Wie weiß das Internet, dass du wirklich DU bist? Worldcoin Whitepaper 3/3 – Der Orb und die Gefahr der Gerätemanipulation

von | 3. Nov 2023

Der letzte Abschnitt des Worldcoin-Whitepapers widmet sich der technischen Umsetzung, der Verwaltung sowie den Beschränkungen. Da das Whitepaper sehr umfangreich ist und tiefgehende technische Details enthält, haben wir alles zusammengefasst.

Reale Geräte haben immer das Problem, dass sie in irgendeiner Weise manipuliert werden können. Ein zusätzliches Teil beim Einbau, eine Manipulation der Datenübertragung oder sonst etwas. Kriminelle sind oft sehr kreativ. Die Benutzung des Orbs, dem Iris-Scanner, als alleiniges Verifizierungsinstrument stößt also schnell an seine Grenzen. Eine Kombination mit anderen Methoden, die wir uns in der Reihe ausführlich angeschaut haben, wäre notwendig.

Mit all den Überlegungen sind wir in einem Dilemma, denn wer von uns musste nicht schon biometrische Daten hergeben. Das sind immer zentralisierte Stellen, manchmal auch Firmen, bei denen die Sicherheit über unsere Daten für uns nur auf dem Papier gegeben ist, nicht aber nachprüfbar ist. Vielleicht sind auch Methoden ohne Biometrie möglich, wobei diese durch die rasante Entwicklung der KIs immer schwieriger in ihrer Sicherheit umzusetzen sind.

Wir könnten auch argumentieren, dass wir solche Nachweise, dass wir wirklich ein Mensch sind, gar nicht bräuchten. In der Krypto-Welt können dann allerdings alle Systeme beliebig manipuliert werden, bei denen es zum Beispiel um Abstimmungen geht. Denn mit genügend Geld kann jemand x Konten mit KIs erstellen und damit die Ergebnisse manipulieren und kontrollieren. Außerhalb der Krypto-Welt fehlt bisher gänzlich ein System, das dezentralisiert und unabhängig von offiziellen Stellen und Firmen, sicher und mit der Sicherung unserer Privatsphäre unsere Identität nachweisen würde. Forschen wir nicht weiter, wird dieses Feld auch weiterhin den zentralisierten Akteuren überlassen. Andererseits scheint es so zu sein, dass Staaten Angst davor haben, dass es ein wirklich dezentrales System zum Nachweis eines Menschen geben könnte, denn das könnte als Angriff auf staatliche Hoheitsrechte gesehen werden, also einem Kontrollverlust gleichkommen. Die Reaktionen der Länder auf Worldcoin sind auf alle Fälle sehr stark und es ist selten so, dass die Maßnahmen die Bürger schützen sollen, auch wenn das vorgegeben wird. Das gibt zu denken.

Schauen wir uns nun die technischen Aspekte des Orbs an, der einfach keine absolute Sicherheit bieten kann, dass nichts manipuliert wird. Kommen biometrische Daten von uns in falsche Hände, kann das fatale Folgen für uns haben. Wer also ernsthaft daran denken sollte, bei Worldcoin mit dem Iris-Scan mitzumachen, sollte sich diesen Gefahren bewusst sein – und wir raten davor ab.

Technische Umsetzung

Um eine World ID zu erhalten, lädt man zuerst die World App herunter.

  • Diese speichert die World ID und ermöglicht die Nutzung auf verschiedenen Plattformen und Diensten.
  • Die App hat Finanzfunktionen, die auf dezentraler Finanzierung basieren.
  • Entwickler können auch ohne Erlaubnis ihre eigenen Clients erstellen.

Nach der Verifizierung durch den Orb (Orb siehe unten) erhalten die Personen eine World ID.

  • Diese dient als sicherer Nachweis der Person und ermöglicht den Erhalt einer bestimmten Menge an WLD (Worldcoin Grants) pro Woche.
  • Die World ID kann auch in anderen Diensten als Authentifizierung verwendet werden.

Für die einfache Integration steht ein Open-Source-Softwareentwicklungskit (SDK) zur Verfügung. Es enthält Tools, Bibliotheken, APIs und Dokumentationen, die die Entwicklung für Web2 und Web3 Anwendungen vereinfachen.

Der Orb

Der Orb wurde zuerst von Tools for Humanity prototypisiert und entwickelt. Er nutzt Iris-Biometrie und ist der einzige Ansatz, der Inklusivität und Betrugsresistenz sicherstellt, um eine faire Teilnahme für alle zu ermöglichen.

Warum spezielle Hardware erforderlich ist

Handelsübliche Geräte wie Smartphones oder Iris-Bildgebungssysteme wären einfacher zu verwenden, erfüllen jedoch nicht die Anforderungen an Sicherheit und Genauigkeit. Der Orb bietet eine höhere Auflösung für die Iriserkennung und nutzt das nahe Infrarotspektrum zur Bildaufnahme, um externe Einflüsse zu minimieren.

Die Sicherheitsanforderungen sind spezifisch. Es geht nicht darum, die Identität einer Person zu bestätigen, sondern sicherzustellen, dass diese Person noch nicht registriert ist. Handelsübliche Geräte sind nicht in der Lage, Präsentationsangriffe (Versuche des Betrugs) mit hoher Zuverlässigkeit zu erkennen. Zudem fehlt vielen Smartphones die erforderliche Hardware, um die Integrität der Ausführungsumgebung zu überprüfen.

Drei Jahre Forschung und Entwicklung, darunter ein Jahr Feldtests und ein Übergangsjahr zur Massenproduktion, haben zur aktuellen Version des Orbs geführt, die Open Source ist.

Design

Das Design des Orbs war von grundlegender Bedeutung für seine Entwicklung. Eine kugelförmige Form stellt eine technische Herausforderung dar, entspricht jedoch den Werten des Worldcoin-Projekts. Die Kugelform symbolisiert die Erde, unsere gemeinsame Heimat. Ebenso ist der Orb um 23,5 Grad geneigt, genauso wie die Erde in Bezug auf ihre Umlaufbahn um die Sonne. Es gibt sogar eine 2 mm dicke, klare Hülle, die den Orb schützt, ähnlich wie die Atmosphäre die Erde schützt. Diese Ähnlichkeit mit der Erde symbolisiert, dass das Worldcoin-Projekt jedem die Möglichkeit zur Teilnahme bieten soll, unabhängig von seiner Herkunft. Der Orb und seine Verwendung von Biometrie spiegeln dies wider, da nichts weiter erforderlich ist, als Mensch zu sein.

Kernkomponenten

Das Gerät kann in vier Hauptteile unterteilt werden:

  • das optische System,
  • die Hauptplatine,
  • die Recheneinheit mit Kühlsystem
  • und einen austauschbaren Akku.

Optisches System

  • Das optische System des Orbs verwendet eine Teleobjektiv-Linse und ein 2D-Gimbal-Spiegelsystem, um den Erfassungsbereich deutlich zu erweitern.*

* Ein 2D-Gimbal-Spiegelsystem ist ein mechanisches Gerät, bei dem ein Spiegel auf zwei Achsen schwenkbar montiert ist. Es wird oft in optischen Systemen verwendet, um die Richtung eines Lichtstrahls präzise zu steuern. Durch Drehen des Spiegels um die beiden Achsen kann der Lichtstrahl in einer zweidimensionalen Ebene gelenkt werden.

  • Mehrere neuronale Netzwerke steuern den Bildaufnahmeprozess.
  • Eine Weitwinkelkamera erfasst die Szene und lenkt die Teleobjektiv-Kamera zum Auge, um ein hochauflösendes Bild der Iris zu erfassen. Die Bildqualität hat höchste Priorität, da sie direkt mit der biometrischen Genauigkeit korreliert.
  • Das Team entwickelte eine benutzerdefinierte Linse, die für das nahe Infrarotspektrum optimiert ist und eine integrierte Flüssiglinse für einen extrem schnellen Autofokus enthält.
  • Die Kamera und die zugehörige gepulste Infrarotbeleuchtung sind synchronisiert, um Bewegungsunschärfe zu minimieren und die Einflüsse von Sonnenlicht zu unterdrücken.
  • Die Auflösung des Orbs liegt weit über dem Branchenstandard, was die Grundlage für die niedrigstmöglichen Fehlerquoten und somit für eine maximale Inklusivität des Systems bietet.

Elektronik

  • Die Hauptplatine steuert viele Funktionen, einschließlich der Kamera und der Linse, und bietet Optionen zur Datenspeicherung und Internetverbindung. Auf dieser Hauptplatine befindet sich auch ein spezieller Computerchip, der die Bildqualität verbessert und die Privatsphäre schützt. Wenn jemand möchte, können Daten gespeichert werden, aber das ist optional.
  • Weitere wichtige Elemente sind Wi-Fi und GPS, die zur Ortung des Geräts und zur Verhinderung von Missbrauch verwendet werden.

Biometrie: Iris-Erkennung

Verschiedene Systeme zeigen, wie gut die Iris-Erkennung funktioniert. Insgesamt ist die Technologie ziemlich zuverlässig, selbst wenn sie bei sehr vielen Menschen eingesetzt wird.

Fehlerfälle

Es gibt zwei Hauptarten von Fehlern:

  • Die falsche Übereinstimmung (jemand wird als eine andere Person identifiziert)
  • und die nicht erkannte Übereinstimmung (die Person ist im System, wird aber nicht erkannt).

Diese Fehler sind jedoch relativ selten.

Mit beiden Augen ist es besser

Die Genauigkeit der Iris-Erkennung steigt, wenn beide Augen anstatt nur eines gescannt werden.

Wie man mit speziellen Wellen Mustereigenschaften in der Iris erkennt

Gabor-Filterung

Gabor-Filter sind eine Art mathematisches Werkzeug, das dabei hilft, die wichtigsten Merkmale in der Textur der Iris zu identifizieren. Diese Filter sind sehr gut darin, sowohl die Formen als auch die unterschiedlichen Intensitäten innerhalb des Irisbildes zu erfassen.

Wie die meisten Texturen existiert auch die Textur der Iris in verschiedenen Größen, daher ist es sinnvoll, Filter unterschiedlicher Größen zu verwenden. Diese mehrstufigen Systeme sind effizienter und reduzieren die Redundanz in den Daten.

Phasen-Quadranten-Demodulation und Kodierung*

* Die Phasen-Quadranten-Demodulation und Kodierung ist eine Signalverarbeitungstechnik, die die Phase eines Signals in vier Quadranten einteilt und diese Information kodiert. Die Demodulation dient dazu, das ursprüngliche Signal aus dem modulierten Signal zurückzugewinnen.

Nach der Anwendung eines Gabor-Filters auf ein Irisbild wird die Phase der Filterantwort analysiert. Diese Phase ist sehr robust gegenüber Veränderungen wie Beleuchtung oder Bildrauschen und wird verwendet, um den endgültigen Iris-Code zu erstellen.*

* Ein Gabor-Filter wird auf ein Irisbild angewendet, um spezifische Merkmale hervorzuheben. Dabei wird die Phase der Filterantwort analysiert. In der Signalverarbeitung bezeichnet die Phase den Zeitpunkt, zu dem ein Signal einen bestimmten Wert erreicht. Diese Phase erweist sich als besonders robust gegenüber Veränderungen wie unterschiedlichen Beleuchtungsbedingungen oder Bildrauschen.

Robustheit der Iris-Codes

Iris-Codes sind im Allgemeinen sehr robust gegenüber verschiedenen Arten von Störungen wie Beleuchtung, Unschärfe und Rauschen. Selbst wenn das Bild der Iris durch diese Faktoren beeinträchtigt ist, bleibt der generierte Iris-Code weitgehend stabil.

Iris-Erkennungssystem

Das System wandelt hochauflösende Infrarotbilder von beiden Augen einer Person in einen sogenannten Iris-Code um. Dieser Code ist eine kompakte, mathematische Darstellung der einzigartigen Muster im Auge und wird für die Überprüfung genutzt.

  • Segmentierung: Zuerst wird das Bild in verschiedene Bereiche unterteilt (Iris, Pupille, Sklera usw.), um die Augengeometrie zu verstehen.
  • Qualitätsprüfung: Nur scharfe Bilder mit sichtbarer Iris-Struktur werden weiterverarbeitet.
  • Normalisierung: Die relevanten Pixel werden so umgewandelt, dass sie in einem standardisierten Format dargestellt werden.
  • Feature-Generierung: Mit speziellen Filtern wird der Iris-Code erstellt.
  • Abgleich: Der erstellte Iris-Code wird mit anderen Codes verglichen, um die Identität zu überprüfen.

Qualitätssicherung

Die Qualität der Bilder und der daraus resultierenden Iris-Codes ist entscheidend für die Leistung des Systems. Aus diesem Grund wurden umfangreiche Tests durchgeführt, bei denen 2,5 Millionen Bildpaare von 303 verschiedenen Personen analysiert wurden.

Das System kann trotz natürlicher Veränderungen des Auges, wie Blinzeln oder Pupillenbewegung, robuste und genaue Ergebnisse liefern.

Dienst zur Einzigartigkeitsprüfung

Während der Iris-Code lokal auf dem Orb berechnet wird, erfolgt die Einzigartigkeitsprüfung, also die Feststellung der Einzigartigkeit anhand des Iris-Codes, auf einem Server.

Dies ist notwendig, da der Iris-Code mit allen anderen Iris-Codes von Menschen, die bereits verifiziert wurden, verglichen werden muss.

Technische Umsetzung

  • Der Orb prüft die Einzigartigkeit eines Menschen anhand seiner Iris, ohne private Daten zu teilen.
  • Nach erfolgreicher Überprüfung wird ein öffentlicher Schlüssel in einem Smart Contract gespeichert.

Gesamtarchitektur und Nutzerablauf

Das Protokoll basiert auf einem System namens Semaphore*, das dafür sorgt, dass nur echte Menschen und keine Computerprogramme mitmachen können.

* Semaphore sind wie Ampeln für Computerprogramme. Sie helfen dabei, sicherzustellen, dass verschiedene Teile eines Programms nicht gleichzeitig auf die gleichen Daten zugreifen und dadurch Fehler verursachen.

Wie Nutzer mitmachen

  • Die Nutzer benutzen eine spezielle App auf ihrem Handy, um zu beweisen, dass sie echt sind.
  • Wer eine App oder eine Website hat, kann dieses System nutzen, um sicherzustellen, dass nur echte Menschen teilnehmen. Es kann zum Beispiel für Abstimmungen oder Geschenkaktionen (Airdrops) verwendet werden.
  • Nutzung ohne Blockchain: In diesem Fall läuft alles so wie sonst auch, aber die Überprüfung, ob jemand echt ist, findet auf einem anderen Server statt.

Anmeldeprozess – Ablauf

  • Eine App wird heruntergeladen, die automatisch spezielle Schlüsselpaare generiert.
  • Zur Verifizierung des Kontos wird ein QR-Code aus der App an den Orb übermittelt.
  • Der Orb führt Sicherheitsüberprüfungen durch und scannt beide Augen des Nutzers. Diese Daten verbleiben auf dem Gerät.
  • Diese Informationen werden an einen Dienst weitergeleitet, der die Einzigartigkeit der Daten überprüft.

Nach Abschluss der Anmeldung kann die App autonom verwendet werden. Das System arbeitet dann in einer dezentralisierten, vertrauenslosen und anonymen Weise.

Verifizierungsprozess in Apps

  • Der Nutzer kann den Verifizierungsprozess in der App starten oder durch das Scannen eines QR-Codes.
  • Der Nutzer sieht sich die Details an und entscheidet, ob alles passt.
  • Um die Identität zu beweisen, muss die App spezielle Daten vom Smart Contract holen. Mit diesen Daten erstellt die App einen speziellen Nachweis und sendet ihn an den Prüfer.
  • Der Prüfer stellt sicher, dass alles korrekt ist und führt die Aktion aus.

Einmalige Kennungen (Nullifikatoren)

Es gibt eine Art Einmal-Kennzeichnung. Diese sorgt dafür, dass man eine Aktion nicht mehrmals ausführt. Es ist ein spezieller Code, der aus dem privaten Schlüssel und dem Kontext, also der Situation, erzeugt wird.

Beispiel: Angenommen, es gibt ein System, bei dem man jeden Monat einen Token bekommen kann. Man erstellt einen speziellen Smart Contract, der diese Token verschicken kann. Als Kontext nutzt man die Adresse dieses Vertrags und das aktuelle Datum. Jeder Nutzer kann dann einmal pro Monat einen Token für sich beanspruchen.

Unterstützung mehrerer Blockchains (Multi-chain Support)

Grundprinzip

World ID soll nicht nur sicher, sondern auch auf vielen verschiedenen Blockchains nutzbar sein. Die Anmeldung (Enrollment) findet auf der Ethereum-Blockchain statt, um die Sicherheit zu gewährleisten. Die Überprüfung (Verification) kann aber auf jeder anderen Blockchain erfolgen.

Funktionsweise der Daten-Übertragung

Die Anmeldedaten werden zunächst auf Ethereum gespeichert. Immer wenn diese Daten aktualisiert werden, startet ein Prozess, der sie auf andere Blockchains kopiert. Das kann entweder direkt durch den World ID-Vertrag passieren oder durch einen externen Dienst, der die Daten abruft.

Datenverwaltung – Versionierung

Die Orb-Berechtigung muss einem Versionierungssystem folgen, da die Algorithmen zur Umwandlung von Irisbildern in Iris-Codes ständig weiterentwickeln. Für die Nutzer bedeutet dies, dass ihre Orb-Berechtigung eine begrenzte Lebensdauer hat und irgendwann von Drittanbieter-Apps nicht mehr empfohlen wird. Wenn die Berechtigung abläuft, können die Nutzer sie bei einem Orb erneuern.

Eine vielversprechende Methode zur Erneuerung der Berechtigung ohne erneuten Orb-Besuch und ohne Datenschutzrisiken ist Nullwissen-Maschinenlernen (ZKML). ZKML ist eine Technologie, bei der komplexe Berechnungen durchgeführt werden können, ohne sensible Daten preiszugeben.

  • Bei der ersten Anmeldung beim Orb wird ein hochauflösendes, signiertes Irisbild an das Gerät des Nutzers gesendet. Dies geschieht in einer end-to-end verschlüsselten, selbstverwalteten Weise.
  • Wenn der Algorithmus sich ändert, bekommt die digitale Brieftasche (Wallet) des Nutzers eine Aufforderung, den Iris-Code zu aktualisieren. Hier werden die relevanten Parameter für das Maschinenlernmodell (ML-Modell) heruntergeladen. Ein ML-Modell ist im Grunde eine mathematische Darstellung, die auf Daten trainiert wurde, um bestimmte Vorhersagen oder Entscheidungen zu treffen.
  • Das Gerät des Nutzers führt dann das neue ML-Modell aus, generiert einen neuen Iris-Code und erstellt einen Nullwissen-Nachweis (ZKP). Dieser ZKP bestätigt, dass der Vorgang korrekt durchgeführt wurde und das Irisbild authentisch ist.

Dadurch wird die Einzigartigkeit und die Anmeldesequenz der Orb-Berechtigung des Nutzers nahtlos und privat aktualisiert.

Sicherheitsbewertungen

Zwei getrennte Sicherheitsbewertungen wurden durchgeführt:

  • Eine für die Off-Chain-Komponenten
  • und eine für die On-Chain-Komponenten des Protokolls.

Dabei wurde speziell auf die Verwendung von Blockchain-Technologien, Kryptographie und Smart Contracts geachtet.

Zukünftige Entwicklung von World ID

Wiederherstellung

  • World ID arbeitet an sicheren Möglichkeiten, verlorene oder gestohlene Identitäten wiederherzustellen. Dabei steht die Balance zwischen Sicherheit und Nutzerfreundlichkeit im Mittelpunkt.
  • World ID wird flexibler und möchte zukünftig neben der biometrischen Orb-Verifizierung auch andere Methoden anbieten. Dadurch könnte das System global leichter zugänglich werden.
  • World ID plant, sich besser mit anderen Systemen und Standards zu vernetzen. Das Ziel ist eine breitere Anwendbarkeit des Protokolls über verschiedene Plattformen und Netzwerke hinweg.

Privatsphäre

  • Die Nutzer können vollständig pseudonym bleiben, da für die Anmeldung keine persönlichen Informationen erforderlich sind. World ID nutzt ZKPs (Zero-Knowledge Proofs), um sicherzustellen, dass die Identität des Nutzers geheim bleibt, auch wenn sie ihre World ID in verschiedenen Anwendungen verwenden. Das System garantiert, dass die Nutzung der World ID nicht mit biometrischen Daten verknüpft ist.
  • Durch die Verwendung von ZKPs wird nur bewiesen, dass der Nutzer ein einzigartiger Mensch ist, ohne dass dazu persönliche Informationen preisgegeben werden müssen. Dadurch ist ein Tracking der Nutzer über verschiedene Anwendungen hinweg ausgeschlossen.

Bildverwahrung bei World ID

Optionale Bildsicherung

Nutzer haben die Wahl, ihre Bilder zu sichern. Dies ist nützlich, da der Algorithmus für den Iris-Code noch weiterentwickelt wird. Die Bilder können zur Verbesserung des Netzwerks und zur Aktualisierung des Iris-Codes verwendet werden. Wer sich nicht dafür entscheidet, kann seine World ID einfach durch erneuten Besuch bei einem Orb aktualisieren.

Datensicherheit und -verschlüsselung

  • Falls ein Nutzer die Bildverwahrung wählt, werden die Bilder zunächst auf einer verschlüsselten Festplatte im Orb gespeichert.
  • Bei Nichtwahl werden die Bilder nur im Arbeitsspeicher verarbeitet.
  • Zusätzlich werden die Bilder für Nutzer, die die Option gewählt haben, mit einer zweiten Verschlüsselungsebene geschützt. Alle Datenübertragungen erfolgen über eine sichere Verbindung und die Bilder werden mit AES-256 verschlüsselt gespeichert.
  • Nutzer können jederzeit ihre Meinung ändern und die gespeicherten Bilder löschen.

Der Iris-Code

Grundkonzept

Der Iris-Code dient als digitale Identifikation der Augeniris einer Person. Er ermöglicht den Vergleich verschiedener Bilder der gleichen Iris, ist jedoch so gestaltet, dass er trotz kleiner Unterschiede in Lichtverhältnissen oder Winkel stabil bleibt.

Funktionsweise

Spezielle Filtermethoden analysieren die Textur der Iris und erstellen daraus den Iris-Code. Im Prozess gehen gewisse Informationen verloren, was jedoch für die Identifikation unerheblich ist.

Sicherheitsaspekte

Es ist derzeit nicht möglich, ein exaktes Abbild der Iris anhand des Iris-Codes zu rekonstruieren. Für den Schutz der Privatsphäre ist jedoch die sichere Aufbewahrung persönlicher Schlüssel erforderlich. Der Schutz der Privatsphäre kann nur innerhalb dieses Protokolls gewährleistet werden.

Wallets im Worldcoin-System

  • Derzeit ist für die Teilnahme am Worldcoin-System der Download der World App erforderlich.
  • Die Worldcoin Foundation plant die Entwicklung weiterer Anwendungen, die die Erstellung einer World ID-Wallet unterstützen.
  • Das System ist so konzipiert, dass auch andere Entwickler ohne Genehmigung eigene Clients erstellen können. Aktuell wird an Software-Entwicklungskits (SDKs) für andere Wallets geforscht, um die Unterstützung für World ID zu ermöglichen.

Dezentralisierung und Open-Source-Prinzipien

Worldcoin-Protokoll

Worldcoin legt großen Wert auf Dezentralisierung, um Missbrauch und Schwachstellen zu vermeiden. Das Protokoll ermöglicht:

  • Betrieb ohne spezielle Genehmigung
  • Verteilte Prüfung und Ausgabe von Zugangsberechtigungen
  • Unterstützung für individuelle Wallets
  • Offene Standards und Zusammenarbeit zwischen Systemen
  • Alle Bestandteile des Protokolls sind frei zugänglich und veränderbar.

Beiträge der Gemeinschaft

Community-Mitglieder können neue Funktionen und Verbesserungen zum Worldcoin-Protokoll hinzufügen, etwa:

  • Ein kostenloses und offenes Entwicklungs-Set für Wallets
  • Pläne für zukünftige Entwicklungen
  • Verteilte Steuerung von Aufgaben in der Reihenfolge
  • Alternative Zugangsberechtigungen

Der Orb und einzigartige Überprüfung

Orbs sind Geräte zur biometrischen Überprüfung, die weltweit genutzt werden können. Dezentralisierung beinhaltet:

  • Einzigartige Überprüfungsdienste
  • Entwicklung und Herstellung der Überprüfungsgeräte
  • Weltweite Auslieferung der Geräte
  • Maßnahmen gegen Betrug

Sicherheit und Zuverlässigkeit

Um die Zuverlässigkeit der World ID-Zugangsberechtigungen sicherzustellen, werden verschiedene Mechanismen verwendet, einschließlich:

  • Überprüfungen der biometrischen Geräte
  • Programme zur Belohnung von gefundenen Fehlern
  • Gesichts- und Augen-Identifikation
  • Möglichkeiten zur Wiederherstellung bei Identitätsdiebstahl

Stiftung und Verwaltung

Worldcoin und seine Vision

Worldcoin möchte jedem Menschen auf der Erde ermöglichen, Teil der weltweiten Wirtschaft zu sein, unabhängig davon, wo er lebt oder woher er kommt. Um das zu erreichen, soll alles so organisiert sein, dass keine einzelne Gruppe die Kontrolle hat (Dezentralisierung).

Die Gründer und erste Schritte

Das Projekt wurde von einer weltweiten Gemeinschaft von Entwicklern und anderen Leuten gestartet. Die ersten Schritte wurden von einer Firma namens „Tools for Humanity“ gemacht, die in den USA und Deutschland tätig ist. Diese Firma hat auch den Orb entwickelt, ein Gerät für den weltweiten Einsatz, das dazu dient, die Identität von Menschen zu bestätigen.

Verwaltung durch die Worldcoin Stiftung

Es gibt eine Stiftung, die Worldcoin verwaltet. Diese Stiftung ist eine gemeinnützige Organisation und hat das Ziel, das Worldcoin-Netzwerk so weit wie möglich zu verbreiten und zu verbessern.

Zurzeit wird die Stiftung von einem Vorstand geleitet. Aber das Ziel ist, dass die Entscheidungen in der Zukunft von der gesamten Worldcoin-Gemeinschaft getroffen werden. Dazu sollen spezielle Online-Plattformen genutzt werden, auf denen jeder seine Stimme abgeben kann.

Herausforderungen und Zukunftsaussichten

Es ist eine große Herausforderung, dieses große und komplexe System zu verwalten, vor allem, weil es wirklich für jeden Menschen auf der Erde gedacht ist. Deshalb ist es ein langer Prozess, aber die ersten Schritte sind bereits gemacht.

So möchte Worldcoin ein System schaffen, in dem jeder Mensch Teil der globalen Wirtschaft sein kann, und das auf eine faire und sichere Weise.

Beschränkungen des Projekts

Universelles Grundeinkommen durch Worldcoin

Worldcoin bietet eine faire Verteilung des universellen Grundeinkommens (UBI) auf globaler Ebene. Das Projekt zielt nicht darauf ab, Gewinne zur Verteilung des UBI zu generieren. Stattdessen wird eine separate Finanzierungsquelle benötigt.

Sicherheitsaspekte des Orbs

Der Orb verwendet hohe Sicherheitsstandards gegen skalierbare Angriffe. Trotz kontinuierlicher Verbesserungen kann die Sicherheit nicht vollständig garantiert werden. Möglichkeiten zur Annullierung einer World ID durch Governance-Mechanismen sind vorgesehen.

Falsche Ablehnungen

Die Fehlerquote des Orbs ist extrem niedrig, aber nicht null. Anhaltende Forschung konzentriert sich auf die Verbesserung der Iris-Biometrie und die Möglichkeit, mehrere biometrische Signale zu kombinieren.

Dezentralisierung und Open Source

Große Teile des Worldcoin-Protokolls sind bereits Open Source. Einige Teile, wie die Firmware des Orbs, sind aus Sicherheitsgründen noch nicht Open Source.

Übertragbarkeit der World ID

Die Herausforderung der Authentifizierung des rechtmäßigen Besitzers einer World ID besteht weiterhin. Verschiedene zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen sind in Planung oder bereits implementiert.

Schlüsselwiederherstellung und dauerhaften Reputation

Die Wiederherstellung von Schlüsseln und die dauerhafte Reputation sind gegenwärtig eingeschränkt. Es werden anspruchsvolle Forschungsfragen zur Wahrung der Privatsphäre und gesellschaftlichen Auswirkungen einer dauerhaften Reputation betrachtet.

Quelle: Worldcoin

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