Zentralisierung und Machtkonzentration scheinen das primäre Ziel der Europäischen Kommission zu sein. Finanzthemen gehören selbstverständlich dazu. Am Donnerstag, dem 4. Dezember 2025, hat die Europäische Kommission in einer Pressemitteilung ihre Forderung veröffentlicht, die Kontroll- und Überwachungsbefugnisse der Europäischen Wertpapier und Marktaufsichtsbehörde ESMA auszuweiten. Aus einem anderen Blickwinkel bedeutet das, die nationalen Befugnisse einzuschränken.
Das geht nicht nur mit einer immer stärkeren Machtkonzentration in der EU einher, sondern wird wahrscheinlich auch kleinere Kryptounternehmen wegen zu hoher Compliancekosten aus dem Markt drängen. Oder anders gesehen, wird der Markt damit indirekt noch stärker unter den großen Akteuren aufgeteilt.
Regulierung: Die EU will die Aufsicht über Kryptos bei der ESMA zentralisieren und die nationalen Aufseher übergehen
Rémy R. – 05. Dezember 2025
Immer mehr Zentralisierung und Verlust von Souveränität. Die Europäische Kommission unter Ursula von der Leyen hat ihren Willen bekräftigt, die Befugnisse der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) im Bereich der Kryptowährungen und der Finanzmärkte auszuweiten.
Diese Initiative zielt darauf ab, jedem Mitgliedstaat der Europäischen Union die direkte Aufsicht über zentrale Marktinfrastrukturen zu entziehen, einschließlich der Dienstleister für digitale Vermögenswerte, und sie bei der ESMA zu zentralisieren.
Die wichtigsten Punkte dieses Artikels:
- Die Europäische Kommission hat ihren Willen bekräftigt, die Befugnisse der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) über Kryptowährungen auszuweiten.
- Die europäischen Kryptoakteure zeigen sich über diese Zentralisierung besorgt, da sie ein Abbremsen der Innovation und zusätzliche Kostensteigerungen für kleinere Unternehmen der Branche befürchten.
Eine Zentralisierung hin zur ESMA, die das Leben der kleinen Kryptoakteure weiter erschweren würde
Am Donnerstag, dem 4. Dezember 2025, hat die Europäische Kommission in einer Pressemitteilung insbesondere ihre Forderung veröffentlicht, die Kontroll- und Überwachungsbefugnisse der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) auszuweiten. (Vgl. European Commission)
Die supranationale Behörde würde sich damit Zuständigkeiten aneignen, die derzeit bei den nationalen Aufsichtsbehörden der einzelnen Mitgliedstaaten liegen, etwa der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) in Deutschland.
Doch die europäischen Akteure des Bitcoin-Sektors zeigen sich über eine solche Zentralisierung der Aufsicht über die Finanzmärkte bei der ESMA, die damit auch die Kryptomärkte betreffen würde, besorgt:
„Die vollständige Zentralisierung der Erteilung von Genehmigungen [für MiCA-Lizenzen] und der Aufsicht bei der ESMA würde erhebliche personelle und finanzielle Ressourcen erfordern. (…) Das würde die Entscheidungsfindung und die Innovation verlangsamen, insbesondere für neue Akteure.“
Faustine Fleuret, Leiterin der Public Affairs beim Unternehmen Morpho [Protokoll/Unternehmen im Bereich dezentraler Finanzen (DeFi), das Kredit- und Anlageprodukte auf der Blockchain anbietet], zitiert von Cointelegraph. (Vgl. Cointelegraph)
Ein Vorschlag, der noch vom Europäischen Parlament genehmigt werden muss
Diese Forderung der Kommission von Ursula von der Leyen, die noch vom Europäischen Parlament und vom Rat der Europäischen Union genehmigt werden muss, könnte die Rolle der ESMA derjenigen der United States Securities and Exchange Commission (SEC) [US-Behörde für Börsen- und Wertpapieraufsicht] in denUSA annähern. Damit würden die europäischen Nationen weiter in das Korsett der „Vereinigten Staaten von Europa“ gezwängt, und das ohne eine einzige direkte Abstimmung der Bürger der 27 Mitgliedstaaten.
Die EU kann dabei leider auf Frankreich, aber auch auf Österreich und Italien zählen, um dieses neue Projekt des Verlusts nationaler Souveränität zugunsten der europäischen Technokratie zu unterstützen.
Diese Länder haben zudem Änderungen der Verordnung Markets in Crypto-Assets (MiCA) [EU-Verordnung zur einheitlichen Regulierung von Märkten für Kryptowerte] vorgeschlagen, um noch strengere Regeln für Kryptotätigkeiten außerhalb der Europäischen Union einzuführen, wie insbesondere Cointelegraph in Erinnerung ruft.
Obwohl diese Zentralisierung angeblich die Wettbewerbsfähigkeit der Finanzmärkte der Europäischen Union stärken soll, befürchten manche Beobachter, dass sie die Innovation ausbremsen wird, insbesondere für kleine Kryptounternehmen und kleine Finanztechnologie-Unternehmen (FinTech), die unter den völlig überzogenen Kosten der Regulierung und Compliance vollständig begraben würden.
Quelle: Journal du Coin
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