Texas KI-Zentren verbrauchen 463 Millionen Gallonen Wasser – nun werden die Bewohner gebeten, weniger zu duschen

von | 4. Aug. 2025

Wasserverbrauch von KI-Rechenzentren in Texas: Angesichts der schweren Dürre in Texas kommt es zu Konflikten, da KI-Rechenzentren täglich Millionen Liter Wasser verbrauchen. Der Stargate-Campus von Microsoft ist führend bei diesem Anstieg, was zu Umweltbedenken führt. Allein im Zeitraum 2023 – 2024 verbrauchten Rechenzentren in Zentraltexas 463 Millionen Gallonen Wasser, genug für Zehntausende Haushalte. Während die Gemeinden dazu angehalten werden, jeden Tropfen zu sparen und sogar auf einfache Duschen zu verzichten, verbrauchen, laut einem Bericht, riesige neue KI-Rechenzentren täglich Millionen Liter Wasser, um ihren Betrieb aufrechtzuerhalten.

Microsofts Stargate-Campus führt den Boom der KI-Rechenzentren an

Microsofts Stargate-Campus in Abilene führt einen Boom beim Bau von Rechenzentren an und verspricht, einer der weltweit größten Knotenpunkte für fortschrittliche Technologien im Bereich der künstlichen Intelligenz zu werden, wie aus einem Bericht von Techie + Gamers hervorgeht.

Texanische KI-Rechenzentren verbrauchen Millionen Liter Wasser trotz schwerer Dürre

Techie + Gamers berichtete auch, dass hinter diesem Hightech-Versprechen verbirgt sich jedoch ein wachsendes Umweltproblem: Der Wasserverbrauch. Laut einer Untersuchung der Zeitung The Austin Chronicle vom Juli 2025 verbrauchten Rechenzentren in Zentraltexas, darunter Einrichtungen von Microsoft und dem US Army Corps in San Antonio, allein in den Jahren 2023 und 2024 insgesamt 463 Millionen Gallonen Wasser. Das ist genug Wasser, um den Bedarf von Zehntausenden Haushalten zu decken.

Warum Rechenzentren so viel Wasser verbrauchen

Laut Techie + Gamers stellt dieses Thema für viele Texaner einen schmerzhaften Widerspruch dar: Während Dürrewarnungen die Einwohner dazu auffordern, ihren Wasserverbrauch einzuschränken, insbesondere bei alltäglichen Aktivitäten, wie Duschen, verbrauchen riesige Anlagen, die für die Tech-Wirtschaft unverzichtbar sind, still und leise enorme Mengen an Wasser, hauptsächlich zur Kühlung von Servern, die die Rechenzentren rund um die Uhr am Laufen halten. Robert Mace, Geschäftsführer des Meadows Center for Water and the Environment an der Texas State University, erwähnte:

Die Menschen betrachten Rechenzentren nicht als industrielle Wasserverbraucher, aber genau das sind sie. Sobald dieses Wasser verdunstet ist, ist es einfach weg.

Experten betonen den industriellen Umfang des Wasserverbrauchs von Rechenzentren

Der Umfang des Wasserverbrauchs ist enorm, denn laut Prognosen der „Texas Water Development Board“ werden die Rechenzentren des Bundesstaates im Jahr 2025 schätzungsweise 49 Milliarden Gallonen Wasser verbrauchen, wobei dieser Wert laut einem Bericht von Techie + Gamers bis 2030 auf fast 400 Milliarden Gallonen ansteigen wird. Das entspricht laut dem Bericht etwa 7% des gesamten prognostizierten Wasserverbrauchs von Texas.

Margaret Cook, Wasserpolitik-Analystin am Houston Advanced Research Center, betonte:

Diese Zentren an Orten entstehen, die unter starkem Wassermangel leiden. Sie sind nicht verpflichtet, mit den Gemeinden darüber zu sprechen, wie viel Wasser sie verbrauchen werden.

Techie + Gamers berichtete:

Die Einwohner der Region Hill Country, in der derzeit mehrere neue KI-Zentren gebaut werden, schlagen Alarm. Ein Großteil des von diesen Zentren verbrauchten Wassers verdunstet während der Kühlung und kann nicht recycelt werden – ein kritisches Problem in einer Region, die ohnehin schon mit knappen Wasserressourcen zu kämpfen hat.

Microsofts Nachhaltigkeitsversprechen stößt auf Skepsis

Microsoft arbeitet zwar an Nachhaltigkeitszielen und strebt laut Bericht an, bis 2030 „wasserpositiv“ zu sein, d.h. mehr Wasser zu erneuern als zu verbrauchen. Laut Techie + Gamers betont das Unternehmen Wassersanierungsprojekte und die Verwendung von recyceltem Wasser, wann immer möglich. Kritiker befürchten jedoch, dass diese Maßnahmen oft weit entfernt von den von Wasserknappheit betroffenen Gemeinden stattfinden und dadurch ihre Wirkung begrenzt ist. Cook sagte in dem Bericht:

Man muss sich fragen, was ‚wasserpositiv‘ bedeutet, wenn man Großprojekte an Orten baut, die bereits mit Wasserknappheit zu kämpfen haben.

Laut Techie + Gamers ist Transparenz ist ein weiteres Problem. Einige Wasserversorger erfahren erst nach Baubeginn von neuen Rechenzentren. Unternehmen agieren manchmal unter Scheinfirmen oder Decknamen, was das Bewusstsein und die Beteiligung der Bevölkerung verringert. Dieses Problem betrifft nicht nur die Zukunft, es ist bereits heute Realität. Angesichts der bereits jetzt in weiten Teilen Texas herrschenden Dürreperioden stellt der Ausbau der KI-Infrastruktur diese Frage auf die Probe, wie Gemeinden technologischen Fortschritt mit ökologischer Nachhaltigkeit in Einklang bringen können.

Quelle: The Economic Times

Telegram zensiert nicht! Wenn du diese Information wichtig findest, kannst du Legitim auf Telegram kostenlos abonnieren: hier anmelden (Telegram herunterladen)

Legitim-Newsletter

 

Abonniere den Newsletter,


um die wichtigsten Updates per E-Mail zu erhalten!

Du hast dich erfolgreich angemeldet - danke!