Zensur und Einfluss: Bedroht BlackRock die Freiheit von Bitcoin?

von | 9. Dez 2023

Der gleich folgende Artikel mit dem Titel „Zensur bei Bitcoin? BlackRock und große Institutionen könnten BTC-Mining-Ökosystem übernehmen, warnt Bloomberg-Analyst“ behandelt ein höchst aktuelles und brisantes Thema in der Kryptowelt. Jamie Coutts, ein Marktanalyst für Kryptowährungen bei Bloomberg (Mainstream-Finanz-Medienhaus), hebt Bedenken hervor, dass Bitcoin durch große traditionelle Finanzinstitutionen wie BlackRock institutionalisiert werden könnte. Die Sorge liegt darin, dass diese Institutionen nicht die gleichen Interessen und Ziele für das Bitcoin-Netzwerk verfolgen könnten wie kleinere Akteure oder Einzelpersonen. Der Artikel zeigt auf, wie BlackRock und andere große Vermögensverwalter bereits beträchtliche Anteile an Bitcoin-Mining-Unternehmen halten und dadurch einen immer größer werdenden Einfluss im Bitcoin-Ökosystem ausüben könnten.

Der Artikel ist bereits vom September, hat aber nichts an Aktuallität eingebüßt.

Zensur bei Bitcoin? BlackRock und große Institutionen könnten BTC-Mining-Ökosystem übernehmen, warnt Bloomberg-Analyst

Alex Richardson – 26. September 2023

Bloomberg-Krypto-Marktanalyst Jamie Coutts sagt, dass Bitcoin (BTC) Gefahr laufen könnte, von den Schwergewichten des traditionellen Finanzsystems übernommen zu werden.

In einer Mitteilung an seine Follower auf der sozialen Medienplattform X teilt Coutts Daten, die zeigen, dass BlackRock, der weltweit größte Vermögensverwalter, seit 2020 indirekten Zugang zu Bitcoin über Aktien des Mining-Riesen Marathon Digital hat.

Er sagt, dass BlackRocks Schritt vielleicht ein Vorbote für seinen kürzlichen Antrag auf einen Bitcoin Spot-Exchange-Traded Fund (ETF) gewesen sein könnte.

„Im Nachhinein sollte BlackRocks massiver Bitcoin-Spot-ETF-Vorstoß nicht wirklich überraschend gewesen sein. Zusammen mit anderen Giganten (Vanguard, StateStreet), die ESG (Environmental, Social and Governance)-getriebene Anlageprinzipien vertreten, haben sie bereits 2020 begonnen, öffentlich gehandelte Mining-Aktien aufzukaufen.

BlackRock investierte vor drei Jahren in Marathon Digital, den zweitgrößten öffentlich gehandelten Miner, als die Feindseligkeit gegenüber dem Mining geradezu fiebrig war – vielleicht aufgrund der damaligen starken Abhängigkeit der Branche von fossilen Brennstoffen (oder aus anderen Gründen …)“

Quelle: Jamie Coutts/X

Der Analyst sagt, dass die größten Vermögensverwalter der Welt nun als die dominanten Investoren der drei größten öffentlich gehandelten Bitcoin-Miner hervorgetreten sind und für etwa 8,9 % der gesamten Hashing-Power verantwortlich sind.

Coutts sagt, dass eine solche „Institutionalisierung“ von Bitcoin neue Herausforderungen mit sich bringen könnte, wie etwa, dass die größeren Akteure nicht dieselben Ziele und Interessen für das Netzwerk haben wie die kleineren Einheiten.

„Dies sollte nicht als FUD (Fear, Uncertainty and Doubt) aufgefasst werden – ein ‚51%-Angriff‘, bei dem Akteure die Mehrheit der Hash-Rate kontrollieren, steht nicht zur Debatte – die Ökonomie und die Logik dahinter machen keinen Sinn. Es könnte jedoch ein Risiko schleichenden Einflusses geben, das im Widerspruch zu den Werten des Netzwerks stehen könnte.

Dieser Konflikt könnte nicht übereinstimmende ESG-Ziele [Environmental, Social and Governance; Umwelt, Soziales und Unternehmensführung] oder mögliche Zensur von Transaktionen beinhalten. Beides würde den Betrieb der Blockchain nicht verhindern; andere Miner könnten zensierte Transaktionen verarbeiten (und dabei die Gebühren kassieren).

Angesichts der aktivistischen Neigungen dieser großen Vermögensverwalter ist unklar, ob ihre Haltung gegenüber Bitcoin-Minern lediglich passiv sein wird.“

Quelle: Jamie Coutts/X

Quelle: The Daily Hodl

Fazit

Jamie Coutts‘ Analyse wirft wichtige Fragen und Bedenken hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung des Bitcoin-Ökosystems auf. Während die Beteiligung von großen Finanzinstitutionen der Kryptowährung mehr Legitimität und finanzielle Stabilität verleihen könnte, birgt sie auch Risiken. Dazu gehören potenzielle Interessenkonflikte, insbesondere die Möglichkeit einer schleichenden Zensur von Transaktionen.

Trotz der manipulativen Neigungen dieser großen Institutionen bleibt unklar, wie sie ihre Macht und ihren Einfluss im Netzwerk nutzen werden.

Coutts betont, dass das Risiko eines 51%-Angriffs gering ist. Ein 51%-Angriff bezieht sich auf eine Situation, in der ein einzelner Akteur oder eine Gruppe von Akteuren mehr als die Hälfte der gesamten Rechenleistung (Hash-Rate) des Bitcoin-Netzwerks kontrolliert. Dies würde es ihnen theoretisch ermöglichen, Transaktionen zu zensieren, doppelte Ausgaben durchzuführen und andere Formen des Missbrauchs zu betreiben.

Trotz dieses geringen Risikos bleibt die Möglichkeit eines schleichenden Einflusses, der im Widerspruch zu den ursprünglichen Zielen und Werten der Bitcoin-Community stehen könnte, ein wichtiger Diskussionspunkt. Es ist daher entscheidend, diese Entwicklungen kritisch zu beobachten, um die dezentrale Natur und die demokratischen Ideale, die Bitcoin einst hervorgebracht haben, zu bewahren.

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