Explosive wissenschaftliche Publikation: Netto-Null ist die vorsätzliche Zerstörung der Industrie

von | 13. Apr. 2026

Laut einem neuen Bericht des Great British Business Council untergraben die britischen Netto-Null-Maßnahmen die Grundlagen der Wirtschaft. Die Autoren argumentieren, dass Großbritannien die sichere heimische Öl- und Gasförderung durch teure Importe ersetzt und dass die Versorgungssicherheit bei Gas weiterhin eine echte Bedrohung für die Wirtschaft darstellt.

Um diesen Trend umzukehren, empfiehlt der Bericht, Steuern und Vorschriften abzuschaffen, die die britische Öl- und Gasförderung einschränken, sowie die Exploration und Investitionen in Offshore- und Onshore-Felder zu fördern, um die Kosten zu senken und die heimische Versorgung zu stärken.

Am 1. April veröffentlichte der Great British Business Council (GBBC), ein neu gegründeter Think Tank, ein Papier mit dem Titel „Vorsätzliche industrielle Zerstörung: Wie Großbritannien seine Industrie ruinierte und ein Plan, dies rückgängig zu machen“. (vgl. gbbc.uk) Das Gutachten stammt aus der Feder der Ökonomin Catherine McBride, des pensionierten Ingenieurs und Beraters David Turver, sowie des PR-Beraters Brian Monteith. Es zeigt auf, wie die Netto-Null-Politik der Regierung die Grundlagen der britischen Wirtschaft zerstört, und gibt Empfehlungen, wie Netto-Null rückgängig gemacht werden könnte.

Da dieses Dokument wichtig ist, um einige unangenehme Wahrheiten aufzudecken, geben wir es in einer Artikelserie wieder – in überschaubareren Abschnitten, wenn man so will – damit es hoffentlich mehr Menschen lesen – oder zumindest Teile davon. Wir haben einige geringfügige Änderungen vorgenommen, um die Lesbarkeit zu verbessern.

Die 21 wichtigsten Erkenntnisse aus diesem Bericht

Vom Great British Business Council, 1. April 2026 (Vgl. gbbc.uk)

1. Trotz aller Diskussionen über Strom und erneuerbare Energien stammen fast 80% des britischen Energieverbrauchs aus Öl, Gas und Kohle. Allein auf Gas entfallen 40% des gesamten britischen Energieverbrauchs. Dennoch ersetzen wir bewusst die sichere heimische Produktion durch teure Importe – aufgrund hoher Steuern, reduzierter Förderquoten, hoher CO₂-Abgaben und Beschränkungen bei der Erkundung und Erschließung neuer Öl- und Gasfelder.

2. Die Gasversorgungssicherheit bleibt eine reale und unmittelbare Bedrohung für die britische Wirtschaft. Der aktuelle Konflikt im Persischen Golf, ein kürzlich aufgetretener Zyklon im Nordwesten Australiens und die für diesen Sommer geplanten Wartungsarbeiten an Norwegens Pipelines und Verarbeitungsanlagen werden das weltweite Angebot einschränken und die Gaspreise in die Höhe treiben, was das Handelsdefizit Großbritanniens vergrößern wird.

3. Öl und Gas sind nicht nur Brennstoffe – sie sind unverzichtbare Ausgangsstoffe für Chemikalien, Kunststoffe, Arzneimittel und Düngemittel. Hohe Kosten und ein grüner Dogmatismus führen zur Schließung von Raffinerien und nachgelagerten Industriezweigen.

4. Die industrielle Wärme für Zement, Glas, Keramik, Aluminium und Stahl stammt aus Gas und Kohle (sowie aus metallurgischer Kohle für die Stahlproduktion). CO₂-Steuern und extrem hohe Energiepreise treiben die Baukosten in die Höhe – wodurch der Bau von Häusern, Infrastruktur, Rechenzentren und sogar die Installation von Windkraftanlagen teurer werden.

5. Die Steuern und Vorschriften, die die Öl- und Gasförderung im Vereinigten Königreich einschränken, wie die Energiegewinnsteuer (Windfall Tax), der Öl- und Gaspreismechanismus, die CO₂-Preisstützungssteuer und die Beschränkungen für Fracking, Exploration und Erschließung neuer Felder, müssen abgeschafft werden. Sie sind nicht Teil der Verpflichtungen des Vereinigten Königreichs im Rahmen des Pariser Abkommens – ihre Abschaffung würde die Kosten senken, Industrien wiederbeleben und die heimische Versorgung ankurbeln.

6. Die britische Regierung sollte sich ein Beispiel an Norwegen nehmen: Sie sollte die Exploration fördern und in Offshore- und Onshore-Felder, wie den Gainsborough-Trog in Lincolnshire investieren. Die norwegische Regierung hält 67% an Equinor, dem großen Öl- und Gaskonzern, und fördert die Exploration in der Nordsee, wodurch Unternehmen weiterhin neue Felder entdecken können.

7. Kohle ist nach wie vor die weltweit führende Energiequelle. Das Vereinigte Königreich verfügt über hochwertige Anthrazit- und Kraftwerkskohle – man sollte sie abbauen, exportieren und moderne, saubere Kohlekraftwerke für schnelle, zuverlässige Energie errichten. Alte Bergbauabfälle enthalten Seltene Erden und kritische Mineralien – man sollte sie gewinnen.

8. Die Rohstoffindustrie – Öl, Gas und Kohle – sowie die nachgelagerten Branchen – Ölraffinerien, Chemie, Kunststoffe und Pharmazeutika – weisen eine sehr hohe Produktivität – gemessen am Output pro Arbeitnehmer – auf. Die Schließung dieser Branchen aufgrund hoher Unternehmens- und CO₂-Steuern auf ihre Produktion und die dafür notwendigen Vorleistungen hat die Gesamtproduktivität und die Bruttowertschöpfung im Vereinigten Königreich gesenkt und die regionale Beschäftigung stark beeinträchtigt.

9. Die wichtigsten Exportgüter Großbritanniens – Kraftstoffe, Chemikalien, Pharmazeutika, Fahrzeuge, Flugzeugteile – sind auf importierte Rohstoffe angewiesen. Die Verknappung des Angebots an Öl und Gas aus der Nordsee, die Besteuerung von Energie und die Besteuerung importierter Rohstoffe machen britische Waren auf den internationalen Märkten weniger wettbewerbsfähig, was die britischen Exporte senkt und das Handelsdefizit des Vereinigten Königreichs erhöht.

10. Der größte Warenexportsektor des Vereinigten Königreichs – Fahrzeuge und Flugzeugteile – ist auf große Mengen Aluminium angewiesen, das unter Einsatz von Strom und Gas hergestellt wird. Doch britische CO₂-Steuern, hohe Strompreise für die Industrie und Umweltauflagen haben dazu geführt, dass 95% der britischen Primäraluminiumproduktion ins Ausland verlagert wurden.

11. In der Emissionsbilanzierung der Vereinten Nationen wird ein 30 Jahre alter Flugzeugflügel genauso behandelt, wie eine Einweg-Getränkedose. Diese absurde Gleichsetzung benachteiligt die Herstellung langlebiger, hochwertiger Güter.

12. Das Vereinigte Königreich kann mit der derzeitigen Technologie keine Netto-Null erreichen – und das internationale Bilanzierungssystem für CO2-Emissionen schließt importierte Waren aus. Das Vereinigte Königreich importierte im Jahr 2024 Waren mit 180 Millionen Tonnen CO2-Emissionen, was die Behauptung des Landes, seine Emissionen um 300 Millionen Tonnen gesenkt zu haben, ad absurdum führt.

13. Importierte Waren verursachen möglicherweise höhere Emissionen, als im Vereinigten Königreich hergestellte Äquivalente, werden jedoch nach dem UN-System nicht als britische Emissionen gezählt. Infolgedessen konzentrieren sich kurzsichtige britische Politiker ausschließlich auf die territorialen CO₂-Emissionen und bevorzugen Importe gegenüber im Inland hergestellten Waren, wobei sie Arbeitsplätze, Steuereinnahmen und Exporteinnahmen außer Acht lassen.

14. Der CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) der EU wird die Kosten für Vorleistungen bei komplexen britischen Gütern, wie Chemikalien, Kunststoffen, Pharmazeutika, Glas, Keramik, sowie im Fahrzeug- und Flugzeugbau erhöhen. Der CBAM der EU deckt nur einfache Vorleistungsprodukte ab: Eisen und Stahl, Aluminium, Düngemittel, Zement, Wasserstoff und Strom. Das Vereinigte Königreich ist bei all diesen Produkten auf Importe angewiesen.

15. Es gibt keinen einheitlichen weltweiten Ölpreis. Die Ölpreise variieren je nach Qualität, Angebot und Nachfrage, Lieferkosten und Versicherung. Nordsee-Brent-Rohöl wird hoch geschätzt, da es sich um ein leichtes, süßes Öl handelt, das sich besonders gut für die Herstellung von Benzin, Diesel, Düsentreibstoff und Chemikalien eignet. Wir sollten es nicht unter der Nordsee liegen lassen.

16. Die Erdgaspreise variieren je nach Zusammensetzung, Standort und Transportkosten. Die über Pipelines mit dem Vereinigten Königreich verbundenen Nordsee-Gasfelder gewährleisten eine zuverlässige Versorgung. Die Umwandlung von Gas in Flüssigkeit und dessen Transport sind kostspielig, energieintensiv und erfordern spezielle Anlagen. Das Vereinigte Königreich verfügt über keine Anlagen zur Umwandlung von Gas in LNG.

17. Schafft die ZEV-Vorgabe, die Subventionen für Elektrofahrzeuge (EV) und die Strafen für Autohersteller ab, die den Menschen die Verbrennungsmotoren-Fahrzeuge (ICE) verkaufen, die sie kaufen wollen. Beendet die zeitraubende Aufgabe, den Verkauf von Elektrofahrzeugen durchzusetzen, konzentriert euch auf die Bereitstellung von Ladestationen in Städten und lasst den Markt entscheiden.

18. Beide großen Parteien haben Großbritannien durch Energiesteuern und bürokratische Auflagen im Umweltbereich deindustrialisiert. Um diesen Trend umzukehren, könnte ein Austritt aus dem Pariser Abkommen, der EMRK und ähnlichen Abkommen erforderlich sein. Die USA bewegen sich in diese Richtung – das Vereinigte Königreich sollte es ihnen gleichtun.

19. Finanz- und Versicherungsvorschriften sollten sich auf das tatsächliche Risiko-Ertrags-Verhältnis konzentrieren – nicht auf hypothetische 100-Jahres-Klimaszenarien – es sei denn, die Investition hat buchstäblich eine Laufzeit von 100 Jahren. Unternehmensberichte sollten sich auf die Unternehmensergebnisse konzentrieren, nicht auf Netto-Null-Verpflichtungen.

20. Vergabe von Regierungs- und Kommunalverträgen nach Leistungsfähigkeit – nicht nach Netto-Null-Selbstdarstellung. Abschaffung der Anforderungen, dass Auftragnehmer CO₂-Reduktionspläne, Netto-Null-Verpflichtungen und kohlenstoffarme Spezifikationen vorlegen müssen.

21. Kohlenwasserstoffe werden nicht verschwinden. Rechenzentren und KI werden die britische Gasnachfrage für regelbare Energie bis 2030 von etwa 8 TWh auf 26 TWh steigen lassen (Oxford Economics). Auch die Nachfrage nach Zement und Stahl, die für den Bau von Rechenzentren benötigt werden, wird explodieren – die Produktion beider Materialien erfordert Gas und Kohle. Die Öl-, Gas- und Kohlevorkommen Großbritanniens im Boden zu belassen, ist eine selbstverschuldete wirtschaftliche Katastrophe.

Das Ergebnis des Strebens des Vereinigten Königreichs nach Netto-Null-CO₂-Emissionen war die Verlagerung energieintensiver Industrieproduktion ins Ausland – auf Kosten von Hunderttausenden von Arbeitsplätzen, Milliarden an Steuereinnahmen, höheren Importen und geringeren Exporten. Unterdessen steigen die weltweiten CO₂-Emissionen weiterhin stärker an als die Gesamtemissionen des Vereinigten Königreichs, was die Netto-Null-Vorgabe zu einem vergeblichen Akt der Selbstschädigung macht.

Laut der GBBC hat eine Vielzahl von Gesetzen fehlgeleitete Klima- und Energiepolitiken gesetzlich verankert:

All diese Gesetze müssen rückgängig gemacht werden: Angefangen bei Vorschriften und Steuern, die das Angebot [an Öl und Gas] verringern.

Der lange Weg in die Dunkelheit

Großbritanniens Weg zur Netto-Null-Emissionsbilanz begann 1990, als Margaret Thatcher vor den Gefahren der globalen Erwärmung warnte – daraufhin unterzeichnete John Major 1992 die Rio-Erklärung. 1997 ratifizierte die Regierung Blair das Kyoto-Protokoll, und 2008 verabschiedete Gordon Brown das Klimaschutzgesetz.

Im Jahr 2019 ersetzte die Regierung von Theresa May das Ziel einer CO2-Reduzierung um 80% durch eine Reduzierung um 100% bis 2050. Unabhängig von der Parteizugehörigkeit haben uns jede Regierung und jede Regulierungsbehörde weiter auf den Weg der wirtschaftlichen Selbstzerstörung geführt.

Buchhaltung für Dummies zur Rechtfertigung katastrophaler Einschränkungen

Die international anerkannte Methode zur Berechnung der vom Menschen verursachten Emissionen ist unsinnig, und nur durch den Einsatz von Technologien, die noch gar nicht erfunden wurden, könnte Großbritannien jemals Netto-Null-Emissionen erreichen. Die Steuern für den Öl-, Gas- und Kohlesektor sind drakonisch und Pigou-artig in ihrem offensichtlichen Versuch, eine Branche zu schließen, die die gesamte britische Wirtschaft gestützt hat.

Die britischen Finanzvorschriften sind zudem darauf ausgelegt, Investitionen in, Kapital für und Versicherungen von neuen Öl- und Gasprojekten zu begrenzen. Die britische Netto-Null-Planung wird allen britischen Unternehmen auferlegt, was ihre Kosten erhöht, ihre Produktion einschränkt und sie daran hindert, sich um britische Regierungsaufträge zu bewerben.

Vergebliche Selbstzerstörung in großem Stil

Trotz aller zusätzlichen Steuern und Vorschriften für Kohlenwasserstoffe in den letzten zwanzig Jahren werden 78% des Energiebedarfs des Vereinigten Königreichs nach wie vor durch Öl, Gas und Kohle gedeckt. Strom macht nur 22% des Endenergieverbrauchs im Vereinigten Königreich aus, und 31% davon wurden im Jahr 2025 mit Gas erzeugt.

Es ist bedauerlich, dass aufeinanderfolgende britische Regierungen beschlossen haben, Unternehmen dazu zu ermutigen, knapp die Hälfte des im Vereinigten Königreich verbrauchten Öls, die Hälfte des verbrauchten Gases und fast 90% der Kohle (die hauptsächlich für industrielle Prozesse verwendet wird) zu importieren.

Das Vereinigte Königreich importiert zudem etwa 10% seines Stroms. Das Vereinigte Königreich ist bei mehr als 40% seines Gesamtenergieverbrauchs von Importen abhängig, darunter 10% seines Stroms, obwohl es über reichlich Kohlevorkommen, Öl- und Gasreserven verfügt. Diese Entwicklung wirkt sich zudem negativ auf die Zahlungsbilanz des Vereinigten Königreichs aus.

Das Ergebnis des Strebens des Vereinigten Königreichs nach Netto-Null-CO2-Emissionen war die Verlagerung energieintensiver Industrieproduktion ins Ausland auf Kosten von Hunderttausenden von Arbeitsplätzen, Milliarden an Steuereinnahmen, höheren Importen und geringeren Exporten.

Gegen den Wind pfeifen

Die weltweiten CO₂-Emissionen steigen weiterhin stärker an als die Gesamtemissionen des Vereinigten Königreichs, was die Netto-Null-Vorgabe zu einem vergeblichen Akt der Selbstschädigung macht.

Die weltweiten Emissionen steigen insgesamt an, während die Emissionen des Vereinigten Königreichs seit 2022 nahezu konstant geblieben sind, was dazu geführt hat, dass der Anteil des Vereinigten Königreichs an den weltweiten Emissionen von 1% im Jahr 2019 auf jetzt 0,8% gesunken ist. Kurz gesagt: Die Sparsamkeit des Vereinigten Königreichs hat keinen Einfluss auf die weltweiten Emissionen. Sie ruiniert lediglich unsere Industrie, vernichtet hochbezahlte Arbeitsplätze und macht das Land und seine Bevölkerung dadurch nur ärmer.

Da die Berechnungen zur Netto-Null-Emissionsbilanz weder die Emissionen bei der Herstellung importierter Waren noch die Versorgung mit importierten Kohlenwasserstoffen berücksichtigen, besteht ein perverser Anreiz, die industrielle Produktion und die Versorgung des Vereinigten Königreichs ins Ausland zu verlagern. Aufeinanderfolgende Regierungen haben sich auf Offshoring verlassen, um ihre CO2-Emissionsziele zu erreichen, ohne die verheerenden Auswirkungen zu erkennen, die dies auf die britische Industrie hatte.

Unsere eigenen Bodenschätze ungenutzt lassen, aber die aller anderen verbrennen

Von 195 Ländern gehört Großbritannien zu den nur 40 Ländern mit reichlichen Kohlenwasserstoffvorkommen an Kohle, Öl und Gas – während über 100 Länder über keinerlei Kohlenwasserstoffe verfügen und die übrigen nur sehr geringe Vorkommen haben.

Öl und Gas sind eine bedeutende, aber schwindende Steuerquelle, die im Jahr 2024/25 4,5 Milliarden Pfund an Steuern einbringen wird – ein Rückgang um 27% gegenüber 6,1 Milliarden Pfund im Jahr 2023/24. Die Steuereinnahmen gehen zurück, weil die Steuersätze zu hoch sind und die Abschreibungsmöglichkeiten für Explorations- und Erschließungskosten reduziert wurden. Daher ziehen die Produzenten die Stilllegung vor, was die Steuereinnahmen noch weiter senkt. Offshore-Öl und -Gas werden mit 78% besteuert: Bestehend aus 30% zweckgebundener Körperschaftssteuer (separat vom Hauptsatz der Körperschaftssteuer von 25%), 10% Zusatzabgabe und 38% Energiegewinnabgabe.

200.000 direkte oder indirekte Arbeitsplätze im Vereinigten Königreich sorgen für eine geschätzte Bruttowertschöpfung (GVA) von 25 Milliarden Pfund pro Jahr, wobei die PAYE-/NIC-Beiträge voraussichtlich weitere 1 Milliarde Pfund pro Jahr übersteigen werden. Es wird zudem geschätzt, dass die Erschließung zusätzlicher Ressourcen aus den britischen Küstengewässern einen Bruttowert von 150 Milliarden £ zusätzlich zu den 200 Milliarden £ an wirtschaftlichem Wert, die aus den aktuellen Plänen erwartet werden, schaffen könnte.

Während diese Ressource im Boden verbleibt, leidet das Vereinigte Königreich unter höheren Steuern und jährlichen Handelsdefiziten. Unterdessen importieren wir die Kohle, das Öl und das Gas, die wir benötigen, während wir Industrien und Arbeitsplätze in Länder exportieren, die ihren Herstellern gerne die Nutzung dieser Ressourcen gestatten.

Unsere eigenen Bodenschätze ungenutzt lassen, aber die aller anderen ausbeuten

Von 195 Ländern gehört Großbritannien zu den nur 40 Ländern mit reichlichen Kohlenwasserstoffvorkommen an Kohle, Öl und Gas – während über 100 Länder über keinerlei Kohlenwasserstoffe verfügen und die übrigen nur sehr geringe Vorkommen haben.

Öl und Gas sind eine bedeutende, aber schwindende Steuerquelle, die im Jahr 2024/25 4,5 Milliarden Pfund an Steuern einbringen wird – ein Rückgang um 27 % gegenüber 6,1 Milliarden Pfund im Jahr 2023/24. Die Steuereinnahmen gehen zurück, weil die Steuersätze zu hoch sind und die Abschreibungsmöglichkeiten für Explorations- und Erschließungskosten reduziert wurden. Daher ziehen die Produzenten die Stilllegung vor, was die Steuereinnahmen noch weiter senkt.

Offshore-Öl und -Gas werden mit 78% besteuert: Bestehend aus 30% zweckgebundener Körperschaftssteuer (separat vom Hauptsatz der Körperschaftssteuer von 25%), 10% Zusatzabgabe und 38% Energiegewinnabgabe.

200.000 direkte oder indirekte Arbeitsplätze im Vereinigten Königreich sorgen für eine geschätzte Bruttowertschöpfung (GVA) von 25 Milliarden Pfund pro Jahr, wobei die PAYE-/NIC-Beiträge voraussichtlich weitere 1 Milliarde Pfund pro Jahr übersteigen werden. Es wird zudem geschätzt, dass die Erschließung zusätzlicher Ressourcen aus den britischen Küstengewässern einen Bruttowert von 150 Milliarden Pfund zusätzlich zu den 200 Milliarden Pfund an wirtschaftlichem Wert, die aus den aktuellen Plänen erwartet werden, schaffen könnte.

Während diese Ressource im Boden verbleibt, leidet das Vereinigte Königreich unter höheren Steuern und jährlichen Handelsdefiziten. Unterdessen importieren wir die Kohle, das Öl und das Gas, die wir benötigen, während wir Industrien und Arbeitsplätze in Länder exportieren, die ihren Herstellern gerne die Nutzung dieser Ressourcen gestatten.

Norwegen profitiert, während Großbritannien zahlt

Im krassen Gegensatz zum Vereinigten Königreich, wo neue Explorations- und Erschließungsaktivitäten eingestellt wurden, hat Norwegen im Jahr 2026 (bislang) zwei neue Vorkommen entdeckt, die dem Land Energie und Wohlstand sichern werden. Das norwegische Unternehmen Equinor gab einen neuen Fund bekannt, dessen vorläufige Schätzungen von förderbaren Öläquivalenten bei 0,95 bis 12,6 Millionen Barrel Öläquivalent liegen.

Obwohl Öl- und Gasunternehmen, sowohl im Vereinigten Königreich als auch in Norwegen, einem Grenzsteuersatz von 78% unterliegen und Scope-3-Emissionen erfassen müssen, verlassen die Entwickler Norwegen nicht, da das Land ein berechenbares Umfeld geschaffen hat, das Investitionen belohnt.

Norwegen erlaubt es Unternehmen, 100% der Investitionskosten im Voraus steuerlich geltend zu machen (einschließlich Exploration, Forschung und Entwicklung, Finanzierung, Betrieb und Stilllegung) und Einnahmen, Investitionen und Verluste zwischen den Feldern zu konsolidieren. Unternehmen ohne steuerpflichtiges Einkommen können für Verluste Barerstattungen erhalten, was neuen und kleinen Betreibern den Einstieg erleichtert.

Vor allem aber vergibt Norwegen weiterhin neue Lizenzen und fördert Bohrungen: Im Jahr 2024 wurden 42 Explorationsbohrungen abgeschlossen, die zu 16 neuen Funden führten. Im Jahr 2025 brachten 49 Explorationsbohrungen 21 Funde mit 67 Millionen Standardkubikmetern förderbarer Öläquivalente.

Allein im Jahr 2025 machte Aker BP eine der größten kommerziellen Ölfunde auf dem norwegischen Festlandsockel, während Equinor zwei neue Gas- und Kondensatfunde im norwegischen Sleipner-Gebiet der Nordsee tätigte. Es gibt keinen Grund zu der Annahme, dass die Exploration auf der britischen Seite der unsichtbaren Grenze nicht zu bedeutenden neuen Funden für Großbritannien führen würde.

Reichhaltige Onshore-Gasvorkommen und Fracking werden abgelehnt – Importe hingegen begrüßt

Neben Öl und Gas aus der Nordsee verfügt das Vereinigte Königreich über reichlich konventionell gefördertes Onshore-Öl und -Gas, darunter das riesige Gasfeld „Gainsborough“ in Lincolnshire, das den gesamten Bedarf des Landes ein Jahrzehnt lang decken könnte, wodurch die Abhängigkeit von Importen verringert und Tausende von Arbeitsplätzen geschaffen würden. Deloitte schätzte, dass das Gainsborough-Trough-Feld das britische BIP um bis zu 112 Milliarden Pfund steigern, 27 Milliarden Pfund an direkten Steuern einbringen und Zehntausende von Arbeitsplätzen schaffen könnte. Interessanterweise würde die Nutzung von Gas aus heimischen britischen Vorkommen die CO₂-Emissionen des Vereinigten Königreichs im Vergleich zu importiertem Flüssigerdgas (LNG) um 218 Millionen Tonnen senken.

Unabhängig davon deutete eine erste Einschätzung der Fracking-Möglichkeiten durch den British Geological Survey darauf hin, dass die Schieferformationen im Vereinigten Königreich genug Gas enthalten könnten, um den aktuellen britischen Bedarf für bis zu 50 Jahre zu decken, während eine Studie der University of Nottingham die realistisch förderbaren Ressourcen auf 10 Jahre des aktuellen Bedarfs bezifferte.

Es widerspricht den Umweltprinzipien, wenn das Vereinigte Königreich sein Gas im Boden belässt, während es LNG importiert, das durch Fracking gewonnen, gereinigt, verflüssigt, mit ölbetriebenen Tankschiffen über Tausende von Kilometern transportiert und wieder vergasifiziert wurde, oder wenn es Waren importiert, die in China oder Indien unter Einsatz von Kohle hergestellt wurden.

Bevor der Schiefergasboom in den USA zu einem Rückgang der Gaspreise um mindestens die Hälfte führte, war Erdgas im Vereinigten Königreich günstiger. Dieser Vorteil besteht seit 2010 nicht mehr. Durch das Fracking in den USA stieg die Gasproduktion um 36%, und die Preise fielen. Im Vereinigten Königreich wird die Produktion durch die Begrenzung der Erschließung neuer Bohrlöcher, das Verbot von Fracking und die Erhebung massiver zusätzlicher Steuern auf Öl- und Gasunternehmen eingeschränkt.

Das preisgünstigere US-Gas senkte nicht nur die Kosten für US-Haushalte und die verarbeitende Industrie, sondern kurbelte auch das Wirtschaftswachstum an. Billigem Gas wird zugeschrieben, bis 2014 725.000 Arbeitsplätze geschaffen und bis 2015 zu einem Anstieg des US-BIP um 0,7% beigetragen zu haben. Billigeres Fracking-Gas senkte die Strompreise in den USA, förderte eine Umstellung von der Kohle- auf die Gasproduktion, wodurch die damit verbundenen CO2-Emissionen halbiert wurden, und trug zur Verringerung des US-Handelsdefizits bei, indem es die USA von einem Netto-Gasimporteur (kanadisches Gas und LNG aus Katar) zum weltweit größten Exporteur bis 2023 machte.

Unterdessen hat China, das auf importiertes Erdgas über Pipelines und LNG-Transporte angewiesen ist, bedeutende neue Schiefergasvorkommen in Xinjiang entdeckt, die seine Reserven in Sichuan ergänzen. Obwohl diese neuen Funde wichtig sind, werden sie Chinas Abhängigkeit von importiertem Gas nicht wesentlich verringern, da die Gasnachfrage schneller wächst als das inländische Angebot. China verbraucht jährlich über 400 Milliarden Kubikmeter (m³) Erdgas, von denen 230–240 Milliarden m³ im Inland gefördert und 160–180 Milliarden m³ importiert werden.

Endlose Einschränkungen, Gesetze und rechtliche Hindernisse

Obwohl Rosebank, das größte unerschlossene Ölfeld Großbritanniens, bereits 2004 entdeckt wurde, dauerte es fast zwei Jahrzehnte, bis die behördliche Genehmigung erteilt wurde, und der Betrieb ist auch rund 22 Jahre später noch immer mit rechtlichen Planungshindernissen konfrontiert, die die Förderung verhindern. In den 1970er Jahren wurden Öl- und Gasfelder innerhalb von fünf Jahren nach ihrer Entdeckung in Betrieb genommen.

Das Fracking zur Gasförderung wurde wiederholt behindert: Die Regierung Johnson führte 2019 ein Moratorium ein (zusätzlich zu den bestehenden Moratorien in Schottland und Wales) – die Regierung Truss hob es im September 2022 auf. Die Regierung Sunak führte es im Oktober 2022 wieder ein. Nun beabsichtigt die Regierung Starmer, alle Öl- und Gaslizenzen per Gesetz zu verbieten, obwohl es Hinweise auf ein Gasfeld in Lincolnshire gibt, das für ein Jahrzehnt reichen würde.

Einige britische Minister haben geltend gemacht, der Ministerkodex hindere sie daran, internationale Verträge, wie das Pariser Abkommen zu brechen. Der Ministerkodex ist jedoch kein Gesetz und sieht keine rechtlichen Sanktionen vor. Die Regierung hat 2015 den ausdrücklichen Verweis des Kodex auf das Völkerrecht gestrichen, was die Verpflichtung zu dessen Einhaltung geschwächt hat.

Die meisten Grafschaftsräte in England haben den Klimanotstand ausgerufen und verlangen, dass Ausschreibungen für Aufträge der Grafschaftsräte Pläne zur CO₂-Reduzierung, Netto-Null-Verpflichtungen, Emissionsberichte und Vorgaben zur CO₂-Reduzierung enthalten. Die Zentralregierung wendet diese Anforderungen ebenfalls auf Großaufträge im Wert von über 5 Millionen Pfund pro Jahr an.

Rückgang der petrochemischen Industrie

In den 1970er Jahren gab es im Vereinigten Königreich 18 Raffinerien – heute sind es nur noch 4. Die Raffinerieindustrie ist ein volumenstarker, margenschwacher Wirtschaftszweig, der für die nationale Energiesicherheit und die Versorgung der Chemie-, Pharma- und Kunststoffindustrie mit petrochemischen Rohstoffen von entscheidender Bedeutung ist – 2019 trug sie mit 3,7 Milliarden Pfund zur direkten Bruttowertschöpfung der britischen Wirtschaft bei.

Die Raffinerieindustrie ist äußerst produktiv – mit nur 12.000 direkt Beschäftigten im Jahr 2019 sicherte sie über 100.000 Arbeitsplätze in der Lieferkette und in verwandten Bereichen und generierte Steuereinnahmen in Höhe von 5 bis 7 Milliarden Pfund.

Seit 2019 wurden zwei der sechs britischen Raffinerien in Grangemouth und Lindsey geschlossen, wodurch 820 direkte Arbeitsplätze verloren gingen. Die Schließung der schottischen Raffinerie führte unmittelbar zur Schließung der nahegelegenen Ethylenanlage in Mossmorran und zum Verlust weiterer 180 direkter Arbeitsplätze, da deren Rohstoffe aus Grangemouth stammten.

Der separate Petrochemie- und Kunststoffstandort in Grangemouth bleibt nach einer Unterstützung in Höhe von 120 Millionen Pfund durch die britische Regierung und 30 Millionen Pfund durch den Eigentümer INEOS weiterhin in Betrieb, ist jedoch auf importiertes Ethan aus US-amerikanischem LNG angewiesen, das billiger ist als britisches Naphtha.

Stahl: Durch die hohen Preise vom Markt verdrängt

Der Niedergang der britischen Stahlwerke hat nichts mit dem Brexit zu tun. Die Schließung von SSI Redcar im Jahr 2015, die Produktionskürzungen in den Tata-Werken in Scunthorpe und Schottland seit 2015, die Stilllegung und anschließende Schließung von Liberty Steel, sowie die Stilllegung der Hochöfen von Tata in Port Talbot im Jahr 2024 sind allesamt auf die hohen Energiekosten im Vereinigten Königreich, CO₂-Abgaben, den globalen Wettbewerb durch billigere Importe, finanzielle Instabilität und die Umstellungskosten vom kohlebefeuerten Hochofenbetrieb auf Lichtbogenöfen (EAFs) zurückzuführen. Dies hat zu Produktionsstilllegungen im Vereinigten Königreich geführt.

Die Hochöfen in Scunthorpe überleben dank Subventionen, während die Regierung nach einem Käufer sucht. Großbritannien plant, seine Hochöfen durch Lichtbogenöfen (EAFs) zu ersetzen, doch die hohen Kosten für Industriestrom und das Emissionshandelssystem (ETS) werden diese Technologie unwirtschaftlich machen. Derzeit sind nur britische Lichtbogenöfen in Betrieb, die staatliche Subventionen erhalten oder einen Vertrag über die Lieferung von Stahl an das britische Verteidigungsministerium haben. Da das Vereinigte Königreich aufgrund seiner CO₂-Steuern die weltweit höchsten Strompreise für die Industrie hat, sollte es uns nicht überraschen, wenn auch die EAFs, die die britischen Hochöfen ersetzen, im Vereinigten Königreich geschlossen werden.

Die bedrohten Aluminium- und Stahlbranchen stehen im Mittelpunkt der Industrieexporte

Die wertmäßig größte Exportbranche des Vereinigten Königreichs ist die Herstellung von Maschinen und Transportmitteln. Das Vereinigte Königreich verfügt fast nicht mehr über Kapazitäten zur Primäraluminiumverhüttung und produziert nur noch 5% des im Inland verbrauchten Aluminiums. Die Aluminiumimporte des Vereinigten Königreichs werden in erster Linie für die Herstellung von Fahrzeug- und Flugzeugteilen verwendet. Die britische Regierung plant, ab 2027 einen CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) für importiertes Aluminium einzuführen, was die Kosten für nachgelagerte Hersteller von Fahrzeug- und Flugzeugteilen erhöhen wird.

Doch diese Produkte müssen auf den globalen Märkten wettbewerbsfähig bleiben – 80% der im Vereinigten Königreich hergestellten Autos und fast alle dort produzierten Flugzeugteile werden exportiert – sonst werden auch sie auf dem industriellen Friedhof des Landes landen. Das Vereinigte Königreich ist der weltweit größte Lieferant von Flugzeugteilen und exportiert 40% mehr als der zweitgrößte Exporteur, Deutschland, und fast doppelt so viel wie die USA. Das Land kann es sich nicht leisten, diese Industrie zu verlieren.

Unsere Kohle ablehnen, sie aber an Konkurrenten exportieren

Großbritannien verfügt noch immer über rund 77 Millionen Tonnen nachgewiesener, wirtschaftlich abbaubarer Kohlereserven, die gewinnbringend gefördert werden könnten, sowie über weitere 4 Milliarden Tonnen bekannter Steinkohlevorkommen, auch wenn derzeit nicht alle wirtschaftlich rentabel sind. Großbritanniens einziges noch in Betrieb befindliches Bergwerk befindet sich in Aberpergwm bei Port Talbot, wo ein großer Teil der dort geförderten hochwertigen Anthrazitkohle exportiert wird.

Ein weiteres walisisches Bergwerk mit abbaubaren Reserven, Ffos-y-fran in Merthyr Tydfil, wurde kürzlich nach einer Kampagne von Anti-Kohle-Aktivisten geschlossen. Ein neues Bergwerk für Kokskohle in Whitehaven, Cumbria, wurde 2022 genehmigt, um die Hochöfen der Stahlindustrie zu versorgen. Dennoch hob der High Court die Baugenehmigung im September 2024 auf und verhinderte damit die Fortsetzung des Projekts.

Kohle ist ein unverzichtbarer Bestandteil industrieller Prozesse, die Temperaturen von über 1.400 °C erfordern: Das Vereinigte Königreich verbrauchte im Jahr 2024 2,1 Millionen Tonnen Kohle zur Herstellung von Zement, Glas und Keramik.

Es gibt gute Gründe für neue Kohlekraftwerke

Unsere Gaskraftwerke sind in die Jahre gekommen, und das letzte Kohlekraftwerk wurde 2024 stillgelegt. Anhand von Daten aus dem „Digest of UK Energy Statistics“ und unter der Annahme einer Lebensdauer von 35 Jahren für unsere Gaskraftwerke lässt sich erkennen, dass die zuverlässige Stromkapazität von 43,5 GW im Jahr 2027 auf nur noch 25,5 GW im Jahr 2035 sinken wird (bzw. auf 28,8 GW, falls Hinkley Point C bis dahin in Betrieb ist).

Der National Energy System Operator (NESO) erwartet, dass sowohl der Gesamtstrombedarf als auch der Spitzenbedarf bis 2030 und darüber hinaus steigen werden. Wir werden zunehmend auf intermittierende erneuerbare Energien angewiesen sein, doch deren Ertrag kann nachts oder in windstillen Phasen auf nahezu null sinken. Das bedeutet, dass wir zuverlässige Grundlastkapazitäten benötigen, um die Lücke zu schließen.

Dem Vereinigten Königreich wird es zunehmend an zuverlässiger Grundlastkapazität mangeln, sofern nicht rasch neue feste Kapazitäten geschaffen werden. Neue Gaskraftwerke haben eine Vorlaufzeit von acht Jahren, sodass wir selbst bei einem Baubeginn heute keine neuen Kapazitäten vor 2034 ans Netz bringen könnten. Daher wird Kohle zu einer praktikablen Alternative, da sie schnell gebaut werden kann: Die Bauzeiten in China betragen weniger als zwei Jahre.

Die Stromerzeugung aus Kohle ist zudem kostengünstiger als die aus Gas und aus intermittierenden erneuerbaren Energien – sofern die CO₂-Kosten durch das Emissionshandelssystem und den Mechanismus zur Stützung des CO₂-Preises unberücksichtigt bleiben.

Die Stromerzeugung aus Kohle ist sicher, insbesondere wenn heimische Kohle verwendet wird. Wie uns die jüngsten Ereignisse im Nahen Osten vor Augen führen, hängt die Versorgungssicherheit bei Flüssigerdgas (LNG) von der internationalen Politik ab, während die Versorgungssicherheit bei intermittierenden erneuerbaren Energien den Launen des Wetters unterliegt.

Kohlekraft ist zuverlässig und flexibel. Der Großteil der Kohle wird als konstante Grundlastquelle genutzt. Neuere Kraftwerke können jedoch bei geringeren Mindestlasten betrieben werden und ihre Leistung je nach Nachfrage und Ertrag der intermittierenden erneuerbaren Energien nach oben oder unten anpassen.

Die Lagerung von Kohle ist kostengünstig und unkompliziert. Manchmal produzieren intermittierende erneuerbare Energien mehr Strom als benötigt wird, zu anderen Zeiten hingegen weniger. Dieses Problem lässt sich zwar teilweise durch Batteriespeicher lösen, doch diese sind sehr teuer. Im Gegensatz dazu kann Kohle zu sehr geringen Kosten in Halden in der Nähe des Kraftwerks gelagert werden – und fungiert so quasi als Batterie.

Die Hauptkritikpunkte an neuen Kohlekraftwerken beziehen sich auf Emissionen. Wenn man die CO2-Emissionen außer Acht lässt, da die USA die Einstufung von Treibhausgasen als Gefahr für die Umwelt aufgehoben haben, bleiben echte Schadstoffe, wie Feinstaub, Schwefeloxide (SOx) und Stickoxide (NOx) zu bewältigen. Glücklicherweise haben sich moderne superkritische (SC) und ultra-superkritische (USC) Kraftwerke in China bei der Beseitigung dieser Schadstoffe als sehr effektiv erwiesen.

Die Vorteile von Kohlekraftwerken liegen auf der Hand, und die Nachteile der Kohle wurden durch technologische Verbesserungen weitgehend beseitigt. Die Argumente für Kohle lassen sich immer schwerer ignorieren.

Geostrategische Sicherheit durch heimisches Öl, Gas und Kohle

Da die Importabhängigkeit des Vereinigten Königreichs von 40,3% im Jahr 2023 auf 43,8% im Jahr 2024 steigen wird, ist die Energiesicherheit für das Vereinigte Königreich von zentraler Bedeutung geworden, insbesondere nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine. Nun hat der Konflikt der USA und Israels mit dem Iran die Energiesicherheit erneut in die Schlagzeilen gerückt.

Einige Kommentatoren argumentieren zu Recht, dass die Abhängigkeit von Importen das Vereinigte Königreich geopolitischen und wirtschaftlichen Risiken aussetzt. Sie fordern die Regierung auf, die Energiesicherheit durch heimische Produktion mit ökologischer Nachhaltigkeit und Klimabelangen in Einklang zu bringen.

Die internationale Wirtschaftstheorie geht davon aus, dass Importe immer verfügbar sein werden, und dass es daher wirtschaftlich rational ist, die heimische Produktion durch billigere Importe zu ersetzen. Diese Theorie bricht jedoch zusammen, wenn es zu einer internationalen Verknappung des Angebots kommt oder wenn importierte Produkte aufgrund von Konflikten (LNG aus Katar), Wirbelstürmen (LNG aus Australien), Anlagenwartungen (Pipelines in Norwegen) oder Ländern, die Exporte verbieten, um ihre eigene Versorgung sicherzustellen, nicht mehr verfügbar sind (die USA von 1975 bis 2015).

Während des Preisanstiegs bei Kohlenwasserstoffen im Jahr 2022, der auf den Einmarsch Russlands in die Ukraine folgte, stieg der Gaspreis im Vereinigten Königreich und in der EU auf das Zehnfache des US-Preises. Die Reaktion der konservativen Regierung bestand darin, eine zusätzliche Energiegewinnabgabe (die Windfall-Steuer) in Höhe von 25% auf die britische Öl- und Gasindustrie zu erheben. Die Regierung behauptete, die Abgabe würde 15 Milliarden Pfund einbringen, um die britischen Gasverbraucher zu subventionieren; dies war eine völlig falsche Reaktion.

Das einzige wirksame Mittel gegen hohe Preise besteht darin, den Preis so wirken zu lassen, dass er zu einem höheren Angebot und einer geringeren Nachfrage führt. Stattdessen führte die Subventionierung der Nachfrage durch die Besteuerung des Angebots zum Gegenteil: Die Menschen verbrauchten weiterhin Gas, während die Anbieter weniger produzierten, um die zusätzliche Steuer zu vermeiden.

Infolgedessen ist die Produktion im Vereinigten Königreich seit Einführung der EPL (Windfall Tax) weiter gesunken, und sowohl die konservative als auch die Labour-Regierung reagierten auf die geringere Produktion mit einer weiteren Anhebung des Steuersatzes von 25% auf 35% und dann auf 38% – und verlängerten den Zeitraum, in dem die Abgabe erhoben wird, bis 2030.

Um die Absurdität der britischen Windfall-Steuer noch zu verstärken, sind die EU-Sanktionen gegen russisches Öl und Gas nie vollständig zum Tragen gekommen; lediglich ein Teil der Lieferketten wurde verlagert. Russland fördert weiterhin Öl und Gas, und die EU importiert diese Rohstoffe weiterhin, wenn auch manchmal auf indirektem Wege.

Es hätte einen enormen geostrategischen Vorteil gegeben, wenn das Vereinigte Königreich genau das Gegenteil der Windfall-Steuer getan und stattdessen seine Steuern für britische Öl- und Gasproduzenten gesenkt hätte, um diese zu ermutigen, die Produktion für den heimischen Verbrauch zu steigern oder an die EU zu verkaufen, da die meisten EU-Mitglieder nur sehr wenig oder gar keine eigene Öl- und Gasproduktion haben.

Deutschland verfügte 2022 noch nicht einmal über einen LNG-Terminal. Es musste einige bauen, um LNG aus den USA importieren zu können, während das Vereinigte Königreich, das an die Gasleitungen der EU angeschlossen ist, als Landbrücke für US-LNG fungierte, anstatt unser eigenes britisches Gas an die EU zu verkaufen.

Das Zentrum für Europastudien stellte fest, dass die russische Regierung 72 Millionen Pfund in Nichtregierungsorganisationen (NGOs) investierte, die gegen Schiefergas kampagnisierten. Der ehemalige NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sagte, die Russen hätten im Rahmen einer ausgeklügelten Desinformationskampagne aktiv mit Umweltorganisationen zusammengearbeitet, die gegen Schiefergas eintreten, um Europas Abhängigkeit von importiertem russischem Gas aufrechtzuerhalten.

Das Vereinigte Königreich muss das Risiko ernst nehmen, dass Russland den Verkauf von Kohlenwasserstoffen an seine Gegner einstellen könnte. Russland hat etwa 10% der gesamten Öl- und Gasimporte des Vereinigten Königreichs geliefert. Norwegen, unser größter Lieferant, liefert etwa 37%, und die USA liefern etwas mehr als 10%. Im Jahr 2021 importierten wir 5,7 Millionen Tonnen Erdöl aus Russland. In den fünf Jahren vor der Invasion der Ukraine lieferte Russland zwischen 15% und 26% der britischen Raffinerieölimporte.

Es gibt einen triftigen Grund für das Vereinigte Königreich, weiterhin Primärstahl zu produzieren, um die Versorgung der britischen Verteidigungs-, Bau- und Transportindustrie sicherzustellen. Angesichts der Tatsache, dass die Houthi-Rebellen mit einer Handvoll billiger Drohnen Frachtschiffe daran hindern können, den Suezkanal zu passieren, und dass Russland sich nach einem Sieg über die Ukraine wahrscheinlich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen wird, handelt es sich hierbei nicht um eine hypothetische Bedrohung.

Eine Sperrung des Suezkanals unterbricht die Versorgung mit Fertigstahl aus China und Indien sowie die Versorgung mit Eisenerz und Kokskohle aus Australien. Eine dauerhafte Sperrung des Suezkanals würde die Kosten für Lieferungen aus Nordamerika und Brasilien in die Höhe treiben, da alle europäischen Abnehmer ihre Einkäufe auf Amerika verlagern würden. Die einzigen Möglichkeiten, eine Verknappung zu vermeiden, bestehen darin, die britischen Kokskohlebergwerke wieder in Betrieb zu nehmen und Eisenerz aus Brasilien oder Kanada zu importieren.

Das Recycling von Stahl im Vereinigten Königreich ist nicht rentabel, solange der Strompreis für die Industrie dort so hoch ist. Dies wird sich durch den Anschluss weiterer Windkraftanlagen an das Netz noch verschlimmern. Der Bau weiterer gas- und kohlebefeuerter Kraftwerke wird Abhilfe schaffen, während wir die konventionelle Kernenergieproduktion steigern und kleine modulare Reaktoren oder Thorium-Salzschmelzereaktoren einsetzen. Die Entwicklung dieser letzteren Optionen wird jedoch Zeit in Anspruch nehmen, daher sollten wir diesen Prozess jetzt in Angriff nehmen.

Neue Industriezweige, die Großbritannien aufgrund hoher Energiekosten verpassen wird

Die Labour-Regierung setzt große Hoffnungen auf die Schaffung grüner Arbeitsplätze in der KI- und Rechenzentrumsbranche. Diese Branchen benötigen jedoch regelbare Energie aus Gas, Biomasse und Kernkraft. Und sie brauchen sie jetzt.

Leider plant Großbritannien, bis 2030 weitere 50 GW aus intermittierender Offshore-Windenergie, sowie 70 GW aus intermittierender Solar- und Onshore-Windenergie hinzuzufügen. Keine dieser Quellen wird den regelbaren, konstanten Strom liefern, den KI und Rechenzentren benötigen. Großbritannien wird die Gasproduktion steigern müssen, um den erforderlichen Energiebedarf zu decken.

Der Bau von Rechenzentren erfordert große Mengen an Zement und Stahl. Die American Cement Association prognostiziert, dass die USA bis 2028 allein für KI-Rechenzentren 1 Million Tonnen Zement benötigen werden. Ein einzelnes Hyperscale-KI-Rechenzentrum benötigt bis zu 20.000 Tonnen Stahl. Die vollständige Umsetzung der zugesagten KI-Investitionen im Vereinigten Königreich hängt von entscheidenden Infrastrukturverbesserungen ab, insbesondere in den Bereichen Energieversorgung, Energiekosten und Energieanschlüsse.

Der britische AI Energy Council prognostiziert eine 20-fache Steigerung der Rechenkapazität in den nächsten 5 Jahren. Typische Rechenzentren können bis zu 100 MW pro Standort verbrauchen, was dem Stromverbrauch von 75.000 Haushalten entspricht. Allein der von Microsoft geplante Supercomputer wird 23.000 NVIDIA-GPUs nutzen und benötigt dafür eine Dauerleistung von Hunderten von Megawatt.

Im März 2024 erwarb Amazon ein 960-MW-Rechenzentrum, das von einem benachbarten Kernkraftwerk mit Strom versorgt wird. Microsoft schloss einen Vertrag mit dem US-Energieversorger Constellation ab, um das 835-MW-Kraftwerk Three Mile Island wieder in Betrieb zu nehmen und damit seine Rechenzentren mit Strom zu versorgen. Ende 2024 schlug Sam Altman von ChatGPT den Bau riesiger 5-GW-KI-Rechenzentren vor – jedes davon würde etwa das 1,5-Fache der Leistung des im Bau befindlichen Kernkraftwerks Hinkley Point C verbrauchen.

Jensen Huang, Präsident, Mitbegründer und CEO von Nvidia, hat davor gewarnt, dass die Strompreise im Vereinigten Königreich die höchsten in Europa sind und dass neben Kernkraft auch Erdgasturbinen erforderlich sein werden, um den Energiebedarf von KI und Rechenzentren zu decken.

Großbritannien muss seinen Netzanschlussprozess modernisieren, um die rasche Einbindung von Rechenzentren mit hohem Energiebedarf zu ermöglichen, und Planungsgesetze sowie Regeln für den Netzzugang reformieren, um den Ausbau zu beschleunigen. Microsoft nannte das stabile und offene regulatorische Umfeld Großbritanniens als einen entscheidenden Faktor für seine Investitionsentscheidung, warnte jedoch auch, dass Planungs- und Energiereformen, sowie regulatorische Stabilität im Öl- und Gassektor erforderlich seien, um Investitionen in diesem Bereich zu steigern.

Die Investitionen in KI und Rechenzentren erfolgen vor dem Hintergrund, dass das Vereinigte Königreich vorschreibt, dass alle neu gekauften Autos elektrisch sein müssen, und elektrische Wärmepumpen für die Beheizung von Wohngebäuden vorschreibt. Unterdessen verzögern Engpässe beim Netzanschluss den Ausbau kritischer Infrastruktur: Mehr als 600 GW an geplanten Projekten zur Erzeugung erneuerbarer Energien warten auf einen Netzanschluss.

Der nationale Netzbetreiber ist der Ansicht, dass dieser Rückstau auf realisierbare Projekte reduziert werden kann, die den nationalen Prioritäten entsprechen, darunter Rechenzentren, Ladezentren für Elektrofahrzeuge und Wärmepumpen.

Das nationale Stromnetz erfordert zudem jährlicheund dabei andere Entwicklungen, wie hocheffiziente Verbrennungsmotore Investitionen in Höhe von 18,4 Milliarden Pfund für den Ausbau der Infrastruktur, die Übertragung und Verteilung, neue Verbindungsleitungen, Umspannwerke und die Modernisierung des digitalen Netzes sowie Planungsreformen für neue Kernkraftwerke und möglicherweise neue Gasturbinen.

Anstelle von Elektrofahrzeugen könnte das Vereinigte Königreich in synthetische, hyperdichte Kraftstoffe auf Kohlenwasserstoffbasis und hocheffiziente Verbrennungsmotoren (ICE) investieren, die darauf abzielen, die Kraftstoffeffizienz zu verbessern und Emissionen zu reduzieren.

Hocheffiziente Verbrennungsmotoren sind Verbrennungsmotoren der nächsten Generation, die darauf ausgelegt sind, die gesamte Energie eines Liters Kraftstoff zu nutzen, indem sie auf einen sehr hohen thermischen Wirkungsgrad, fortschrittliche Verbrennungsstrategien und ausgefeilte Turbo- bzw. Kompressoraufladung abzielen. Sie sind für bestimmte Kraftstoffe optimiert, die aus Wasserstoff, Ammoniakgemischen oder speziell entwickelten Flüssigkeiten mit hoher Oktanzahl bzw. hohem Cetanzahl hergestellt werden.

Angesichts der Bedeutung der Fahrzeug-, Flugzeug- und Rüstungsindustrie im Vereinigten Königreich wäre es unklug, wenn das Land voll auf Elektrofahrzeugtechnologien setzen würde, obwohl es keine kommerzielle Batterieproduktion besitzt, und dabei andere Entwicklungen, wie hocheffiziente Verbrennungsmotoren und hyperdichte Kraftstoffe ignorieren würde. Die Entwicklung synthetischer Kraftstoffe spielt die Stärken des Vereinigten Königreichs in der chemischen Industrie sowie im Fahrzeug- und Flugzeugbau aus.

Aktivisten treiben die Produktionskosten in die Höhe und bremsen das britische BIP

Das Rosebank-Feld wurde 2004 entdeckt, und es dauerte fast zwei Jahrzehnte, bis 2023 die behördliche Genehmigung erteilt wurde. Umweltverbände, wie Greenpeace und Uplift spielten eine entscheidende Rolle bei der Anfechtung der Genehmigung.

Die Bohrungen verzögerten sich, da das Urteil des Obersten Gerichtshofs von 2024 in der Rechtssache „Finch gegen Surrey County Council“ vorschrieb, dass bei der Umweltverträglichkeitsprüfung aller neuen Ölförderprojekte im Vereinigten Königreich deren Emissionen berücksichtigt werden müssen. Das schottische Berufungsgericht bestätigte im Januar 2025, dass dieses Urteil rückwirkend auch für den Antrag für Rosebank gilt. Dieses Urteil wurde im Januar 2026 vom schottischen Berufungsgericht bestätigt.

In der Zwischenzeit hatte der Standort Rosebank im Oktober 2025 seinen Antrag, einschließlich der Emissionsdaten, erneut eingereicht. Die Regierung hat noch keine endgültige Entscheidung darüber getroffen, ob sie eine neue Genehmigung für die Projekte erteilt, hat jedoch erklärt, dass sie derzeit Konsultationen zu aktualisierten Umweltrichtlinien durchführt.

Aktivistengruppen, wie „Stop Rosebank“ forderten die Öffentlichkeit auf, die frühere Konsultation mit Nachrichten zu überschütten, in denen ein Stopp des Projekts gefordert wurde, und argumentierten, dass die Genehmigung des Feldes mit den rechtsverbindlichen Klimazielen des Vereinigten Königreichs und einer lebenswerten Zukunft unvereinbar sei.

Unglaublicherweise beklagen einige Aktivistengruppen, dass die Verzögerung es Rosebank ermöglichen werde, Öl zu fördern, nachdem die zusätzliche britische Energiegewinnsteuer von 38% ausgelaufen ist, und so eine exorbitante Steuerbelastung zu umgehen. Dies ist jedoch das Ergebnis der Versuche der Aktivisten, das Projekt zu blockieren.

Eine Gruppe von Aktivisten setzte sich für die Schließung des Kohlebergwerks Ffos-y-fran ein. Die Gruppe will „die Nutzung von Kohle zur Stromerzeugung und Stahlproduktion, den Kohleabbau, sowie Kohleimporte im Vereinigten Königreich beenden“. Auf ihrer Website beklagt sie die CO₂-Emissionen der „weltweiten Stahlproduktion“, ohne zu erwähnen, dass fast die gesamte Produktion von Rohstahl außerhalb des Vereinigten Königreichs stattfindet.

Die Schließung der Mine Ffos-y-fran veranschaulicht, wie Großbritannien durch „Allzweck“-Aktivisten, die Druck auf Politiker ausüben, deindustrialisiert wurde. Weder die Politiker noch die Aktivisten beabsichtigen, auf die aus Kohle oder Stahl hergestellten Güter zu verzichten, doch wollen sie die Mine aus ideologischen Gründen dennoch geschlossen sehen und kümmern sich nicht darum, dass 180 Bergleute ihren Arbeitsplatz verlieren.

Die „Netto-Null“-Politik rückgängig machen

Es ist unabdingbar, dass wir in der Energiepolitik einen Kurswechsel vornehmen, wenn wir das erhalten wollen, was von unseren Öl-, Gas- und energieintensiven Industrien noch übrig ist. Leider hat eine Vielzahl von Gesetzen fehlgeleitete Klima- und Energiepolitiken gesetzlich verankert. All diese Gesetze müssen rückgängig gemacht werden, angefangen bei Vorschriften und Steuern, die das Angebot einschränken:

  • Öl- und Gaspreismechanismus (OGPM): Die EPL war als vorübergehende Steuer gedacht, die 2030 auslaufen sollte. Die Labour-Regierung beabsichtigt, sie durch einen dauerhaften Öl- und Gaspreismechanismus von 35% zu ersetzen, der immer dann greift, wenn die Öl- und Gaspreise 90 USD pro Barrel oder 90 Pence pro Therm überschreiten. Diese Steuer kommt zu der 40%-igen Körperschaftssteuer hinzu, die auf Öl- und Gasproduzenten erhoben wird, wodurch sich deren Gesamtsteuersatz auf 75% erhöht. Der OGPM ignoriert die Tatsache, dass Preisspitzen in der Regel durch internationale Engpässe verursacht werden und dass die Förderung einer erhöhten Produktion durch Steuersenkungen die Engpässe für britische Hersteller und Verbraucher lindern könnte.
  • Die Energiegewinnabgabe (EPL): Der Abschaffung der EPL (Windfall Tax) muss Vorrang eingeräumt werden, da es sich um eine befristete Steuer handelte, die eingeführt wurde, um außerordentliche Gewinne infolge der russischen Invasion in der Ukraine zu besteuern, und die weder mit dem Klimaschutzgesetz, den Zielen des Vereinigten Königreichs im Rahmen des Pariser Abkommens, noch mit einem der Handelsabkommen des Vereinigten Königreichs in Verbindung steht.
  • „North Sea Future Plan“: Mit der Einführung dieser Vorschriften im November 2025 wurden die Vergabe neuer Lizenzen für die Offshore-Exploration, sowie neuer Lizenzen für die Onshore-Öl- und Gasförderung in England faktisch eingestellt. Diese Politik muss rückgängig gemacht werden, damit britische Betreiber – wie es Norwegen getan hat – mehr Öl- und Gasvorkommen an Land und auf See erschließen können.
  • Kreditrisikobewertungen, Kreditvergabe und Investitionen: Die Aufhebung der für Finanzdienstleister geltenden Verpflichtung, Klimarisiken in Kreditrisikobewertungen einzubeziehen, wird die Finanzierungs- und Versicherungskosten für den Energiesektor senken. Bankkredite, Versicherungen und Investitionen von Pensionsfonds sollten auf einer finanziellen Risiko-Ertrags-Abwägung über die gesamte Laufzeit der Investition basieren.
  • Wiederaufnahme der Erteilung von Explorations- und Förderlizenzen: Das Vereinigte Königreich sollte weiterhin Explorations- und Förderlizenzen erteilen, die mindestens alle fünf Jahre erneuert werden müssen. Ungenutzte Förderlizenzen sollten verfallen, so wie dies bei aktuellen Baugenehmigungen der Fall ist.
  • Vereinfachung der Förderabgaben für Öl und Gas: Die hohe Besteuerung von Öl und Gas sollte durch eine einfache Förderabgabe auf gefördertes Öl und Gas ersetzt werden, die sich nach Menge oder Energieinhalt richtet. Die Steuern und Abschreibungsmöglichkeiten für Öl- und Gasunternehmen sollten dann denen aller anderen Branchen entsprechen, wobei Explorationskosten, sowie sonstige Anlagen und Ausrüstungen sofort als Aufwand verbucht werden.
  • Fracking-Moratorium/Lizenzen für die Erdöl- und Erdgaserkundung und -förderung (PEDL): Fracking steht in keinem Zusammenhang mit den internationalen Klimaschutzverpflichtungen oder Handelsabkommen des Vereinigten Königreichs. Eine Aufhebung des Verbots von Lizenzen für die Onshore-Erdöl- und Erdgaserkundung und -förderung könnte die Gasversorgung des Vereinigten Königreichs erhöhen und die Preise senken, wie dies in den USA der Fall war. Eine neue Energiepolitik würde das Fracking-Moratorium aufheben und alle Gesetze außer Kraft setzen, die zur Verhinderung von Fracking eingeführt wurden.
  • Förderung der Kohleproduktion für den Export: Kohle ist nach wie vor die weltweit am häufigsten genutzte Energiequelle. Das Vereinigte Königreich verfügt über große Reserven an kohlenstoffreicher Anthrazit- und Kraftwerkskohle, die genutzt oder exportiert werden sollten. Inländische Kohle könnte auch für Reservekraftwerke für Windparks genutzt werden, wie dies in China der Fall ist. Das Vereinigte Königreich verfügt zudem über erhebliche Mengen an Kohleabfällen, die aufbereitet werden sollten, um kritische Mineralien zurückzugewinnen.
  • Vereinfachung von Umweltverträglichkeitsprüfungen: Die Vorschriften für Umweltverträglichkeitsprüfungen, die umfangreiche Analysen, Konsultationen und Ausgleichsmaßnahmen vorschreiben, bevor mit Bohrungen begonnen werden kann, sollten reformiert werden, um die Wiederaufnahme der Onshore- und Offshore-Exploration und -Erschließung zu erleichtern. Die Einbeziehung der Scope-3-Emissionen aus der neuen Öl- und Gasförderung im Vereinigten Königreich sollte mit den Scope-1-, 2- und 3-Emissionen aus importiertem Öl und Gas verglichen werden, da das Vereinigte Königreich weiterhin importiertes Öl und Gas nutzen wird, das einen höheren CO2-Fußabdruck aufweist als im Inland gefördertes Gas.
  • Aktivisten daran hindern, genehmigte Bohrlöcher und Felder zu blockieren. Weitere Reformen auf der Angebotsseite würden darin bestehen, es Aktivisten zu erschweren, Öl- und Gasfelder zu blockieren, für die die britische Regierung eine Genehmigung erteilt hat.
  • Die EV-Vorgabe aufgeben. Das Vereinigte Königreich sollte seine EV-Vorgabe für Hersteller und die Strafen für den Verkauf von zu vielen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor aufgeben. Das Vereinigte Königreich sollte die Subventionierung von Elektrofahrzeugen einstellen, könnte aber weiterhin Lademöglichkeiten an Straßenlaternen für Stadtbewohner ohne eigene Einfahrt installieren. Wenn Menschen ein Elektrofahrzeug kaufen wollen, können sie das tun, jedoch ohne Subventionen oder marktverzerrende Strafen. Die Aufhebung der EV-Vorgabe wird den Rückgang der Nachfrage nach Benzin und Diesel stoppen.
  • Die Wärmepumpenpflicht aufheben: Der Großteil der britischen Wohngebäude ist zu alt, um eine Wärmepumpe ohne umfangreiche und kostspielige zusätzliche Dämmmaßnahmen nachzurüsten. Wenn Menschen eine Wärmepumpe installieren möchten und ihre Häuser ausreichend gedämmt sind, damit diese funktioniert, sollten sie diese installieren und selbst bezahlen dürfen.
  • Rechenzentren dazu ermutigen, ihre eigene Stromversorgung mit Gas, Kohle oder Kernkraft aufzubauen. Rechenzentren übertragen Informationen mit Lichtgeschwindigkeit und können überall dort angesiedelt werden, wo es günstigen Strom gibt. Etwa 40–50% des Energieverbrauchs eines Rechenzentrums entfallen auf die Kühlung. Schottland oder die Orkney-Inseln wären ideale Standorte – sofern sie Strom mit Nordseegas erzeugen könnten.
  • Berechnung der CO₂-Emissionen: Wenn die nächste Regierung beabsichtigt, CO₂-Abgaben und -Steuern beizubehalten, sollten alle mit der Warenproduktion verbundenen Emissionen durch die Lebensdauer des Produkts geteilt werden.
  • Mechanismus zur Stützung des CO₂-Preises: Der Mechanismus zur Stützung des CO₂-Preises (CPS) sollte abgeschafft werden. Der CPS wurde eingeführt, um die Nutzung von Kohle zur Stromerzeugung zu verringern. Das letzte Kohlekraftwerk wurde jedoch im September 2024 stillgelegt. Es handelt sich hierbei um eine zusätzliche britische Steuer, die von der EU nicht erhoben wird und britische Produkte in der EU wettbewerbsunfähig macht. Da die britische Regierung plant, dem EU-Emissionshandelssystem (ETS) beizutreten, wäre es unfair und wettbewerbswidrig, wenn britische Industrien weiterhin sowohl die britische CPS-Steuer als auch die EU-Kohlenstoffsteuer zahlen müssten.
  • Abschaffung der Klimawandelabgabe (CCL): Die Abgabe ist eine Steuer auf den gewerblichen Verbrauch von Strom, Gas und festen Brennstoffen im Vereinigten Königreich, die Anreize für Energieeffizienz schaffen soll. Sie steht in keinem Zusammenhang mit den Verpflichtungen des Vereinigten Königreichs aus dem Pariser Abkommen und wird nicht zur Förderung erneuerbarer Energien verwendet. Die CCL erhöht eine typische Stromrechnung für gewerbliche Kunden um etwa 5% bis 7% und treibt den Strompreis um 7,75 Pfund pro MWh in die Höhe. Würden die CO₂-Kosten wegfallen, würden die Stromgroßhandelspreise von 78,45 Pfund/MWh im Dezember auf knapp unter 49 Pfund/MWh sinken, was Unternehmen und Haushalten eine willkommene Entlastung bringen würde.
  • Vereinfachung der Rabatte für energieintensive Industrien: Durch die Abschaffung der CCL entfällt für energieintensive Industrien (EIIs) die Verpflichtung, Rabatte durch den Abschluss eines Klimaschutzabkommens zu beantragen, was die Compliance-Kosten der Industrie senkt und ihre Rentabilität steigert.
  • Senkung der Ausgleichszahlungen: Ausgleichszahlungen sind nicht in Verträgen über erneuerbare Energien verankert und stellen keine garantierten Einnahmequellen im Rahmen von CfD- oder RO-Verträgen dar. Die neue Regierung sollte das System so umgestalten, dass neue Stromerzeuger für die am Standort integrierten Speicher und die Verpflichtungen zur Bereitstellung von Grundlaststrom verantwortlich sind, da es hierfür keine vertraglichen Hindernisse gibt.
  • CO₂-Reduktionsplan: Die Anforderung, dass Auftragnehmer der Regierung über einen CO₂-Reduktionsplan verfügen müssen, bevor sie sich um staatliche Aufträge bewerben können, sollte aufgehoben werden. Aufträge sollten auf der Grundlage der Fähigkeit vergeben werden, die Dienstleistungen zu einem angemessenen Preis zu erbringen.
  • Langfristig: Das Vereinigte Königreich muss (aus Umweltgründen) aus dem Pariser Abkommen und dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) austreten, sowie das Klimaschutzgesetz und das Emissionshandelssystem abschaffen und die Subventionen für erneuerbare Energien, sowie die Ausgleichszahlungen kürzen.

Über den Great British Business Council

Der Great British Business Council (GBBC) wurde gegründet, um in der Öffentlichkeit und in der Politik das Verständnis dafür zu fördern, welche Vorteile eine florierende Wirtschaft für die lokale Sicherheit, den Lebensstandard und das Wohlergehen der Menschen bietet. Er hat sich zum Ziel gesetzt, britische Unternehmen und Kleinbetriebe zu unterstützen, indem er gut durchdachte, praktische und evidenzbasierte politische Reformen fördert, die Unternehmertum und Innovation begünstigen. Er ist unabhängig von jeglicher politischen Partei, da er hofft, dass alle Parteien die von ihm vorgeschlagenen klaren und praktischen politischen Empfehlungen in Betracht ziehen werden.

Der GBBC wird durch private Spenden von engagierten Bürgern finanziert, die sich wünschen, dass das Vereinigte Königreich wieder wirtschaftlich so floriert, wie einst.

Quelle: The Exposé (part 1), The Exposé (part 2)

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