USA auf dem Weg zur digitalen Wende – oder zum Kontrollstaat? Was hinter dem Anti-CBDC Surveillance State Act steckt

von | 20. Juli 2025

Du hast sicher schon von digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs) gehört. Vielleicht klingt das nach technischer Zukunftsmusik, nach effizienteren Zahlungen, vielleicht nach Komfort. Doch in den letzten Jahren hat sich ein Gedanke in die öffentliche Debatte geschlichen, der viele nicht mehr loslässt: Was, wenn genau dieses neue Geld zum unsichtbaren Kontrollinstrument wird? Die Debatte um den „Anti‑CBDC Surveillance State Act“ in den USA zeigt, wie tief das Thema mittlerweile reicht – und welche Schatten es vorauswirft.

Stell dir vor, Bargeld verschwindet – wie wir es ja bereits erleben. Alles läuft über ein digitales Zentralbankkonto. Jeder Kauf, jede Transaktion, jede kleine und große Entscheidung – alles wird nachvollziehbar, alles wird auswertbar. Die Technologie, die als neutral gilt, kann plötzlich politische Farbe bekommen. Der „Anti‑CBDC Surveillance State Act“ setzt hier an. Er will verhindern, dass die Federal Reserve – also die US‑Zentralbank – solch eine digitale Währung überhaupt direkt oder indirekt an Bürger herausgeben kann. Weder Testläufe noch geheime Pilotprojekte sind erlaubt, solange nicht der Kongress ausdrücklich zustimmt.

Man könnte meinen, das sei ein rein amerikanisches Thema. Doch der Blick in die USA ist wie ein Fenster in die eigene Zukunft. In Europa steht der digitale Euro auf dem Prüfstand, weltweit testen Zentralbanken ihre Systeme – oft unter dem Deckmantel von Innovation. Doch hinter den Kulissen wirkt mehr als bloße Technik. Es geht um Macht, Kontrolle und den subtilen Übergang vom freien Bürger zur verwalteten Nummer.

Der „Anti‑CBDC Surveillance State Act“: Was dahintersteckt

Der Gesetzentwurf will das Tor schließen, bevor es überhaupt richtig geöffnet ist. Er untersagt der US‑Zentralbank, jemals eine eigene digitale Währung für Bürger einzuführen oder auch nur zu testen – ohne vorherige Genehmigung durch den Kongress. Das umfasst direkte und indirekte Wege über Banken oder andere Institute. Generell ist dieses Vorhaben sehr zu begrüßen.

Die Initiatoren sehen in einer digitalen Zentralbankwährung eine Gefahr für demokratische Freiheiten. Wer das Geld kontrolliert, kontrolliert das Verhalten – und Bargeld könnte zur Ausnahme werden. Die Angst vor einem „Social‑Credit‑System“ wie in China ist nicht aus der Luft gegriffen, denn dort werden Ausgabeverhalten und Teilhaberechte bereits über digitale Daten gelenkt. Der Gesetzentwurf ist nicht grundsätzlich systemtechnisch gegen Digitalisierung, sondern er stellt sich gegen Zentralisierung und Kontrolle.

Die feinen Fäden der Macht: Überwachung, Steuerung, Manipulation

CBDCs werden oft als Mittel zur Transparenz beworben – doch sie bergen auch das Potenzial zur umfassenden Überwachung. Behörden werden wohl damit wohl Transaktionen tracken können, analysieren und wenn gewollt beeinflussen können. „Programmiertes Geld“ ermöglicht es, den Zweck von Ausgaben einzuschränken: ein politisch unerwünschter Einkauf, eine soziale Spende – plötzlich wird das Geld blockiert.

Damit nicht genug – selbst wenn Bargeld bleibt, kann das digitale Modell zur Norm werden. Die Generation, die mit Bargeld aufwuchs, spürt ihren Wert. Die nächste Generation wächst möglicherweise bereits mit digitaler Kontrolle auf. Und mit ihr die Akzeptanz eines neuen Normalzustands – im Überwachungsschatten.

Ein Blick zu Stablecoins und das Gesamtbild

Es taucht der GENIUS Act auf – das US‑Gesetzespaket zur Regulierung von Stablecoins. Stablecoins sind digital an einen Währungswert gekoppelte Token, oftmals an den US-Dollar. Der GENIUS Act erlaubt ihre Ausgabe nur vertrauenswürdigen Banken oder beaufsichtigten Unternehmen – mit umfassender Kontrolle, Monatsberichten, Auditierung und Reserven im Wert von US‑Dollar oder Staatsanleihen.

Auf den ersten Blick scheint das Sicherheit zu bieten – doch auf den zweiten entsteht ein System, in dem der Staat auswählt, welche große Konzerne bestimmen, wer Zugang zu digitalem Geld bekommt. Blacklists, Filter und Transaktionskontrolle werden so zur privatwirtschaftlichen Realität – wohl ohne offizielle Social‑Credit‑Systeme, aber mit ähnlicher Wirkung. Überwachung ist möglich und kann über Gesetze in Kontrolle gewandelt werden.

Die Debatte um CBDCs und Stablecoins betrifft die großen Themen, Vertrauen und Freiheit. Der „Anti‑CBDC Surveillance State Act“ zeigt dabei: Widerstand ist möglich, Gesetze können Grenzen ziehen.
Und der „GENIUS Act“ zeigt uns: Oft gibt es in anderen Gesetzen Hintertüren, um doch – auch wenn vielleicht in einer veränderten Art oder etwas abgeschwächt – das zu erlauben, was im anderen Gesetz verboten wurde.

Quelle: Congress.gov, Pillsbury Law

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