Ist es an der Zeit, Elektrofahrzeuge zu verbieten?

von | 18. Aug 2023

Die New Yorker Feuerwehr (New York Fire Department, FDNY) berichtete kürzlich, dass es in diesem Jahr bisher 108 Brände von Lithium-Ionen-Batterien in New York City gegeben hat, bei denen 66 Menschen verletzt und 13 getötet wurden. Laut FDNY-Kommissarin Laura Kavanagh „gibt es keine geringe Feuermenge, es (das Fahrzeug) explodiert buchstäblich“. Das entstehende Feuer ist „sehr schwer zu löschen und daher besonders gefährlich“.

Im vergangenen Jahr gab es mehr als 200 Brände durch Batterien von E-Bikes, Elektroautos und anderen Geräten.

Am Morgen des 20. Juni brach in einem E-Bike-Laden ein Feuer aus, bei dem vier Menschen ums Leben kamen. Zwei Personen befanden sich in einem kritischen Zustand. Der Feuerwehrkommissar hat die New Yorker gewarnt, dass solche Geräte sehr gefährlich sein können und in der Regel so explodieren, dass ein Entkommen unmöglich ist.

Das FDNY berichtet außerdem, dass in nur drei Jahren die Brände von Lithium-Ionen-Batterien als häufigste Ursache für tödliche Brände in New York City die Brände durch Kochen und Rauchen überholt haben. Diese Brände sind im ganzen Land alltäglich geworden. Autos und E-Bikes explodieren wahllos in Einfahrten und Garagen.

Mal ehrlich: 13 Todesfälle in einer Stadt von der Größe New Yorks mit rund 8 Millionen Einwohnern sind kaum eine Epidemie. Vorschriften sollten immer auf einer Kosten-Nutzen-Rechnung beruhen, sonst gäbe es gar keine Autos.

Und doch haben dieselben Angstmacher der Linken, die null Toleranz zeigen und Verbote für kleine Risiken fordern, wenn es um alles Mögliche geht, von Schwimmbad-Sprungbrettern, Gasherden, Plastikstrohhalmen, Vaping, Feuerwerkskörpern und so weiter, eine überraschend hohe Schmerzgrenze, wenn es darum geht, dass Menschen bei Bränden von „grünen“ Elektrobatterien sterben oder schwer verletzt werden.

Oder bedenken wir dies: Im Jahr 1965 trug Ralph Nader fast im Alleingang dazu bei, den beliebten Chevrolet Corvair zu verbieten – berühmt für seinen Motor, der im hinteren Kofferraum untergebracht war. Naders Bestseller „Unsafe at Any Speed“ erklärte das Auto für tödlich. Diese Behauptung konnte jedoch nicht wirklich bewiesen werden, und bis heute gibt es keine zuverlässigen Statistiken darüber, wie viele Insassen – wenn überhaupt – in Corvairs bei Auffahrunfällen starben.

Unbestritten ist, dass Elektroautos weitaus mehr Todesfälle verursachen werden als Corvairs es je taten.

Ein weiteres Beispiel: In einer einzigen Stadt gab es in einem einzigen Jahr mehr Todesopfer durch Lithium-Ionen-Batterien in Autos als durch den Unfall im Kernkraftwerk Three Mile Island im Jahr 1979 – nämlich null.

Doch nach dem Unfall wurden dank der Angstkampagne der Umweltschützer (mit Hilfe des Anti-Atom-Blockbuster-Films „Das China-Syndrom“) drei Jahrzehnte lang keine heimischen Kernkraftwerke gebaut. Und das, obwohl Kernkraftwerke keine Treibhausgase ausstoßen.

Aber bei den Elektroautos verdrängen die Grünen alle Bedenken über die Kollateralschäden durch Tote und Verletzte. Biden möchte vorschreiben, dass bis 2032 fast ALLE in den USA verkauften Neuwagen Elektroautos sein müssen. Wenn das geschieht, könnten viele Tausend Amerikaner bei Bränden von Elektrofahrzeugen sterben oder verletzt werden.

All dies ist besonders heuchlerisch, weil das Mantra der Linken einmal lautete: „Kein Tausch von Blut gegen Öl“. Jetzt sind sie bereit, Blut zu tauschen, um die Amerikaner dazu zu bringen, kein Öl mehr zu verbrauchen. Eine Ironie des Ganzen ist, dass aufgrund der ganzen Energie, die für die Herstellung von Windrädern, Sonnenkollektoren und elektrischen Batterien benötigt wird, neue Studien zeigen, dass die Verringerung der Treibhausgasemissionen bei diesem „Netto-Null“-Umstieg fast bei Null liegt. Es stellt sich heraus, dass grüne Energie auch eine gewisse Umweltverschmutzung verursacht.

Fürs Protokoll: Ich bin nicht dafür, dass die Regierung E-Fahrzeuge oder E-Bikes oder sonst etwas verbietet. Ich bin nur der Meinung, dass wir politische Entscheidungen auf der Grundlage realer und sachlicher Risikobewertungen treffen sollten und nicht auf der Grundlage falscher Ängste und Sensationslust.

Was die Zukunft der E-Fahrzeuge angeht, ist es vielleicht an der Zeit, dass Ralph Nader eine Fortsetzung von „Unsafe at Any Speed“ schreibt.

Quelle: The Epoch Times

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