„Ich hab’s doch gesagt!“ – Iran-Krieg macht Klimawandel zum „nationalen Sicherheitsnotstand“

von | 27. März 2026

Letzten Monat, nur wenige Stunden nach dem Start der „Operation Epic Fury“, schrieb ich, dass dieser Krieg wieder auf den Klimawandel zurückkommen würde …

Daraus wird sich mit ziemlicher Sicherheit eine Debatte über Klimawandel und erneuerbare Energien entwickeln, in der argumentiert wird, dass der Ölpreis ‚zu schwankungsanfällig‘ sei, unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen Tod und Zerstörung verursache‘ und der Klimawandel einen ‚internationalen Sicherheitsnotstand‘ darstelle.

Es war, ohne übertriebene Bescheidenheit, eine ziemlich sichere Wette, doch die Presse hat keine Zeit verloren, um zu beweisen, dass sie richtig lag.

Und nun bekräftigt der Generalsekretär der Vereinten Nationen diesen Punkt:

In dieser Zeit des Krieges destabilisiert unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen das Klima, die Weltwirtschaft und die globale Sicherheit. Mehr denn je müssen wir den gerechten Übergang zu erneuerbaren Energien beschleunigen.

Erneuerbare Energien sorgen für Klimasicherheit, Energiesicherheit und nationale Sicherheit.

António Guterres (@antonioguterres) 23. März 2026 (Vgl. x.com)

Die Agenda zugunsten erneuerbarer Energien war sofort klar: Tausende von Menschen mit erschreckend wenig Originalität sagten Dinge, wie „In der Straße von Hormus stecken keine Solarmodule fest“ und ähnliche Varianten zu diesem Thema.

Wir sahen Dutzende von Schlagzeilen, die den Krieg direkt auf das Öl und unsere „Sucht“ nach fossilen Brennstoffen zurückführten. Interessanterweise ist das, was 2003 noch unterschwellig mitschwang, im Jahr 2026 nun ganz offensichtlich. (Vgl. pbs.org)

Es geht um weit mehr als nur die Förderung erneuerbarer Energien: Das eigentliche Ziel ist, den Krieg im Iran als „Klimakrieg“ zu inszenieren – als unvermeidlichen Konflikt, der durch unsere angebliche Überabhängigkeit von fossilen Brennstoffen und das zunehmend instabile Klima ausgelöst wurde. Dabei bemüht man sich sogar um die absurde These, dass der Klimawandel Menschen in die Verzweiflung treibe und so indirekt für Kriege verantwortlich sei.

Und nachdem man festgestellt hat, dass der Klimawandel direkt für den Ausbruch von Kriegen verantwortlich ist, braucht es nur noch einen kleinen Schritt, um „Klimawandel“ direkt mit „nationaler Sicherheit“ in Verbindung zu bringen. Wie ich auf Twitter/X schrieb, ist dies weit mehr als nur Semantik. Genauso, wie die Verknüpfung von „Klimawandel“ mit „Pandemien“ ihn zu einem Thema der öffentlichen Gesundheit macht, ist die Verknüpfung mit Krieg ein Thema der nationalen Sicherheit. Die Propaganda der Wortassoziation und der Definitionen hat legislative Auswirkungen.

So wird in der öffentlichen Debatte weiterhin diese Verbindung hergestellt. Das Weltwirtschaftsforum veröffentlichte vor einigen Tagen ein kurzes Video mit dem Titel „Wie der Klimawandel zu einem globalen Sicherheitsproblem wird“. (Vgl. weforum.org)

Greenpeace veröffentlichte Artikel, in denen argumentiert wird, dass die Umstellung auf erneuerbare Energien „als Strategie für Sicherheit und Resilienz verstanden werden sollte“.

George Monbiot schrieb in The Guardian:

Die beiden Notfälle – der politische und der ökologische – sind eins. Wir müssen uns mit derselben Dringlichkeit auf einen Anti-Kriegs-Fuß stellen, mit der sich Nationen traditionell auf Kriegs-Fuß gestellt haben: Ein Sofortprogramm, um fossile Brennstoffe aus unserem Leben zu verbannen.

Die Notwendigkeit einer „Kriegsbereitschaft“, um die „Sicherheitsstrategie“ einer dringenden Umstellung auf „grüne“ Energie durchzusetzen, würde dazu führen, dass riesige Summen an „Notfallmitteln“ aus öffentlichen in private Hände fließen.

Anderswo veröffentlichen Wissenschaftler Studien, in denen sie „Klimakriege“ prognostizieren und dabei den Klimawandel als „Kraftmultiplikator“ bezeichnen, der Wasserknappheit und Massenmigration begünstigt. Diese Probleme könnten zu Gewaltausbrüchen führen. Daher, so das Argument, sei der Klimawandel der Auslöser für Kriege. (vgl. livescience.com) Eine „Kriegsbereitschaft“, die erforderlich ist, um die „Sicherheitsstrategie“ einer dringenden Umstellung auf „grüne“ Energie durchzusetzen, würde dazu führen, dass riesige Summen an „Notfallmitteln“ aus öffentlichen in private Hände fließen.

Australische Regierungsberichte bezeichnen Desinformation zum Thema Klima als „Bedrohung der nationalen Sicherheit“. (Vgl. reneweconomy.com.au)

Wenn der Klimawandel eine Frage der nationalen Sicherheit ist, wird dann die Leugnung des Klimawandels zu Aufruhr? Oder zu Landesverrat? Muss das rechtlich geahndet werden? Vielleicht durch Zensur? Rationierung hat im Zweiten Weltkrieg funktioniert – wird sie auch im „Klimakrieg“ funktionieren?

Letztendlich können Regierungen, sobald der Klimawandel eine Bedrohung für die nationale – oder internationale – Sicherheit darstellt, Notstandsbefugnisse geltend machen, um dagegen vorzugehen. Und das werden sie auch tun.

Quelle: Off Guardian

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