Laut einem Bericht von Moms Across America (MAA) über Tierarzneimittel und Hormone in Lebensmitteln, könnten Kinder unwissentlich ein tierisches Verhütungsmittel zu sich nehmen, wenn sie ein Hähnchensandwich bei Chick-fil-A essen. Denn diese werden in den beliebtesten US-Fastfood-Restaurants serviert. (Vgl. Moms Across America)
Die gemeinnützige MAA (Moms Across America) veröffentlichte diesen Monat die Ergebnisse von Lebensmittelproben, die auf Tierarzneimittel, einschließlich Antibiotika und Hormone, untersucht wurden. Das Health Research Institute, ein gemeinnütziges, unabhängiges Labor in Fairfield, Iowa, führte die Untersuchungen durch.
Die Ergebnisse zeigten, dass ein Chick-fil-A-Hähnchensandwich Nicarbazin (vgl. Science Direct) enthielt, ein Antiparasitikum, das auch als Verhütungsmittel für Vögel fungiert. (Vgl. National Library of Medicine)
Sechzig Prozent der Proben der zehn größten Fast-Food-Ketten in den USA enthielten auch das Antibiotikum Monensin, das beim Menschen schwere Schäden verursachen kann. (vgl. QSR) Dieses Antibiotikum ist von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA (Food and Drug Administration) noch nicht für den menschlichen Gebrauch zugelassen. (Vgl. National Library of Medicine)
Zen Honeycutt, Gründerin und Geschäftsführerin der MAA, nannte die Ergebnisse schockierend“ und beunruhigend“, insbesondere weil einige Fast-Food-Ketten Schulmittagessen liefern. (Vgl. New York Post)
Honeycutt und andere Befürworter gesunder Lebensmittel werden die Testergebnisse am 17. Oktober den US-Gesetzgebern während eines Kongress-Briefings über die Toxizität von Lebensmitteln in den USA vorstellen.
Honeycutt erklärte gegenüber The Defender:
Jeden Tag werden dreißig Millionen Schulmahlzeiten an unsere Kinder ausgegeben, und für Millionen unterprivilegierter Kinder sind diese giftigen Mahlzeiten ihr einziger Zugang zu Nahrung.
Sie fügte hinzu:
Die Auswirkungen der täglichen Einnahme eines bekannten tierischen Verhütungsmittels von Millionen von Amerikanern, insbesondere Kinder und junge Erwachsene, sind besorgniserregend.
Da die Unfruchtbarkeitsprobleme zunehmen, steht die Fruchtbarkeit dieser Generation in Anbetracht dieser Ergebnisse für uns im Vordergrund.
Rechtsanwalt Michael Baum, Seniorpartner bei Wisner Baum, kommentierte die Fast-Food-Testinitiative der MAA:
Giftstoffe, wie sie bei den Tests von Moms Across America in den wichtigsten Fastfood-Produkten gefunden wurden, gehören nicht in die Nahrung, und schon gar nicht in die Nahrung von Kindern.
Eine regelmässige Belastung mit solchen Stoffen kann zu unerwarteten Schäden führen – ein großes Lob an „Moms Across America“, für die Durchführung und Veröffentlichung dieser Tests.
Unter Baums Leitung hat die Kanzlei in Fällen von Verbrauchertäuschung und Produkthaftung gegen große Pharma- und Biowissenschaftsunternehmen wie Bayer Corp. (ehemals Monsanto), Eli Lilly, Forest Labs, GlaxoSmithKline, Pfizer und weitere Unternehmen Milliarden von Dollar gewonnen.
Baum fügte hinzu:
Diese Fast-Food-Unternehmen sollten jetzt Maßnahmen ergreifen, um die Giftstoffe aus dem Essen, was sie Kindern und Erwachsenen anbieten, zu entfernen.
Das Health Research Institute testete Proben von Taco Bell, Chipotle, Dunkin‘, Wendy’s, Domino’s, Burger King, Subway, Starbucks, Chick-fil-A und McDonald’s. Nur die Produkte von Chipotle und Subway wiesen keine nachweisbaren Mengen an Tierarzneimitteln und Hormonen auf.
Die Tests bestätigten Monensin, ein Antibiotikum, das zur Steigerung der Milchproduktion bei Milchkühen eingesetzt wird, in: McDonald’s Big Mac, Burger King’s Quarter Pounder, Domino’s Extra Pepperoni Pizza, Wendy’s Cheeseburger, Dunkin’s Frühstückssandwich mit Wurst, Ei und Käse und Taco Bell’s Beef Taco Supreme. (Vgl. PennState Extension)
Das Dunkin‘ Sandwich, die Pizza von Domino’s und das Double-Smoked Bacon, Cheddar & Egg Sandwich von Starbucks enthielten Spuren von Narasin, einem Antibiotikum, das in der Viehzucht und bei Geflügel verwendet wird. Auch der Cheeseburger von Wendy’s enthielt eine beträchtliche Menge an Narasin. (Vgl. Science Direct)
Monensin und Narasin sind antibiotische Ionophore (vgl. Science Direct), die die Ionendurchlässigkeit von Zellmembranen erhöhen. Sie werden hauptsächlich zur Vorbeugung von Kokzidiose, einer parasitären Darminfektion, eingesetzt. (Vgl. Britannica)
Dr. Dimitri Drekonja, ein Spezialist für Infektionskrankheiten und außerordentlicher Professor für Medizin an der Universität von Minnesota, fand es „besorgniserregend“, dass mehrere Fast-Food-Produkte Ionophore enthielten. (Vgl va.gov)
Er erklärte gegenüber The Defender:
Jeder unnötige Einsatz von Antibiotika, ob bei Menschen oder Tieren, sollte die Bevölkerung beunruhigen. Denn jeglicher Gebrauch solcher Substanzen führt zu einer Erhöhung der Anzahl resistenter Organismen, von denen wiederum einige letztendlich Infektionen beim Menschen verursachen.
Ich würde es zwar vorziehen, wenn die Zahl gleich Null wäre, sagte Drekonja. Er sei jedoch „ermutigt“, dass nur drei der 104 getesteten Medikamente in den Proben vorhanden waren.
Nicarbazin – das Medikament, das in Chick-fil-A’s Hähnchensandwich gefunden wurde – wird auch zur Behandlung von Kokzidiose bei Fleischvögeln und zur Verhinderung der Fortpflanzung bei Gänsen (vgl. Wildlife) und Tauben eingesetzt. (Vgl. MDPI)
In einem Bericht aus dem Jahr 2005 über die Kontrolle der Lebensmittelsicherheit in der Geflügelindustrie wurde festgestellt, dass das Medikament „seit Jahrzehnten auf dem Markt ist“, aber vor kurzem „aufgrund unvollständiger toxikologischer Daten verboten wurde“. (Vgl. Science Direct)
Seit dem 7. Juni erlaubt die FDA jedoch die Verwendung von Nicarbazin bei Geflügel zur Vorbeugung von Kokzidiose und „zur Steigerung der Gewichtszunahme und Verbesserung der Futtereffizienz“. (Vgl. US Food & Drug)
Chick-fil-A reagierte nicht sofort auf die Aufforderung von The Defender, über die Verwendung von Nicarbazin bei seinen Hühnern zu kommentieren.
Quelle: The Defender
Telegram zensiert nicht! Wenn du in Kontakt bleiben möchtest, kannst du Legitim auf Telegram kostenlos abonnieren: hier anmelden (Telegram herunterladen)




