Entwicklungen in der Quantenphysik und der Bewusstseinsforschung veranlassen Wissenschaftler dazu, die grundlegende Natur der Realität neu zu überdenken. In mehreren aktuellen Diskussionen werden Theorien hervorgehoben, die davon ausgehen, dass bewusste Erfahrungen eine weitaus grundlegendere Rolle spielen könnten als bisher angenommen – und möglicherweise sogar die Raumzeit selbst erschaffen.
Popular Mechanics berichtete über eine provokante Theorie, die nahelegt, dass das Bewusstsein eine grundlegende Rolle spielen könnte:
Eine gewagte Theorie besagt, dass das Bewusstsein den Raum erschafft – was bedeutet, dass die Realität nicht das ist, was sie zu sein scheint.
Lies den ganzen Artikel unter dem folgenden Link:
— Popular Mechanics (@PopMech) 12. Mai 2026 (Vgl. x.com)
Der vollständige Artikel befasst sich mit einer 2025 in AIP Advances veröffentlichten Studie von Maria Strømme, Professorin für Materialwissenschaften an der Universität Uppsala. Ihr Modell geht davon aus, dass das Bewusstsein ein universelles, allgegenwärtiges Wahrnehmungsfeld ist, das als grundlegendes Feld dient, aus dem die physikalische Realität hervorgeht.
Strømme argumentiert:
Am Anfang war das Bewusstsein. Nicht einzelne Geister, sondern etwas Allgegenwärtiges, das Bewusstsein selbst. Das Universum – Raum, Zeit, Materie, Sterne, Galaxien, unsere eigene Sonne und ferne Welten wie Neptun – kam später. Oder besser gesagt: Nach [dieser] umstrittenen neuen Theorie entstand es aus dieser zugrunde liegenden Form des Bewusstseins.
Die Theorie interpretiert den Urknall nicht als den Ursprung der Materie, sondern als die Differenzierung eines einheitlichen Bewusstseinsfeldes in die strukturierte Welt von Raum, Zeit und Materie. Sie stützt sich auf die Quantenfeldtheorie, Emergenz, Symmetriebrechung und die non-duale Philosophie, um nahezulegen, dass die Trennung zwischen Geist und Materie möglicherweise nicht grundlegend ist:
Dein Gehirn ist der Architekt des Universums – und dein Bewusstsein gestaltet die Realität:
scienceinhand.com— Paul Quibell-Smith ? (@QuibellPaul) 12. Mai 2026
Der New Scientist beschrieb einen umfassenderen Wandel:
Die Vorstellung, dass alles, was existiert, von Grund auf aufgebaut werden kann, hat unter Physikern lange Zeit vorherrschend gewesen. Nun entsteht eine neue Art von Wissenschaft, die die bewusste Erfahrung in den Mittelpunkt stellt – und die vielleicht die größten Geheimnisse des Universums entschlüsseln könnte.
Und weiter:
Die Vorstellung, dass alles, was existiert, von Grund auf aufgebaut werden kann, ist unter Physikern lange Zeit vorherrschend. Nun entsteht eine neue Art von Wissenschaft, die die bewusste Erfahrung in den Mittelpunkt stellt – und die vielleicht die größten Geheimnisse des Universums entschlüsseln könnte.
— New Scientist (@newscientist) 3. Mai 2026
Der Physiker Adam Frank von der University of Rochester und seine Kollegen vertreten die Ansicht, dass bewusste Erfahrung das ist, was grundlegend real ist. Frank erklärt:
Ich habe keinen Zugang zur Welt außer durch Erfahrung. Die physikalistische Welt ist eine Welt, die nicht erlebt wird und nicht erlebt werden kann. Sie ist eine sehr nützliche Abstraktion, aber eine, die erst nach der tatsächlichen Welt kommt, in der Wissenschaftler leben und forschen.
Diese Diskussionen bauen auf früheren Untersuchungen auf, wonach Bewusstsein möglicherweise auf Quantenebene abläuft. In der Forschung wurde untersucht, ob die Mikrotubuli des Gehirns einen mit dem Bewusstsein verbundenen „Quantenherzschlag“ beherbergen könnten. Wissenschaftler nutzen Terahertz-Wellen, um subtile Schwingungen in diesen zellulären Strukturen nicht-invasiv zu untersuchen.
Eine Studie der University of Maryland aus dem Jahr 2024 zeigte, dass die Stabilisierung der Mikrotubuli bei Ratten den Bewusstseinsverlust unter Narkose verzögerte, wobei auf die „Penrose-Hameroff-Orch-OR-Theorie“ Bezug genommen wurde.

Wissenschaftler glauben, dass unser Bewusstsein einen „Quanten-Herzschlag“ hat
Parallel dazu hat der Oxford-Physiker Vlatko Vedral eine Sichtweise vorgestellt, die auf der Viele-Welten-Interpretation der Quantenmechanik basiert. Er geht davon aus, dass in Paralleluniversen alternative Versionen von Individuen existieren könnten, wobei jedes noch so kleine Quantenereignis die Realität potenziell in verschiedene Pfade verzweigen lässt.
Alternative Versionen von dir aus Paralleluniversen können dein Leben kontrollieren, behauptet eine neue Theorie.
— Daily Mail US (@Daily_MailUS) 12. Mai 2026
Vedral betonte, dass sich die Realität durch alltägliche Interaktionen verzweigt, nicht allein durch menschliche Beobachtung:
Menschen erschaffen die Realität nicht auf magische Weise, nur weil sie sie beobachten. Das Bewusstsein ist nicht in dem Sinne etwas Besonderes, wie viele Menschen glauben.
Die Realität ändert sich nicht plötzlich, nur weil ein Mensch etwas betrachtet hat. Stattdessen kann jede Interaktion das Ergebnis beeinflussen. Das Universum wartet nicht darauf, dass Menschen etwas bemerken, bevor es eine Entscheidung trifft. Die Interaktion selbst ist entscheidend.
Menschen sind Teil eines viel größeren Systems von Wechselwirkungen, das die Realität um sie herum ständig neu gestaltet. Aus dieser Perspektive steht das menschliche Bewusstsein nicht im Mittelpunkt des Universums. Es ist ein endloses Geflecht aus Zusammenstößen, Teilchen und Wahrscheinlichkeiten, das sich über unzählige mögliche Ergebnisse erstreckt.
Diese Aussagen verleihen dem Ganzen eine faszinierende zusätzliche Dimension:
Forscher des CERN haben eine hochentwickelte Quantensimulation entwickelt, deren Verhalten bemerkenswerte Ähnlichkeiten mit einem interaktiven Paralleluniversum aufweist. Während Experimente zur Quantenverschränkung änderten ihr Verhalten in dem Moment, als Wissenschaftler bestimmte Regionen beobachteten.
Dies geschieht in:
. Selbstorganisierenden Rechensystemen
. Quanten-Vielteilchensystemen
. Neuronalen Netzen
. Zellulären Automaten
. Simulationen der kondensierten Materie
Und manchmal werden diese Muster so komplex, dass sie fast wie absichtlich wirken. Derzeit gibt es jedoch keine gesicherten Beweise dafür, dass das CERN eine bewusste Simulation geschaffen oder ein ‚Paralleluniversum‘ entdeckt hat.
Das Faszinierende daran ist: Die Physik stellt immer wieder fest, dass Ordnung auf natürliche Weise aus Komplexität entsteht. Je komplexer Systeme werden, desto mehr erscheint die Realität als rechnerisch, geometrisch und informationsbasiert. Deshalb verbreiten sich diese Geschichten so schnell. Sie berühren ein echtes wissenschaftliches Rätsel: Ab wann wird Mustererkennung zu Emergenz? Und wie würden wir den Unterschied überhaupt erkennen?
— Night Sky Now (@NightSkyNow) 13. Mai 2026 (Vgl. x.com)
Diese Entwicklungen stehen auch im Zusammenhang mit Theorien über die Struktur des Universums selbst. Ein Modell geht davon aus, dass der Kosmos insgesamt sieben Dimensionen hat.
Wie der Physiker Richard Pinák erklärte:
Wir erleben drei Raumdimensionen und eine Zeitdimension – insgesamt also vier Dimensionen. Unser Modell geht davon aus, dass das Universum tatsächlich sieben Dimensionen hat:
Die vier, die wir kennen, plus drei winzige zusätzliche Dimensionen, die so stark gekrümmt sind, dass wir sie nicht direkt wahrnehmen können.
Das Modell behandelt Themen, wie das Informationsparadoxon bei Schwarzen Löchern durch geometrische Effekte in den verborgenen Dimensionen.

Wissenschaftler erklären, das Universum hat SIEBEN Dimensionen
Insgesamt zeichnet sich ein Bild ab, das auf ein Universum hindeutet, in dem sich Bewusstsein, Quantenwechselwirkungen, zusätzliche Dimensionen und mögliche Parallelwelten auf eine Weise überschneiden, die unserer alltäglichen Intuition widerspricht. Ob künftige Experimente diese Zusammenhänge bestätigen oder präzisieren werden, bleibt offen, doch die Debatte an der Schnittstelle von Physik und Neurowissenschaften entwickelt sich weiter.
Quelle: Modernity
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