Immer mehr entwickelt sich die Blockchain Technologie zu einer tragenden Säule des Finanzwesens. Häufig geschieht dies im Hintergrund, da vor allem die technische Infrastruktur betroffen ist. Mitunter werden die Veränderungen jedoch durch große Kooperationen sichtbar, deren Auswirkungen in erster Linie institutionelle Anleger betreffen, wie aktuell die Zusammenarbeit zwischen Coinbase und der britischen Großbank Standard Chartered.
Coinbase kooperiert mit Standard Chartered, um institutionelle Investoren anzulocken
Le Journal Du Coin – 1. Juni 2026
Der US-amerikanische Broker Coinbase bleibt ein wichtiger Akteur auf dem Kryptomarkt, auch wenn sein Wachstum in Europa langsamer verläuft als in Nordamerika. Um seinen Vorsprung zu sichern, hat das Unternehmen eine Partnerschaft mit Standard Chartered [britische Großbank mit internationalem Firmen- und Investmentbankgeschäft] bekannt gegeben. Das Ziel ist klar: Institutionelle Investoren mit einem Angebot zur Finanzierung in mehreren Währungen ansprechen.
Die wichtigsten Punkte dieses Artikels:
- Coinbase hat eine Partnerschaft mit der britischen Bank Standard Chartered bekannt gegeben, um institutionelle Investoren anzusprechen.
- Die Zusammenarbeit ermöglicht es Investoren, über Coinbase Prime und Coinbase Exchange auf den globalen Märkten zu agieren und dabei die Kosten für Währungsumrechnungen im Devisenhandel (Foreign Exchange, FX) zu reduzieren.
Coinbase will institutionelle Investoren gewinnen
Coinbase verfolgt derzeit mehrere Strategien gleichzeitig. Einerseits expandiert das Unternehmen in Europa, wo sich der Markt für digitale Vermögenswerte zunehmend um die Verordnung Markets in Crypto Assets (MiCA) strukturiert. Andererseits möchte Coinbase seine führende Position in den USA, seinem Heimatmarkt, behaupten.
Diese doppelte Strategie wird durch ein drittes Ziel ergänzt: institutionelle Marktteilnehmer zu gewinnen, die großen Wert auf regulierte Plattformen legen.
Vor diesem Hintergrund hat Coinbase die Partnerschaft mit Standard Chartered angekündigt. Laut Unternehmen soll sie „mehrwährungsfähige Finanzierungswege für institutionelle Kunden erschließen“. (Vgl. Coinbase)
„Da die institutionelle Beteiligung in verschiedenen Regionen zunimmt, ist die Fähigkeit, Kapital effizient zwischen verschiedenen Währungen zu bewegen, zu einer wesentlichen Anforderung geworden. Die Verwaltung von Portfolios in mehreren Währungen, die Optimierung von Wechselkursrisiken und die Finanzierung von Positionen an den Märkten erfordern eine flexible und widerstandsfähige Infrastruktur.“
Coinbase über die Partnerschaft mit Standard Chartered (Vgl. Coinbase)
Wichtige Neuigkeit: Coinbase geht eine Partnerschaft mit Standard Chartered ein, um den weltweiten Zugang zu Fiatwährungen für institutionelle Investoren auszubauen.
Über Coinbase Prime erhalten Kunden zusätzliche Möglichkeiten, ihre Konten in wichtigen Währungen wie dem Australischen Dollar (AUD), Singapur-Dollar (SGD), Kanadischen Dollar (CAD), Schweizer Franken (CHF), Euro (EUR) und Britischen Pfund (GBP) zu finanzieren. Dadurch werden Reibungsverluste beim Währungsumtausch reduziert und die Kapitaleffizienz auf den globalen Märkten verbessert.
Die Zukunft des Finanzwesens ist offen, unmittelbar und grenzüberschreitend.
Standard Chartered im Dienst institutioneller Anleger
Konkret ermöglicht die Zusammenarbeit institutionellen Investoren den Zugang zu globalen Märkten über eine einzige Plattform. Möglich wird dies durch die Integration von Standard Chartered in Coinbase Prime und Coinbase Exchange.
Dadurch sinken die Kosten für Währungsumrechnungen auf dem Devisenmarkt [Foreign Exchange (FX), internationaler Handel mit Währungen], die solche Strategien normalerweise belasten. Gleichzeitig soll die Kapitalallokation verbessert werden.
Zudem können Kunden auf die Infrastruktur einer global systemrelevanten Bank [Global Systemically Important Bank (GSIB), Finanzinstitut, dessen Ausfall erhebliche Auswirkungen auf das weltweite Finanzsystem hätte] zurückgreifen.
Für Prime-Trading-Kunden in der Europäischen Union steht die Funktion allerdings noch nicht zur Verfügung. Die Integration soll dort mehr Zeit in Anspruch nehmen.
„Mit den neuen Währungsschienen über Standard Chartered können institutionelle Kunden nun zusätzliche Währungen auf Coinbase Prime und Coinbase Exchange finanzieren und handeln.“
Coinbase über die Partnerschaft mit Standard Chartered (Vgl. Coinbase)
Betrachtet man die Entwicklung von Coinbase in den vergangenen Monaten, fällt auf, dass das Unternehmen sein institutionelles Angebot Schritt für Schritt durch gezielte Partnerschaften ausbaut, anstatt auf große, disruptive Ankündigungen zu setzen. Die Zusammenarbeit mit einem Schwergewicht wie Standard Chartered passt genau in diese Strategie. Ziel ist es, die bankenseitige Glaubwürdigkeit der Kryptoplattform gegenüber Vermögensverwaltern und Unternehmensschatzmeistern zu stärken, die zunehmend eine Infrastruktur nach den Standards der traditionellen Finanzwelt verlangen.
Quelle: Journal du Coin
Artikelempfehlungen:
- Agentic Wallets: Autonome KI Agenten erhalten eigene Wallet bei Coinbase
Coinbase führt mit den sogenannten Agentic Wallets erstmals eine speziell für KI-Agenten entwickelte Wallet ein und verknüpft damit autonome Software direkt mit regulierter Krypto-Infrastruktur.
Die Bots können eigenständig mit USDC Transaktionen durchführen – doch je mehr KI eigenständig wirtschaftlich agiert, desto drängender werden Fragen zu einem möglichem Rechtsvakuum. - Smart Contracts, KI und Staatsgeld: Wird Bermuda zum Testlauf für programmierbare Bürgerkontrolle?
Bermuda treibt gemeinsam mit Circle, Coinbase und Stellar den Aufbau einer vollständig Onchain-basierten Wirtschaft voran – inklusive staatlichem Stablecoin, Smart Contracts und Blockchain-Zahlungen für Behörden.
Während die Regierung niedrigere Kosten und effizientere Abläufe verspricht, wächst zugleich die Debatte über programmierbare Finanzkontrolle und die Verbindung von Blockchain mit KI-Überwachungssystemen.
„Bye Bye Staat & Hallo Freiheit“
Abonniere jetzt LegitimCrypto auf Telegram!




