröffentlicht, in dem dieser seine Abscheu gegenüber moderner Technologie und der Welt der Gegenwart äußerte. Im Gegenzug hatte Kaczynski versprochen, seine Anschlagserie zu beenden.

Quelle: Tageschau

Kein Wort über die hoch brisante Vorgeschichte – die wichtigen Hintergrundinformationen findet man leider nicht in den alten Medien und wenn, dann meistens vereinzelt, verzettelt oder hinter einer Bezahlschranke. In diesem Fall findet man das fehlende Stück in einem brisanten Artikel der Washington Post mit der folgenden Überschrift: Before he was the Unabomber, Ted Kaczynski was a mind-control test subject (dt. Bevor er der Unabomber war, war Ted Kaczynski ein Mind-Control-Testsubjekt)

Anmerkung: Da ich die WP nicht abonniert habe, kann ich nicht weiter auf die Details des Artikels eingehen. Weiterführende Recherchen liefern jedoch einschlägige Informationen.

Ted Kaczynskis dramatische Geschichte wurde 2018 auf History umfassend erläutert und am 10. Juni 2023 aktualisiert:

Nachdem die Ermittler 1996 herausgefunden hatten, dass das ehemalige Jugendgenie zu einem zurückgezogen lebenden Mörder wurde, der für eine schreckliche Serie von Bombenanschlägen verantwortlich war, bei denen drei Menschen getötet und 23 verletzt wurden, interessierten sie sich für das dreijährige Experiment, das Kaczynski später als „die schlimmste Erfahrung seine Lebens“ bezeichnete.

„Die Probanden wurden unvollständig über die Art des Experiments informiert [und] wurden ausgetrickst oder gezwungen, im Experiment zu bleiben. Angesichts der Tatsache, dass die Verfahren darauf abzielten, feindliche Agenten zu ‚brechen‘ und sie so zu beschädigen, dass sie operativ unbrauchbar würden, ist es vernünftig zu erwarten, dass sie die gleichen Konsequenzen für schutzbedürftige junge Menschen haben würden, die nicht über eine spezielle Ausbildung zum Widerstand gegen Verhöre verfügen.”


„Es ist eindeutig unethisch und verstößt gegen alle wichtigen ethischen Grundsätze für Psychologen, wie sie von der American Psychological Association verkündet werden“, sagt Nigel Barber, Ph.D., ein Evolutionspsychologe, der regelmässig eine Kolumne mit dem Titel „Das menschliche Biest: Warum wir das tun, was wir tun“ für Psychology Today schreibt und Autor mehrerer Bücher über menschliches Verhalten ist.

Quelle: History

Obowohl die Reportage von History brisante Hintergründe offenbart, die einen direkten Zusammenhang zwischen Kaczynskis Verbrechen und dem „psychologischen Experiment“ nahelegen, wird das Offensichtliche kategorisch geleugnet:

Obwohl mittlerweile die weit verbreitete Ansicht herrscht, dass Experimente wie das von Murray unethisch sind und den Teilnehmern Schaden zufügen können, gibt es keinen direkten Zusammenhang zwischen Kaczynskis Beteiligung an der Studie und seinen späteren Handlungen als Unabomber.

Quelle: History


Anmerkung: Dass traumbasierte Experimente oft zu Schizophrenie und multiple Persönlichkeitsstörung führen, wäre eigentlich bekannt und nicht umstritten.

Dass schizophrene Patientinnen und Patienten zugleich an einer Posttraumatischen Belastungsstörung leiden, ist im klinischen Alltag keine Seltenheit.

Quelle: Spektrum

Fazit: Die ganze Wahrheit über ein derart wichtiges Thema in einem Mainstream-Artikel zu finden, ist leider bis heute nicht realistisch. In diesem Fall wäre das nämlich ein Eingeständnis, dass ein staatliches Organ – die CIA, die das schreckliche Harvard Experiment finanzierte – für den Tod der zivilen Opfer und für die damit verbundene Massenhysterie verantwortlich war.

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