Den Australiern wird routinemäßig versichert, dass Todesfälle im Zusammenhang mit der Covid-Impfung verschwindend selten sind. Dies beruht auf der Behauptung der Regulierungsbehörde für Arzneimittelsicherheit, dass sie „nur“ 14 Todesfälle im Zusammenhang mit der Impfung von mehr als 70 Millionen verabreichten Dosen festgestellt hat.
Bei den anderen mehr als tausend Todesfällen, die der Sicherheitsüberwachungsdatenbank DAEN der Therapeutic Goods Administration (TGA) gemeldet wurden, wird weithin davon ausgegangen, dass es sich um bloße Zufälle handelt. Die TGA hat diesen Eindruck noch verstärkt, indem sie immer wieder behauptet, dass „die meisten Todesfälle, die nach einer Impfung auftreten, nicht durch den Impfstoff verursacht wurden“.
Darüber hinaus erweckt die TGA den Eindruck, dass sie alle gemeldeten Todesfälle gründlich untersucht. Sie erklärt: „Die TGA untersucht alle Todesfälle, die in den Tagen und Wochen nach der COVID-19-Impfung gemeldet werden, sie werden genau überprüft.“
Neue Dokumente, die im Rahmen der Informationsfreiheitsgesetze (FOI) veröffentlicht wurden und die Canberra Daily erhalten hat, deuten jedoch darauf hin, dass die Öffentlichkeit in die Irre geführt werden soll. Entgegen der weit verbreiteten Meinung zeigen die Dokumente, dass die TGA nicht jeden dem DAEN gemeldeten Todesfall gründlich untersucht. Dies ist selbst dann der Fall, wenn Menschen am selben Tag sterben, an dem sie ihre Covid-Spritze erhalten haben.
Canberra Daily enthüllt, dass die TGA von 35 Berichten über Australier, deren Tod am selben Tag ihrer Covid-Impfung eintrat, nur für 24 eine Kausalitätsbewertung durchgeführt hat. Für die übrigen 11 Todesfälle lag kein Bericht über die Kausalitätsbewertung vor. (vgl. tga.gov.au) Darüber hinaus wurde kein einziger dieser 35 “Tag-Null“-Todesfälle an die Vaccine Safety Investigation Group (VSIG) verwiesen. Dieses Expertengremium soll bei den schwerwiegendsten schädlichen Nebenwirkungen nach einer Impfung (AEFI) einberufen werden. Dazu gehören insbesondere solche, die das Potenzial haben, das Nutzen-Risiko-Verhältnis eines Impfstoffs zu verändern oder das öffentliche Vertrauen in die Sicherheit von Impfstoffen zu gefährden. (Vgl. tga.gov.au)
In einem Schriftwechsel mit der TGA konnte Canberra Daily außerdem bestätigen, dass die Arzneimittelbehörde einen kausalen Zusammenhang zwischen der überwiegenden Mehrheit der gemeldeten Todesfälle und der Covid-Impfung nie ausgeschlossen habe. Die Aufsichtsbehörde geht sogar davon aus, dass alle gemeldeten Todesfälle möglicherweise mit der Impfung in Zusammenhang stehen, obwohl in öffentlichen Erklärungen regelmäßig das Gegenteil behauptet wird.
Frau Dr. Suzanne Niblett, eine Wissenschaftlerin, die die 35 Todesfälle am Tag Null durch eine Reihe von FOI-Anfragen aufdeckte, nannte die Enthüllungen „unglaublich“ und “unverzeihlich“. Im Gespräch mit Canberra Daily sagte Frau Dr. Niblett:
Kontinuierliche Berichte, die besagen, dass nur 14 Todesfälle mit diesen Impfstoffen in Verbindung gebracht wurden, sind sehr irreführend, wenn man die anderen mehr als tausend Todesfälle nicht richtig analysiert hat.
Auch beschrieb sie die Sicherheitsüberwachungssysteme der TGA als „Black Box“ und sagte, dass es mehrere FOI-Anfragen über viele Monate hinweg gebraucht habe, um Informationen über die „Zeit bis zum Tod“ zu den gemeldeten Todesfällen im Zusammenhang mit der Covid-Impfung zu erhalten. Neben den 35 Todesfällen, die sich am selben Tag der Covid-Impfung ereigneten, stellte Frau Dr. Niblett fest, dass bei den Berichten, zu denen Informationen über den Zeitpunkt des Todes verfügbar waren, einer von vier innerhalb von drei Tagen nach der Verabreichung einer Covid-Impfung auftrat. 39% der Todesfälle traten innerhalb einer Woche nach der Impfung auf und 86% innerhalb von sechs Wochen. Dies ist ein so genannter zeitlicher Zusammenhang, den man nicht außer Acht lassen darf:
Der zeitliche Zusammenhang ist ein wesentlicher Bestandteil bei der Beurteilung, ob ein kausaler Zusammenhang zwischen einem Medikament und einem schädlichen Nebeneffekt besteht.
Sie arbeitet an der Veröffentlichung ihrer Ergebnisse, die sie in Zusammenarbeit mit einer Arbeitsgruppe von Wissenschaftlern und Fachleuten des Gesundheitswesens, die der Australian Medical Professionals Society angehören, erarbeitet hat.

Die Wissenschaftlerin Frau Dr. Suzanne Niblett. Bild: Zur Verfügung gestellt.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schreibt in ihren Leitlinien vor, dass der zeitliche Zusammenhang zwischen einer AEFI und der Verabreichung eines Arzneimittels eines der Kriterien ist, die von den Regulierungsbehörden bei der Beurteilung der Kausalität berücksichtigt werden sollten. Es wird jedoch auch eingeräumt, dass ein zeitlicher Zusammenhang nicht automatisch eine Kausalität impliziert, da in großen Populationen Zufälle auftreten können. (Vgl. iris.who.int)
Besorgniserregend für Frau Dr. Niblett und ihre Kollegen war die Tatsache, dass die TGA für 25% der gemeldeten Todesfälle nach einer Covid-Impfung überhaupt keine Informationen über den Zeitpunkt des Todes hatte. „Man könnte meinen, dass man der Sache nachgehen muss, um solche Details herauszufinden“ sagte Frau Dr. Niblett. Sie fragt sich, wie die TGA überhaupt eine ordnungsgemäße Überprüfung der Todesfälle nach der Impfung durchführen könne, wenn solche wesentlichen Informationen fehlen.
Ein Sprecher der TGA erklärte Canberra Daily:
Alle der TGA gemeldeten Todesfälle werden sorgfältig überprüft, um festzustellen, ob Impfstoffe den tödlichen Ausgang verursacht oder eine Rolle dabei gespielt haben. Bei dieser Überprüfung wird die Qualität der verfügbaren Beweise berücksichtigt. Die Qualität dient nicht dazu, festzustellen, ob ein Vorfall damit zusammenhängt, sondern ob die klinischen Bedingungen, die zu einem tödlichen Ausgang führten, ein neues Sicherheitssignal für den Impfstoff darstellen. Wichtig ist nur, dass die Todesursache von Gerichtsmedizinern und behandelnden Ärzten festgestellt wird, nicht von der TGA.
Der Sprecher hob hervor, dass bestimmte Kriterien erfüllt sein müssen, damit eine VSIG einberufen werden kann: z.B. dass es keine andere offensichtliche Erklärung für den Todesfall gibt und dass der Bericht genügend Informationen enthält, um eine sinnvolle Bewertung zu ermöglichen. (Vgl. tga.gov.au)
Da die Mehrzahl (73%) der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Covid-Impfstoff von Angehörigen der Gesundheitsberufe oder den Gesundheitsämtern der Bundesstaaten oder Territorien gemeldet wurden, ist es unwahrscheinlich, dass eine offensichtliche alternative Erklärung für die Todesfälle, wie z.B. ein Autounfall, die Einberufung einer VSIG verhindern würde. Dies gilt insbesondere für Todesfälle, die am selben Tag, oder innerhalb weniger Tage nach der Covid-Impfung eintreten.
Das legt die Vermutung nahe, dass die TGA aufgrund unzureichender Informationen keine VSIG für diese Todesfälle einberufen hat. Auf die Frage, welche Anstrengungen die TGA unternommen hat, um die notwendigen Informationen für eine ordnungsgemäße Untersuchung dieser Todesfälle zu erhalten, antwortete ein Sprecher:
Wenn weitere Informationen benötigt werden, um die Untersuchung abzuschließen, werden diese von der Meldeperson und/oder der zuständigen Gesundheitsbehörde des Staates oder Territoriums und/oder dem Gerichtsmediziner angefordert. Nicht alle Informationsanfragen führen dazu, dass der TGA zusätzliche Informationen zur Verfügung gestellt werden.
In einer weiteren E-Mail bestätigte die Sprecherin, dass die TGA selbst in Situationen von Todesfällen – in denen wichtige Informationen im Bericht fehlen, kein Bericht zur Bewertung der Kausalität vorliegt oder keine VSIG einberufen wurde – davon ausgeht, dass jeder Todesfall „sorgfältig überprüft“ wurde. Es ist jedoch unklar, was die TGA unter „sorgfältiger Überprüfung“ versteht. Die Familien der Verstorbenen berichten immer wieder, dass die TGA keinen Kontakt aufgenommen hätte, nachdem die Todesfälle ihrer Angehörigen nach der Impfung dem DAEN gemeldet wurden.
Der in Sydney ansässige Sportphysiologe Leon Anderson beschuldigt die TGA nicht nur, den plötzlichen Tod seines 30-jährigen Bruders im Oktober 2021, sechs Wochen nach seiner AstraZeneca-Impfung, nicht weiter verfolgt zu haben. Vielmehr habe die TGA den Bericht des Hausarztes seines Bruders verloren. Anderson schrieb in einer unveröffentlichten Eingabe an die Senatsuntersuchung zur übermäßigen Sterblichkeit im vergangenen Jahr:
Obwohl der Arzt eine Kopie des Berichts hatte, behauptete die TGA, sie habe keine Aufzeichnungen darüber. Als ich die TGA auf dieses Problem ansprach, reagierte sie schockierend lässig. Sie schlug mir vor, den Bericht einfach erneut einzureichen ohne zu bedenken, welche Folgen es haben könnte, wenn ihr Meldesystem wichtige, von Angehörigen der Gesundheitsberufe eingereichte Berichte verliert.
(Vgl. aph.gov.au)
Obwohl die TGA bei ungeklärten Todesfällen nach einer Impfung keine Autopsie vorschreibt, sorgte die Familie von Matt Anderson dafür, dass er nach seinem plötzlichen Tod im Schlaf einer Autopsie unterzogen wurde. Die Familie erhielt jedoch keine weiteren Erkenntnisse, die Todesursache wurde auf „unbestimmte natürliche Ursachen“ zurückgeführt. Anderson wies auf die hohe Sicherheitsstufe hin:
Der Pathologe teilte mit, dass Matts Tod nicht auf den Impfstoff zurückzuführen sei, da man keine Anzeichen für eine impfstoffinduzierte thrombotische Thrombozytopenie (VITT) gefunden habe. Diese war zu diesem Zeitpunkt das Hauptproblem im Zusammenhang mit dem Impfstoff von Astra-Zeneca.
Die hohe Sicherheitsstufe für den Nachweis eines Zusammenhangs mit dem Impfstoff wurde früh nach dessen Einführung angewendet, als noch vergleichsweise wenig Forschung zu möglichen Nebenwirkungen veröffentlicht war. Eine der Kausalitätsbewertungen für einen Australier, der am Tag seiner Covid-Auffrischungsimpfung verstarb, unterstreicht Andersons Standpunkt:
Eine Kausalität ist unwahrscheinlich, weil die Impfung nicht mit den medizinischen Bedingungen in Verbindung gebracht wurde, die zu den Krankheiten und dem anschließenden Tod dieser Person führten.
Nach Angaben der TGA gibt es vier weitere Berichte über Personen, die nach der Verabreichung der gleichen Impfstoffchargen, wie Matt, gestorben sind. Darunter waren zwei weitere junge Männer, 30 und 29 Jahre alt. Zu den Chargen, die mit Matts Impfstoff in Verbindung gebracht wurden, gab es über 160 Berichte über schwerwiegenden Vorfälle und über 50 Berichte über schwere Schädigungen, von denen die meisten entweder kardialer oder thrombotischer Natur waren.
Anderson sagte jedoch, dass die TGA schließlich mitteilte, dass sie keine weiteren Untersuchungen durchführen oder die WHO-Kausalitätsbewertung für Matts gemeldeten Tod abschließen würde, „da nur begrenzte Informationen über die Ursache seines Todes zur Verfügung stehen“. Matts erneut eingereichter Todesbericht gehört nun zu den 1.034 Fällen, die die TGA nach eigenen Angaben „sorgfältig geprüft“ hat, aber nicht mit der Impfung in Verbindung bringt.
Anderson hatte mit Frau Dr. Niblett bei der Untersuchung der Zeit bis zum Eintritt des Todes zusammengearbeitet. Er sagte, dass seine Erfahrungen mit dem Versuch, den Tod seines Bruders ordnungsgemäß untersuchen zu lassen, ihn dazu veranlassten, sich zu fragen, wie viele der 1.048 der TGA gemeldeten Todesfälle (Stand: 25. April) tatsächlich einer ordnungsgemäßen Kausalitätsbewertung gemäß den WHO-Richtlinien unterzogen wurden.
Dr. Rado Faletič, Direktor von COVERSE, einer gemeinnützigen Organisation, die Covid-geimpfte Australier unterstützt, sagte, es sei „keine Überraschung“, dass die TGA diese gemeldeten Todesfälle nicht weiter untersucht habe. Canberra Daily erklärte er:
In der Gemeinschaft der Covid-Impfgeschädigten und Hinterbliebenen gibt es keine einzige Person, die berichtet, dass sie von der TGA weiterverfolgt oder untersucht wurde. Und das, obwohl viele der Geschädigten weiterhin an Langzeitschäden leiden, die ihre Ärzte auf die Covid-Impfstoffe zurückführen.
Dr. Faletič sagte, dass das schnelle Auftreten von Symptomen ein häufiger Faktor bei Impfstoffverletzungen sei, was die von Frau Dr. Niblett gesammelten Daten über die Zeit bis zum Tod widerspiegelt.

COVERSE Direktor, Dr. Rado Faletič. Bild: Zur Verfügung gestellt.
Unsere Patientendaten und ähnliche Daten von Patientengruppen aus Übersee zeigen, dass bei etwa der Hälfte der Betroffenen innerhalb von 24 Stunden nach der Impfung schwerwiegende Symptome auftraten, darunter Erkrankungen, wie Myokarditis (Herzmuskelentzündung). Es macht also keinen Sinn, dass die TGA ein so schnelles Auftreten von Symptomen, die zum Tod führen, nicht ernster nimmt und gegenüber der Öffentlichkeit transparenter macht. Diese Todesfälle können sehr wohl durch die Covid-Impfung verursacht werden.
Dr. Faletič forderte die Regierung auf, Ressourcen für die wissenschaftliche Untersuchung schwerer AEFI-Fälle bereitzustellen und den Betroffenen eine angemessene Entschädigung zu gewähren. Das Bundesprogramm zur Entschädigung für Covid-Impfschäden wurde im September letzten Jahres geschlossen, nachdem nur 418 (8,4%) von 4.941 eingegangenen Anträgen genehmigt worden waren. 1.057 Anträge waren zum Zeitpunkt der Schließung der Regelung noch in Bearbeitung – der Rest wurde abgelehnt oder zurückgezogen.
Eine Sammelklage gegen die Bundesregierung wegen Impfschäden durch Covid, die mehr als 2.000 Australier vertritt, könnte die letzte Möglichkeit für die Geschädigten und die Hinterbliebenen sein. Denn sie können bei der TGA keine weiteren Fortschritte erzielen, wenn es darum geht, Klarheit und Rechenschaft über ungeklärte Todesfälle nach Impfungen zu erhalten. (Vgl. covidvaxclassaction.com.au)
Es liegt die Vermutung nahe, dass die mangelnde Offenheit der TGA und der Gesundheitsbehörden bei der Kommunikation über die Grenzen ihrer Sicherheitsüberwachungsmaßnahmen ein Grund für die sinkenden Impfraten und das sinkende Vertrauen in die Gesundheitseinrichtungen insgesamt ist. Ein Umschwenken in Richtung Transparenz und Offenheit würde zweifelsohne zu einer gewissen anfänglichen Störung führen, aber die langfristigen Auswirkungen auf die Wiederherstellung des Vertrauens wären es sicherlich wert. Können sie es sich wirklich leisten, es nicht zu tun?
Quelle: Rebekah Barnett
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