Es gibt Gerüchte, Venezuela habe bis zu 600.000 Bitcoin gebunkert, was weltweit die größte mit einem Staat zusammenhängende Summe wäre. Nun gut, Gerüchte sind Gerüchte, und bislang gibt es dafür keine Bestätigung. Allerdings gibt es vom Vorsitzenden der US amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC, Paul Atkins, einen interessanten Kommentar. Darin sagt er, dass seine Behörde für eine mögliche Verfolgung des venezolanischen Bitcoin Bestands, dessen Existenz vorausgesetzt, nicht zuständig sei, sondern dass dieses Thema von anderen Teilen der Regierung behandelt werde.
Das klingt nach einer höheren Wahrscheinlichkeit für eine tatsächliche Existenz als nach einem bloß falschen Gerücht, insbesondere auch deshalb, weil Atkins nach dieser Aussage rasch das Thema wechselte. Das ist allerdings ebenfalls nur eine Vermutung. Spannend wird vor allem die Frage, wie die Vereinigten Staaten mit einem derart enormen Bitcoin Bestand umgehen würden, sollte er sich als real erweisen. Würden sie ihn dem venezolanischen Staat überlassen oder beschlagnahmen und in das eigene Staatsvermögen integrieren.
SEC Vorsitzender: Schicksal des mutmaßlichen venezolanischen Bitcoin Bestands „bleibt abzuwarten“
Der Vorsitzende der SEC Paul Atkins erklärt, dass weiterhin unklar sei, ob die Vereinigten Staaten die mutmaßlichen Bitcoin Bestände Venezuelas im Wert von 60 Milliarden US Dollar beschlagnahmen werden, betont jedoch zugleich die bevorstehende Gesetzgebung zur Klarstellung der Regulierung von Kryptowährungen.
Micah Zimmerman – 12. Januar 2026
Der Vorsitzende der US amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde SEC (Securities and Exchange Commission) Paul Atkins erklärte heute, dass weiterhin unklar sei, ob die US Regierung Schritte unternehmen werde, um die weithin diskutierten Bitcoin Bestände zu beschlagnahmen, die mutmaßlich mit Venezuela in Verbindung stehen. (Vgl. Fox Business) Diese Unsicherheit entsteht zu einem Zeitpunkt, an dem Washington versucht, den Märkten für digitale Vermögenswerte größere regulatorische Klarheit zu verschaffen.
Atkins sagte gegenüber Fox Business, dass die Frage einer möglichen Verfolgung des sogenannten venezolanischen Bitcoin Bestands, der je nach Schätzung etwa 600.000 Bitcoin oder rund 56 bis 67 Milliarden US Dollar zu aktuellen Preisen [aktueller Wert in Euro] umfassen soll, derzeit „noch offen“ sei und von anderen Teilen der Regierung behandelt werde. (Vgl. CNBC)
„Das überlasse ich anderen. Das ist nicht mein Schwerpunkt“, sagte Atkins und unterstrich damit, dass die Securities and Exchange Commission derzeit der Beschlagnahmung von Vermögenswerten keine Priorität einräumt.
Gerüchte in Krypto und Geheimdienstkreisen verweisen auf eine massive „Schattenreserve“ an Bitcoin, die angeblich von der venezolanischen Regierung durch Goldverkäufe, in Stablecoins abgewickelte Ölgeschäfte und andere Transaktionen aufgebaut wurde, die bis ins Jahr 2018 zurückreichen.
Sollte eine solche Reserve bestätigt werden und unter US Kontrolle stehen, würde sie zu den größten Bitcoin Beständen weltweit zählen.
Unabhängige Blockchain Analysten weisen jedoch darauf hin, dass es bislang keine überprüfbaren On Chain Beweise gibt, die Wallets mit derartigen Beträgen mit der venezolanischen Regierung in Verbindung bringen, und dass öffentlich nachverfolgbare Adressen, die staatlichen Stellen zugeordnet sind, lediglich einen sehr kleinen Teil der mutmaßlichen Bestände widerspiegeln. (Vgl. Fortune)
BREAKING: 🇺🇸 SEC Chair Paul Atkins says it "remains to be seen" if the US takes Venezuela's reported $60 billion in #Bitcoin holdings 🇻🇪 pic.twitter.com/qeukJX6Dhm
— Bitcoin Magazine (@BitcoinMagazine) January 12, 2026
EILMELDUNG:
Der Vorsitzende der Securities and Exchange Commission Paul Atkins erklärt, es sei „noch offen“, ob die Vereinigten Staaten die gemeldeten Bitcoin Bestände Venezuelas im Umfang von 60 Milliarden US Dollar übernehmen werden.
Bitcoin und Aktualisierung zum CLARITY Act
Atkins wechselte anschließend rasch vom Thema Venezuela zu den laufenden Gesetzesinitiativen im US Kongress, die darauf abzielen, den regulatorischen Rahmen für digitale Vermögenswerte klarer zu definieren.
„Diese Woche ist eine wichtige Woche, weil sich der Senat mit einem parteiübergreifenden Gesetzentwurf befasst, der Klarheit und Sicherheit in die Krypto Welt bringen wird“, sagte er und bezog sich dabei auf eine Maßnahme, die darauf ausgelegt ist, die Aufsichtszuständigkeiten zwischen der SEC (Securities and Exchange Commission) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) klar abzugrenzen.
Der Gesetzentwurf, der von Abgeordneten beider Parteien unterstützt wird und voraussichtlich noch in dieser Woche beraten wird, stelle den nächsten Schritt dar, um die Vereinigten Staaten als globalen Vorreiter in den Märkten für digitale Vermögenswerte zu positionieren, so Atkins.
Zudem verwies er auf den Genius Act, der Ende des vergangenen Jahres verabschiedet wurde und als erstes Gesetz Kryptowährungen formell im US Recht anerkennt. Dieses Gesetz habe insbesondere dazu beigetragen, regulatorische Klarheit für Stablecoin Regelwerke zu schaffen.
Atkins zeigte sich optimistisch, dass mit klareren Regeln die Märkte die dringend benötigte Sicherheit in Bezug auf Produkte und Aufsicht gewinnen werden.
Er hob die laufende Zusammenarbeit mit dem neuen Vorsitzenden der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) hervor und bekräftigte die Verpflichtung der SEC (Securities and Exchange Commission), künftige Vorschriften konsequent durchzusetzen, sobald diese in Kraft treten.
Während ethische Fragen im Zusammenhang mit öffentlichen Amtsträgern und geschäftlichen Interessen im Kryptobereich weiterhin in die Zuständigkeit des Kongresses fallen, betonte Atkins, dass die unmittelbare Priorität in der Schaffung eines Regulierungsrahmens liege, der Marktunsicherheiten reduziert und das Vertrauen der Anleger stärkt.
Quelle: Bitcoin Magazine
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