Die Trump-Regierung plant offenbar, US-Gesundheitsbeamte nach Kenia zu entsenden, um dort eine Quarantänestation zu besetzen – dies vor dem Hintergrund des anhaltenden Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo und in Abweichung von den bei früheren Ausbrüchen des „Virus“ angewandten Verfahren, wie das WSJ berichtete.
Dem Bericht zufolge soll die Einrichtung – deren Genehmigung durch die kenianische Regierung noch aussteht – in erster Linie für US-Amerikaner genutzt werden, die in der Region dem „Virus“ ausgesetzt sind oder ein hohes Risiko haben, positiv getestet zu werden, sowie für US-Amerikaner, die positiv getestet wurden.
Zwar sind derzeit keine Ebola-Fälle in Kenia bekannt, doch erfolgt dieser Schritt zu einem Zeitpunkt, an dem internationale und lokale Gesundheitsbehörden darum ringen, einen weiteren tödlichen Ausbruch einer seltenen Ebola-Variante im Kongo einzudämmen, der bereits wenige Wochen nach seinem mutmaßlichen Ausbruch der drittgrößte in der Geschichte ist.
Anders als bei früheren Ebola-Ausbrüchen, bei denen Amerikaner, die dem „Virus“ ausgesetzt waren, zur Überwachung oder Behandlung in die USA zurückgebracht wurden, hat die Trump-Regierung beschlossen, potenziell exponierte Amerikaner in andere Länder zu entsenden.
Tatsächlich erhielten Mitglieder des U.S. Public Health Service Commissioned Corps, eines uniformierten Zweigs der Bundesregierung unter dem Ministerium für Gesundheit und Soziales, den Befehl, nach Kenia zu reisen.
Obwohl der jüngste Ausbruch bislang weitgehend eingedämmt ist, wurde letzte Woche ein amerikanischer Arzt, der sich während seiner Arbeit im Kongo mit Ebola infiziert hatte, nach Deutschland geflogen. Die USA leiteten letzte Woche zudem einen Air-France-Flug mit Ziel Detroit nach Kanada um, da der Verdacht bestand, dass ein Passagier möglicherweise mit Ebola in Kontakt gekommen war.
Obwohl die CDC erklärt hat, dass das Risiko einer Ausbreitung von Ebola auf die US-Bevölkerung weiterhin gering ist, hat die Trump-Regierung dennoch strenge Maßnahmen gegen Reisen aus den vom Ausbruch betroffenen Ländern ergriffen. Letzte Woche teilten die USA mit, dass sie die Erteilung von Visa für alle Reisenden, einschließlich Personen mit dauerhaftem Aufenthaltsrecht, aussetzen würden, die sich innerhalb von 21 Tagen vor ihrer geplanten Einreise in die USA im Südsudan, in der Demokratischen Republik Kongo oder in Uganda aufgehalten haben.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation gab es am Dienstag im Kongo mindestens 930 Verdachtsfälle von Ebola, darunter 223 mutmaßliche Todesfälle, sowie sieben Fälle mit einem Todesfall in Uganda. Die Gesundheitsbehörden gehen zudem davon aus, dass das „Virus“ möglicherweise weitaus mehr Menschen in einem größeren Gebiet infiziert hat, nachdem es sich wochenlang unentdeckt ausgebreitet hatte.
Quelle: ZeroHedge
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