Syriens „CIA-Regierung“ bereitet 50.000 Soldaten für eine große Anti-Kurden-Offensive im Nordosten vor

von | 21. Aug. 2025

Die islamistisch-syrische Regierung versucht den Eindruck zu erwecken, dass sie eine friedliche Einheit in Syrien unterstützt. Präsident Ahmed al-Sharaa erklärte, er glaube, dass Syrien durch eine Art Einigung statt durch militärische Gewalt vereint werden sollte, da das syrische Volk des Krieges müde sei. (vgl. middleeasteye.net) Die Handlungen seiner Regierung erzählen jedoch eine andere Geschichte. Denn nachdem sie letzte Woche die Integrationsgespräche mit den Kurden abgelehnt und wenige Tage später den Drusen die Teilnahme an Gesprächen über die Gewalt in ihrem Gebiet verweigert hatte, bereitet die Regierung nun eine massive Offensive gegen die Kurden vor.

Um die Provinzen Raqqa und Deir Ezzor aus der Kontrolle der kurdischen SDF zu befreien, bereitet das Militär eine Offensive mit rund 50.000 Soldaten vor. Der Plan sieht vor, die Truppen in der Stadt Palmyra zu konzentrieren und in die von Kurden kontrollierten Gebiete vorzustoßen. (Vgl. thecradle.co)

Die SDF hat eine Grundsatzvereinbarung zur Integration in das syrische Militär getroffen, die jedoch aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über den Ablauf verzögert wurde. Die USA haben die SDF wegen der Verzögerungen kritisiert, und Gesandter Tom Barrack hat die Kurden gewarnt, dass Föderalismus „nicht funktioniert“ und sie die Integration akzeptieren müssen.

In den letzten zehn Jahren haben die USA die SDF wiederholt im Kampf gegen den IS unterstützt. Nun scheinen sie sich zunehmend auf die Seite von Sharaa zu stellen, den Präsident Trump als „stark und attraktiv“ lobt. (vgl. theguardian.com) Die USA haben auch den Großteil ihrer Truppen aus dem kurdischen Gebiet abgezogen, ihre letzte nennenswerte Präsenz befindet sich nun weit im Süden in al-Tanf.

Die Offensive gegen die SDF wird voraussichtlich noch vor Oktober stattfinden, aber Berichten zufolge wird sie nicht ohne die Zustimmung der USA erfolgen. (vgl. thenationalnews.com) Das wäre in der Vergangenheit undenkbar gewesen, doch die derzeitige Priorität der Regierung, Syrien hinter der islamistischen Hayat Tahrir al-Sham (HTS) zu vereinen, könnte die Lage verändert haben. Die Darstellung, dass die Kurden den Prozess verzögern, könnte die USA dazu veranlassen, Syrien stillschweigend grünes Licht für einen Angriff auf ihre langjährigen Verbündeten zu geben.

Quelle: AntiWar

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