YouTube öffnet die Tür für Krypto Auszahlungen über PayPal, Europa bleibt jedoch außen vor

von | 27. Dez. 2025

Abseits von Europa ist PayPal stark im Bereich Krypto aktiv. Darauf verweist auch der Beitrag aus unseren Artikelempfehlungen „PayPal: Vom Bezahldienst zum Krypto Giganten und Entwickler digitaler Identität“. Die im folgenden Artikel aufgezeigte neue Möglichkeit, als Creator bei YouTube sein Geld in PYUSD, dem hauseigenen Stablecoin von PayPal, auszahlen zu lassen, ist bisher nur in den USA möglich. Im Beitrag wird davon ausgegangen, dass diese Option früher oder später auch in der EU verfügbar sein wird, was rechtlich allerdings aufwendig wäre, da der Stablecoin von PayPal bislang keine MiCA Zulassung hat.

Die Kooperation zwischen YouTube und PayPal zeigt, wie bei den großen Akteuren Krypto immer mehr Einzug hält, oft abseits der EU. Im Beitrag wird vorgeschlagen, die Technik zu nutzen, den Stablecoin anschließend in DeFi Protokolle zu tauschen, um damit eine Rendite zu erzielen, die deutlich höher ist als klassische Bankzinsen. Auch unabhängig von den Zinsen kann ein Tausch in dezentralisierte Kryptowährungen sinnvoll sein, da Stablecoins in der Regel zentralisiert sind. Das bedeutet, dass diese Coins im Zweifel eingefroren und blockiert werden können.

Die positive Aussicht auf gute Renditen durch die Nutzung von DeFi scheint stark vom Autor geprägt, 21M – Le Club 25%, da der Club das Erlernen, mit DeFi eine Rendite von 25 Prozent pro Jahr zu erreichen, als Ziel formuliert. Wer sich in diesem Bereich nicht sehr gut auskennt, sollte von DeFi Protokollen lieber die Finger lassen und sich zunächst intensiver mit der Materie befassen. Häufig stimmen die Renditen, allerdings nur in Bezug auf die jeweilige Kryptowährung und nicht auf Fiatwährungen wie Euro oder Dollar. Sinkt ein Coin um 50 Prozent und liegt die Rendite bei 25 Prozent, ergibt sich dennoch ein Verlust, es sei denn, alles wird so lange gehalten, bis der Wert des Coins wieder gestiegen ist. Eine solche Entwicklung ist jedoch alles andere als garantiert.

YouTube aktiviert Krypto-Auszahlungen über PayPal: Was Creator wissen müssen

21M ⭕ – Le Club 25% – 12. Dezember 2025

Das ist eine kleine Revolution in der „Creator Economy“. YouTube hat gerade eine neue Auszahlungsoption offiziell gemacht: Creator können ihre Einnahmen künftig direkt als Stablecoins über PayPal erhalten. Hier ist alles Wichtige zu diesem technischen Update und was es für dein Business bedeutet.

Wenn du Content erstellst, kennst du die Trägheit internationaler Überweisungen und die Wechselgebühren. YouTube scheint das gehört zu haben.

In einer exklusiven Bestätigung gegenüber Fortune haben May Zabaneh (Leiterin Krypto bei PayPal) sowie ein Sprecher von Google den Start dieser Funktion bestätigt. Konkret „macht“ YouTube dabei nicht direkt Krypto: Die Plattform nutzt die Infrastruktur von PayPal, um deine Auszahlungen in dem an den US-Dollar gekoppelten Stablecoin von PayPal PYUSD (PayPal USD) umzuwandeln.

Die Fakten: Wie funktioniert das?

Diese Integration basiert auf PayPals Netzwerk für Unternehmenszahlungen, das YouTube bereits nutzt, um Freelancer zu bezahlen.

  • Der Mechanismus: YouTube überweist in Fiatwährung. PayPal bietet dem Creator dann im Hintergrund an, diese Summe als Stablecoins (PYUSD) statt als klassisches Barguthaben zu erhalten.
  • Die Zielgruppe: Aktuell wird die Option nur für Creator ausgerollt, die in den USA ansässig sind.
  • Der Vermögenswert: Ausgezahlt wird ausschließlich in PYUSD, einem regulierten Stablecoin, der von Paxos [US-Finanzdienstleister, der Stablecoins ausgibt] emittiert wird und 1:1 an den US-Dollar gekoppelt ist, gedeckt durch Dollar-Einlagen und kurzfristige US-Staatsanleihen (Treasury Bills).

Warum das ein starkes Signal für Stablecoins ist

Über die rein technische Ankündigung hinaus handelt es sich um eine massive institutionelle Bestätigung. Die Zusammenarbeit von Google (über YouTube) und PayPal mit dem Ziel, die Komplexität von Kryptowährungen zu reduzieren, markiert einen echten Wendepunkt.

Für Creator liegt der Nutzen vor allem in zwei Punkten:

  • Geschwindigkeit und Flexibilität: Stablecoins ermöglichen nahezu sofortige Abwicklungen rund um die Uhr (24/7), im Gegensatz zu klassischen Bankensystemen wie SWIFT (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication) und SEPA (Single Euro Payments Area), die oft Tage brauchen und am Wochenende stillstehen.
  • Zugang zu dezentralen Finanzen (DeFi) [Finanzdienstleistungen über Blockchains ohne klassische Banken als Mittelsmann], was der entscheidende Punkt ist. PYUSD zu erhalten bedeutet, „programmierbares Geld“ zu besitzen. Statt Liquidität auf einem PayPal- oder Bankkonto mit 0 % Rendite liegen zu lassen, öffnen Stablecoins die Tür zu DeFi, wo Dollar-Renditen häufig deutlich höher sind.

Der strategische Blick: Lass Deine Liquidität nicht „schlafen“

Diese Nachricht bestätigt einen größeren Trend: Stablecoins werden zunehmend zum Standard für digitale Zahlungen.

Das aktuelle Problem vieler Creators: Sie lassen ihre Liquidität auf Geschäftskonten oder Sparprodukten liegen, die weniger abwerfen als die Inflation.

Die „Smart Treasury“-Strategie: Statt PYUSD einfach bei PayPal zu halten (wo es keinen Zins gibt), zielt der Ansatz darauf ab, diese Liquidität in eine stabile Renditestrategie zu überführen.

  • Der Ansatz: DeFi-Protokolle nutzen, um die Liquidität arbeiten zu lassen.
  • Das Potenzial: Renditen von 15 bis 25 % pro Jahr auf Stablecoins anpeilen, was weit entfernt von klassischen Bankzinsen ist.
  • Die Methode: Eine Verwaltung „wie ein guter Familienvater“: kein Trading, keine Charts, kein Stress durch die Volatilität von Bitcoin.

Stell Dir vor: Deine Werbeeinnahmen aus dem Januar werden nicht nur ausgegeben. Sie werden angelegt und beginnen, Monat für Monat ein zusätzliches „Gehalt“ zu erzeugen. Das ist es, was die Kombination aus Technologie (PayPal/YouTube) und Know-how (zu wissen, wo man parkt) ermöglichen soll.

FAQ: Deine Fragen zu YouTube-Auszahlungen in Krypto

  • Bin ich als Creator aus Frankreich (oder Europa) berechtigt?
    Noch nicht. Die Funktion ist aktuell auf Creator beschränkt, die in den USA ansässig sind. PayPal und YouTube rollen neue Features jedoch häufig nach einer US-Testphase global aus. Das kann ein guter Zeitpunkt sein, sich strategisch vorzubereiten.
  • Zahlt YouTube mich in Bitcoin aus?
    Nein. Die Auszahlung erfolgt in PayPal USD (PYUSD), einem Stablecoin. Sein Wert soll nicht wie der von Bitcoin schwanken; 1 PYUSD soll stets ungefähr 1 US-Dollar entsprechen. Das ist eher ein Liquiditäts- als ein Spekulationsinstrument.
  • Ist es riskant, Geld in PYUSD zu halten?
    PYUSD ist vollständig durch Dollar-Einlagen und US-Staatsanleihen gedeckt und zählt zu den stärker regulierten Stablecoins. Trotzdem gibt es, wie bei allen digitalen Vermögenswerten, kein „Null-Risiko“ (zum Beispiel Smart-Contract-Risiken [Smart Contract: Programmcode auf einer Blockchain, der Transaktionen automatisch ausführt] oder Kontosicherheitsrisiken). Ein häufiger Sicherheitsansatz ist, Vermögenswerte nicht dauerhaft bei einem Dienstleister zu lassen, sondern sie in eine eigene Wallet zu übertragen, etwa auf ein Hardware-Wallet wie Ledger oder in eine Cold Wallet.
  • Gibt es einen steuerlichen Vorteil?
    Vorsicht: Eine Auszahlung in Krypto ist steuerlich grundsätzlich ebenfalls ein steuerrelevanter Vorgang, genauso wie eine Auszahlung in Euro. Aus Sicht der Behörden handelt es sich um berufliches Einkommen. Der Vorteil ist nicht steuerlich, sondern operativ/finanziell (Tempo und Zugang zu DeFi-Renditen).
  • Arbeitet mein Geld „von allein“, wenn ich es einfach in PYUSD bei PayPal halte?
    Nein. Bei PayPal erzielt es 0 % Rendite. Im Gegenteil: Durch Inflation verliert es real an Kaufkraft. PYUSD kann ein gutes Transfer- und Abwicklungswerkzeug sein, aber nicht automatisch ein Investment.

Quelle: Journal du Coin

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